Border Matters: The Formation of Boundaries in Migration Societies and the Responsibilities of Scholarship

Border Matters: The Formation of Boundaries in Migration Societies and the Responsibilities of Scholarship

Veranstalter
Promotionsprogramm „Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Universität Osnabrück, Georg-August-Universität Göttingen
Veranstaltungsort
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Ort
Oldenburg
Land
Deutschland
Vom - Bis
26.02.2020 - 28.02.2020
Deadline
20.02.2020
Von
Christine Steinseifer-Jeske

Vom 26. bis 28. Februar veranstaltet das vom MWK geförderte und von den Universitäten Oldenburg, Göttingen und Osnabrück durchgeführte Promotionsprogramm „Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen“ (https://uol.de/migg/) seine internationale und interdisziplinäre Abschlusstagung. Unter dem Titel "Border Matters: The Formation of Boundaries in Migration Societies and the Responsibilities of Scholarship" widmet sich die Tagung den Prozessen der Hervorbringung natio-ethno-kultureller Grenzen in unterschiedlichen historischen und regionalen Kontexten und speist auf diese Weise die Ergebnisse des Promotionsprogramms in einen Dialog mit renommierten Expertinnen und Experten im Bereich der Migrationsforschung ein. Die Beiträge nehmen unterschiedliche Diskurse und Praktiken der Grenzziehung und deren Effekten des Ein- und Ausschlusses in den Blick, um aufzuzeigen, dass und wie Grenzen in ganz unterschiedlichen Bereichen des Lebens wirksam werden und Differenz und Zugehörigkeit organisieren.

Um dem Anspruch einer kritisch-selbstreflexiven Migrationsforschung gerecht zu werden, eröffnet die Konferenz auch einen Raum zur Thematisierung des Beitrags der Wissenschaft zur Produktion solcher migrationsgesellschaftlicher Grenzformationen. Wie, so soll gefragt und diskutiert werden, (re)produziert der Blick der Migrationsforschenden Differenzen und Zugehörigkeiten – etwa durch eine bestimmte Analyseoptik, Terminologie oder Methodik? Welche Aufgabe und Verantwortung haben Migrationsforschende in der aktuellen politischen Situation? Ist eine politische Zurückhaltung angesichts der Intensivierung rassistischer Handlungen und Artikulationen in Europa zu rechtfertigen? Wären die (durchaus vorangeschrittenen) Anfänge solcher Tendenzen auch an der Universität nicht auch in dem Sinne zu untersuchen, dass ihnen zu wehren wäre?

Die Tagung findet an der Universität Oldenburg im Hörsaalgebäude A14 statt. Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Anmeldung bis zum 20. Februar 2020 per E-Mail an: migg@uol.de gebeten.
Das Programm ist online einsehbar unter: https://uol.de/migg/veranstaltungen/migg-conference-2020/program .

Programm

Wednesday, February 26

Opening and Reception, 18:00h

Thursday, February 27

Keynote
"Spatial Convulsions, Racial Concussions: The Borders and Boundaries of the “European” Problem” - Nicholas De Genova

Panel 1
Racism – (Ir)Relevant in a German Context?! Contributions by Critical Race Theories & De/Postcolonial Theories for (Critical) Scholarship

"Positioned Ethnographic Research on the Entanglement of Racism and Classism in Welcome Initiatives” - Khorshid Khodabakhshreshad

"Memory, Knowledge and Empowerment - Critical Perspectives on Knowledge Production and Knowledge Transfer” - Iris Rajanayagam

"Reflecting Power Relations in the Research on Racial Discrimination” - Isabel Dean

“Does Shame Educate? Educational Processes of White Germans Concerning their Involvement in Racist Societal Relations” - Tobias Linnemann

"In Which Way are Race and State Related?” - Shadi Kooroshy

comment by Nikita Dhawan

Panel 2
Migration and Border Governance in the EUropean Border Regime During and After 2015

"Fighting Root Causes of Migration“ in the Context of the Crisis of the EUropean Border Regime” - Judith Kopp

"Organised Disorder? Tracing Ambiguity, Incoherence & Discretion in the Governance of Migrants' Arrival and Reception in South Italy” - Karl Heyer

"Visual Identity Politics as Border Politics. European Icons in the "Summer of Migration" 2015” - Laura Holderied

"Coalition of the (Un)Willing: The Intra-European Border Regime after the Summer of Migration 2015” – David Niebauer

"Bleibeperspektive" Asylum Classifications and the Struggles about Prognosis” - Simon Sperling

comment by Bernd Kasparek

Friday, February 28

Keynote

"The Racist Violence of “Not Racism”, the Role of Academics, and the Resurgence of White Supremacy” - Alana Lentin

Panel 3
(Re-)Production of Belonging in the Context of Projects of ‘Integration’

"Becoming Part of it – The Impossibility of Performance” - Alisha Heinemann

" 'Integration' as Strategy of Valorization and as a Method of Disciplining” - Laila Lucas/Micòl Feuchter

tba, Consuelo Flores Rojas

comment by Sabine Hess

Panel 4
Contested Spaces of Arrival – Negotiating Mechanisms of Inclusion and Exclusion in Local Migration Societies from a Historical Perspective

"Undoing the Work of the ‘Windrush Scandal’ in Britain: How Myths of a Racial Past Distort the Racial Present” - Kennetta Hammond Perry

"Between Acceptance, Toleration and Exclusion: Non-Elite Indian Lives in the Hamburg Dock Neighborhood, 1920-1950” - Svenja von Jan

"Conditions of Inclusion, Exclusion and Agency: The everyday Experience of British Colonial Seafarers in South Shields, 1919-1939” - Hannah Elizabeth Martin

comment by Bettina Severin-Barboutie

Teil der Tagung ist eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema: Wissenschaft und Verantwortung in der Migrationsgesellschaft: Positionen und Perspektiven – ein Gespräch

Angesichts wachsender globaler Ungleichheiten, nie zuvor dagewesener Ausmaße von Migration und Flucht und des Erstarkens populistischer Ideologien in der jüngeren Vergangenheit drängt sich – einmal mehr – die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Wissenschaft auf. Wie könnte, sollte oder müsste sich die Universität zu diesen Herausforderungen verhalten? Ist ihr ein intervenierendes Handeln anzuraten, ein Dialog mit anderen Orten der Wissensproduktion der Königsweg, oder gerade ein Verzicht auf jegliches Engagement jenseits der intellektuellen Reflexion? Ist es überhaupt möglich, als Wissenschaftler/in gesellschaftlich verantwortungsvoll zu handeln? Oder setzt das gar einen Ausstieg aus der Institution der Universität voraus? Als Teil der Abschlusskonferenz des Promotionsprogramms “Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen” (Oldenburg, Göttingen, Osnabrück) bringt das Podium hochkarätige Gäste zu diesen und weiteren Fragen zum Thema miteinander ins Gespräch. Es diskutieren:

Wilhelm Krull (VolkswagenStiftung)
Yasemin Karakaşoğlu (Universität Bremen)
Paul Mecheril (Universität Bielefeld)
Hatice Pinar Şenoğuz (Universität Göttingen)
Moderation: Martin Butler (Universität Oldenburg)

Das Podium findet statt am 27. Februar 2020 um 18:00 Uhr im Cadillac, Huntestraße 4a, 26135 Oldenburg
Der Eintritt ist frei.
https://www.oldenburg.de/startseite/kultur/freizeitstaetten/cadillac/veranstaltungen.html

Kontakt

Christine Steinseifer-Jeske

Ammerlaender Heerstrasse 114-118
26129 Oldenburg

migg@uol.de

https://uol.de/migg/
Redaktion
Veröffentlicht am
09.02.2020
Klassifikation
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Englisch
Sprache der Ankündigung