Konkurrenzen. 13. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands in Rostock

Konkurrenzen. 13. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands in Rostock

Veranstalter
Prof. Dr. Hillard von Thiessen, Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Historisches Institut der Universität Rostock, in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft "Frühe Neuzeit" im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
Ort
Rostock
Land
Deutschland
Vom - Bis
19.09.2019 - 21.09.2019
Deadline
01.09.2018
Von
Franziska Neumann

Konkurrenzen

Konkurrenz ist ein Schlüsselwort (post-)moderner westlicher Gesellschaften. Der kategorische Komparativ in der Konkurrenzgesellschaft betrifft praktisch alle gesellschaftlichen Bereiche, in denen um unterschiedliche Ressourcen gewetteifert wird.

In historischer Perspektive fällt vor allem die begriffliche Einengung des Begriffs im Sinne von Agonalität, Wettkampf und Rivalität auf. Doch bis 19. Jahrhundert wurde „Konkurrenz“ auch im Sinne von Zusammentreffen und Gleichzeitigkeit verstanden – so, wie dies heute noch das englische concurrence ausdrückt. „Konkurrenz“ ist mittlerweile nicht mehr nur ein Leitbegriff der Wirtschaftswissenschaften, seit auch die Soziologie und die Geschichtswissenschaft den Begriff wiederentdeckt haben.

Auf der Arbeitstagung soll der Begriff in seiner ganzen semantischen Breite ausgelotet und historisiert, vor allem aber als analytischer Terminus genutzt werden. Damit kann die Frage nach dem Verhältnis von Statik und Dynamik in der Frühen Neuzeit neu gestellt werden. Denn der Konsensorientierung und der Vorstellung göttlich legitimierter gesellschaftlicher Statik standen offene und verdeckte Konkurrenzen auf vielen Feldern gegenüber – um materielle, soziale und symbolische Ressourcen, um Werte, Normen, Lebensentwürfe und Weltdeutungen, in Politik, sozialer Ordnung, Religion und Wirtschaft, vor dem Hintergrund wachsender funktionaler Differenzierung. Der Umgang, die Wahrnehmung und das Dynamisierungspotential von Konkurrenzen sollen diskutiert werden, wobei die modernen Konkurrenzgesellschaften und ihr Konkurrenzbegriff als Kontrastfolie dienen können.

Auch wenn die Tagung eine Veranstaltung der deutschen Frühneuzeithistorikerinnen und -historiker ist, so richtet sie sich doch auch an andere Disziplinen – inter- und transdisziplinäre Sektionen sind erwünscht – und an Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern. Um die zunehmende Internationalisierung des „Frühneuzeitlertags“ zu fördern, sind die Konferenzsprachen Deutsch und Englisch.

Vorschläge für Sektionen mit bis zu vier Vortragenden und (gegebenenfalls) einem Diskutanten können bis zum 1. September 2018 an Prof. Dr. Hillard von Thiessen (fruehneuzeittag2019@uni-rostock.de) gesendet werden. Sie sollten in deutscher oder englischer Sprache maximal 800 Wörter umfassen und einen Titel, eine kurze inhaltliche Zusammenfassung sowie Angaben zu den Beteiligten enthalten. Wir gehen davon aus, dass Kollegen und Kolleginnen, die aus dem Ausland anreisen, finanziell unterstützt werden können.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
Franziska Neumann (Universität Rostock)
franziska.neumann@uni-rostock.de

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Concurrence and Competition
13th conference of the Historians of the Early Modern period in Germany

Competition (‘Konkurrenz’) is a key term in (post-)modern Western Societies. The categorical comparative affects virtually all areas of the competitive society – in it competition for different resources is ubiquitous.

"Competition" is no longer just a guiding notion of economics, since sociology and history have rediscovered the term. The conference aims at exploring and historicizing the concept in its entire semantic range – the English equivalent of “Konkurrenz” are the two terms concurrence and competition. Both shall be targeted as analytical terms at the conference. Looking at early modern societies from this angle raises fundamental questions about the relationship between social statics and dynamics in the early modern period. Ideas of social consent and the static concept of a divinely legitimated social hierarchy were confronted with numerous concurrences and competitions for material, social and symbolic resources in the fields of politics, religion, social relations and economy. As a consequence of growing functional differentiation, competition was not only about resources, but also about values, norms, and more general about notions of the right order of the world. The conference aims at discussing the handling, perception, and dynamics of competition and concurrence – with modern competitive societies and their concept of competition as a comparative foil.

Although the conference is the German early modernists’ convention, it is open to other disciplines – interdisciplinary and transdisciplinary sections are welcome – and to colleagues from other countries. In order to promote the growing internationalization of the German early modernists’ convention, the conference languages will be German and English.

Please send proposals for panels with a maximum of four speakers and one (optional) discussant to Professor Hillard von Thiessen (fruehneuzeittag2019@uni-rostock.de) by September 1st, 2018. These should be written in German or English and should not exceed 800 words. Proposals should contain a title, a brief summary of the topic and the names and academic positions of participants. We are confident to be able to offer financial support to colleagues travelling from abroad.

If you have any further questions, please don’t hesitate to contact:
Franziska Neumann (Universität Rostock)
franziska.neumann@uni-rostock.de

Programm

Kontakt

Hillard von Thiessen

Historisches Institut, Neuer Markt 3, R. 409
18055 Rostock

hillard.thiessen@uni-rostock.de

https://www.geschichte.uni-rostock.de/arbeitsbereiche/geschichte-der-fruehen-neuzeit/lehrstuhl/konkurrenzen-13-fruehneuzeittag-rostock-19-21092019/
Redaktion
Veröffentlicht am
22.06.2018