Geschichtsdenken heute? Inszenierte Geschichte – historische Differenz – kritisches Bewusstsein

Geschichtsdenken heute? Inszenierte Geschichte – historische Differenz – kritisches Bewusstsein

Veranstalter
Institut für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (IMFF) der Universität Bremen
Veranstaltungsort
Universität Bremen, GW 2, Raum B 3010
Ort
Bremen
Land
Deutschland
Vom - Bis
06.02.2020 - 08.02.2020
Deadline
15.01.2020
Von
Dr. Sonja Kerth

Der Kampf gegen Geschichtsvergessenheit im Denken und Handeln ist angesichts des wachsenden Populismus und Rechtsradikalismus sowie der damit verbundenen politisch-ideologischen Auseinandersetzungen um historische Verortungen und Deutungen höchst aktuell. Die internationale und interdisziplinäre Tagung vom 06. bis 08.02.2020 initiiert ein aktives An-Denken gegen Simplifizierungen, Mythisierungen und Verfälschungen der Geschichte des Mittelalters, der Renaissance und der Frühen Neuzeit. Sie geht der Frage nach, wie Geschichte und historische Differenz bis heute inszeniert werden, und will ein kritisches Bewusstsein für die Rolle der medialen Gestaltung von Geschichte wecken.

Programm

Do., 06.02.2020

14.30 Uhr Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema

15.00-15.45 Uhr Gisela Febel (Bremen): Geschichtsdenken in historischen Romanen über die Vormoderne

15.45-16.30 Uhr Kristin Skottki (Bayreuth): Zur (Dis-)Kontinuität der Kreuzzüge in der gegenwärtigen Geschichtskultur

16.30-17.00 Uhr Kaffeepause

17.00-17.45 Uhr Christoph Auffarth (Bremen): „Der Islam ist ein Teil von Deutschland“: Identitätsdiskurse in historischen Ausstellungen

17.45-18.30 Uhr Fernando Esposito (Tübingen): Gegenwärtige Vergangenheit. Die zweite Krise des Historismus nach dem Boom

Fr., 07.02.2020

09.00-09.45 Uhr Daniel Fulda (Halle): Wie anachronistisch darf bzw. muss Geschichtsdarstellung heute sein? Einige grundsätzliche Überlegungen mit Beispielen aus sexualitätshistorischen Erzähltexten

09.45-10.30 Uhr Elisabeth Lienert (Bremen): Schichten von Geschichte in der Nibelungenrezeption

10.30-11.00 Uhr Kaffeepause

11.00-11.45 Uhr Hauke Kuhlmann (Bremen): Neue Heilige. Zur aktuellen Rezeption vormoderner Hagiographie

11.45-12.30 Uhr Andrea Schindler (Saarbrücken): Mythos Mittelalter - Mythos Moderne. Geschichtsbilder im zeitgenössischen Musiktheater

12.30-14.00 Uhr Mittagspause

14.00-14.45 Uhr Nine Miedema (Saarbrücken): Mittelalterliche Literatur im Deutschunterricht

14.45-15.30 Uhr Maryvonne Hagby (Bremen): Karl der Große im heutigen Frankreich

15.30-16.00 Uhr Kaffeepause

16.00-16.45 Uhr Tobias Becker (London): Vergangenheit populär: Ein Fall von Nostalgie?

19.30 Uhr Öffentlicher Abendvortrag im Haus der Wissenschaft, Olberssal

Tilman Spreckelsen (Frankfurt M.): Eine Crone für die Nachwelt. Zur Beschäftigung mit mittelhochdeutschen Texten im Feuilleton

Sa., 08.02.2020

09.00-09.45 Uhr Arno Görgen (Bern): Geschichtsdenken in Computerspielen

09.45-10.30 Uhr Irmgard Maassen (Bremen): History and Heritage. Elizabeth I. im postmodernen Film

10.30-11.00 Uhr Kaffeepause

11.00-11.45 Uhr Philipp Oswalt (Kassel/ Berlin): Als hätte es all die Schmerzen der Geschichte nicht gegeben. Architekturrekonstruktionen als Geschichtspolitik

11.45-ca. 12.30 Uhr Mathias Herweg (Karlsruhe): Schlussstatement und Leitung der Abschlussdiskussion

Kontakt

Sonja Kerth

Universität Bremen, FB 10
Universitäts-Boulevard 13
20359 Bremen

skerth@uni-bremen.de


Redaktion
Veröffentlicht am
20.12.2019
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