Wachstumsmotor Europa. Utopie, Segen oder Fluch?

Wachstumsmotor Europa. Utopie, Segen oder Fluch?

Veranstalter
Vertr.-Prof. Dr. Sebastian Büttner / Jun.-Prof. Dr. Stefanie Börner, Sektion Europasoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Ort
Jena
Land
Deutschland
Vom - Bis
23.09.2019 - 27.09.2019
Deadline
31.03.2019
Von
Stefanie Börner

Wachstumsmotor Europa – Utopie, Segen oder Fluch?

Call for Papers für ein Veranstaltung der Sektion Europasoziologie auf der 2. Regionalkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften“ vom 23. bis zum 27. September 2019 in Jena

Der Prozess der europäischen Integration hat die wirtschaftliche Entwicklung Europas und die Transformation der europäischen Gesellschaften in den vergangenen Jahrzehnten ganz entscheidend mitgeprägt. Die Schaffung der Europäischen Union (EU) hat nicht nur neue Regierungsformen und eine neue transnationale soziale Ordnung hervorgebracht, sondern auch neue Interessenkonflikte, soziale Ungleichheiten und Verteilungskämpfe. Die unzähligen Narrationen über Europa und die Europäische Union spiegeln diese Vielfalt, Brüche und Krisen wider. Während die einen Europa als Sonderform der Globalisierung und als einen begrüßenswerten Wachstums- und Entwicklungsmotor betrachten, stellt die EU mit ihren liberalen Skripten für andere eher einen souveränitäts-, identitäts- und wirtschaftspolitischen Brandbeschleuniger dar. Auch die jüngsten politischen Verwerfungen im Inneren und an den Außengrenzen der EU verdeutlichen die Widersprüche und Spannung, die der Prozess der europäischen Integration hervorbringt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, in welche Richtung diese Entwicklungen weisen und inwieweit die Europäische Union in der Lage ist, die großen Transformationen Europas zu bewältigen.
Das Panel greift diese Frage auf und beschäftigt sich sowohl mit Europas gegenwärtigen Problemen und Problemlösungsangeboten als auch mit den historischen utopischen Entwürfen Europas, die wegweisend für den Integrationsprozess in der Nachkriegszeit waren. Unter anderem sollen hierbei folgende Fragen adressiert werden: Welche gesellschaftlichen Ordnungsvorstellungen und utopischen Gesellschaftsentwürfe begleiten den Prozess der Europäischen Integration? Inwiefern haben die jüngsten Krisen die Europa-Diskurse verändert? Stößt das Wachstums- und Entwicklungsmodell „Europa“ heute an seine Grenzen? Welche Erneuerungspotenziale und Zukunftsentwürfe lassen sich im Hinblick auf Europa heute ausmachen? Welche Deutungsangebote und Vorschläge zur Bewältigung der großen Zukunftsfragen macht die EU und welche Gesellschaftsentwürfe verbinden sich damit (gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit, transnationale Solidarität, Postwachstum)?

Wir freuen uns über interessante konzeptionelle und/oder empirisch gehaltvolle Beiträge. Interdisziplinäre (etwa geschichts- oder politikwissenschaftliche) Einreichungen sind ausdrücklich erwünscht. Bitte senden Sie eine Skizze Ihres Beitrags im Umfang von max. 300 Wörtern bis zum 31.3.2019 an:
Stefanie Börner stefanie.boerner@ovgu.de und Sebastian Büttner sebastian.buettner@uni-due.de.

Programm

Kontakt

Stefanie Börner
Zschokkestr. 32
39104 Magdeburg

stefanie.boerner@ovgu.de