„Der Gott der Gottesgelehrten“. Ein Arbeitsgespräch im 375. Todesjahr des Matthias Hoë von Hoënegg

„Der Gott der Gottesgelehrten“. Ein Arbeitsgespräch im 375. Todesjahr des Matthias Hoë von Hoënegg

Veranstalter
Johannes Träger / Eike Thomsen, Institut für Kirchengeschichte, Universität Leipzig; Tilman Pfuch, Stiftung LEUCOREA, Wittenberg
Gefördert durch
Arbeitsgemeinschaft für sächsische Kirchengeschichte
PLZ
04107
Ort
Leipzig
Land
Deutschland
Vom - Bis
07.10.2020 -
Von
Tilman Pfuch, Stiftung LEUCOREA, Wittenberg

Im 375. Todesjahr des kursächsischen Oberhofpredigers Matthias Hoë von Hoënegg nimmt das "3. Leipziger Arbeitsgespräch zur Reformation und zum Luthertum der Frühen Neuzeit" diese für das sächsische Luthertum prägende Theologenpersönlichkeit interdisziplinär in den Blick.

„Der Gott der Gottesgelehrten“. Ein Arbeitsgespräch im 375. Todesjahr des Matthias Hoë von Hoënegg

Das Luthertum des 17. Jahrhunderts wurde lange Zeit undifferenziert als dogmatisch verhärtete, erstarrte Orthodoxie betrachtet. Forschungen der letzten Jahrzehnte konnten diese einseitige Wahrnehmung zumindest in Ansätzen revidieren. Dennoch ist für viele Protagonisten dieser für das Luthertum prägenden Epoche festzustellen, dass sie bisher kaum Beachtung gefunden haben. Für die überwiegende Mehrheit fehlt eine Beschäftigung, die neuere Fragestellungen aufgreift. Deshalb macht es sich das "Leipziger Arbeitsgespräch zur Reformation und zum Luthertum in der Frühen Neuzeit" zur Aufgabe, durch interdisziplinäre Zugänge die wesentlichen Akteure hinsichtlich ihres Wirkens für die lutherische Theologie neu zu bewerten und einzuordnen.

Das 375. Todesjahr des kursächsischen Oberhofpredigers Matthias Hoë von Hoënegg bildet den Anlass, diese für das sächsische Luthertum prägende Theologenpersönlichkeit in den Blick zu nehmen. Ist in der Kirchengeschichte seine Rolle als führender Theologe am Dresdener Hof während des 30-jährigen Krieges hervorgehoben worden, so müssen seine vielfältigen Wirkungsfelder weitgehend als unbekannt gelten. In seiner Zeit als »Gott der Gottesgelehrten« verehrt, ist die Erinnerung an ihn bis heute auf das Bild eines polemischen Kontroverstheologen verkürzt.

Das Ziel des Arbeitsgesprächs soll es sein, biographische Entwicklungslinien Hoë von Hoëneggs nachzuzeichnen. Mit weiteren Beiträgen zu theologischen Voraussetzungen sowie den politisch-religiösen Kontexten seiner Amtsführung als Superintendent, Pfarrer und Hofprediger soll ein interdisziplinärer Austausch angestoßen werden, der zu einer neuen Beschäftigung mit Hoë von Hoënegg anregt.

Aufgrund der aktuellen Situation kommt es zu Teilnahmebeschränkungen. Daher bitten wir bei Interesse um eine Anfrage an die angegebene Adresse.

Programm

10:00 Uhr Johannes Träger: Begrüßung und Einführung in das Arbeitsgespräch

10:15 Uhr Matthias Donath: Matthias Hoë von Hoënegg und die Netzwerke nobilitierter Familien in Sachsen

11:00 Uhr Tilman Pfuch: „dass er immer hierzubleiben wünschte“ – Matthias Hoë von Hoënegg als Plauener Superintendent zwischen seelsorgerlichem Wirken und konfessioneller Auseinandersetzung

11:45 Uhr Eike Thomsen: Auf den Pfaden von Johannes Hus? Matthias Hoë von Hoëneggs Wirken in Prag

12:30 Uhr Mittagspause

14:00 Uhr Wolfgang Flügel: Matthias Hoë von Hoënegg im Kontext des Reformationsjubiläums 1617

14:45 Uhr Wolfgang Sommer: Der kursächsische Oberhofprediger Matthias Hoë von Hoënegg. Zu seinem Wirken vor und am Anfang des Dreißigjährigen Krieges

15:30 Uhr Pause

16:00 Uhr Beate Agnes Schmidt: Wie politisch kann Kirchenmusik sein? Zu ausgewählten Kompositionen von Michael Praetorius und Heinrich Schütz

16:45 Uhr Thomas Fuchs: Matthias Hoë von Hoënegg als Autor in der Publizistik seiner Zeit

17.30 Uhr Abschlussdiskussion

Kontakt

Tilman Pfuch
Stiftung LEUCOREA
Collegienstr. 62
D - 06886 Lutherstadt Wittenberg
tilman.pfuch@leucorea.de

Redaktion
Veröffentlicht am
11.09.2020
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