Sozialdaten und die Geschichtsschreibung von Wohneigentum und Sozialräumen

Sozialdaten und die Geschichtsschreibung von Wohneigentum und Sozialräumen

Veranstalter
Kerstin Brückweh, Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt
Gefördert durch
DFG
PLZ
50667
Ort
Köln (Online)
Land
Deutschland
Vom - Bis
11.03.2021 - 12.03.2021
Deadline
10.03.2021
Von
Clemens Villinger, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Köln

Der Workshop „Sozialdaten und die Geschichtsschreibung von Wohneigentum und Sozialräumen“ findet im Rahmen des DFG-Projektes „Sozialdaten als Quellen der Zeitgeschichte“ statt, geleitet von Christina von Hodenberg (Deutsches Historisches Institut London), Lutz Raphael (Universität Trier), Sabine Reh (Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF), Pascal Siegers (GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften) und Kerstin Brückweh (Max-Weber-Kolleg, Universität Erfurt).

Sozialdaten und die Geschichtsschreibung von Wohneigentum und Sozialräumen

Zur Erklärung aktueller Probleme wurden und werden im 20. und 21. Jahrhundert vielfach sozialwissenschaftliche Daten herangezogen. Als Quellen für die Erforschung der Zeitgeschichte verwenden Historikerinnen und Historiker die so entstandenen Daten bisher eher selten. Vor diesem Hintergrund versammelt der Workshop aktuelle geschichtswissenschaftliche Forschungsprojekte zu den Themen Wohneigentum und Sozialräume, wo eben diese Quellen vielfach vorhanden sind und für eine geschichtswissenschaftliche Zweitanalyse genutzt werden können. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen auf dem Workshop vom thematischen Beispiel ausgehend methodische Fragen der Nachnutzung von quantitativen und qualitativen Sozialdaten als Quellen der Geschichtsschreibung. Der Workshop hat zum Ziel, an aktuellen Forschungsprojekten zu diskutieren, welche zusätzlichen Erkenntnispotentiale Sozialdaten als Quellen beinhalten, aber auch mit welchen theoretischen, methodischen und praktischen Herausforderungen Geschichts- und Sozialwissenschaftler und -schaftlerinnen konfrontiert sind, wenn sie Sozialdaten als Quellen heranziehen.

Der Workshop findet aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens online per Zoom-Konferenz statt. Um sich für den Workshop anzumelden und zum Erhalt des Zoom-Links, melden Sie sich bitte bis zum 10. März 2021 bei Clemens Villinger per E-Mail an: clemens.villinger@gesis.org

Programm

Donnerstag, 11. März 2021

14.00 – 14.30 Uhr: Begrüßung und Einführung
Kerstin Brückweh (Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien, Universität Erfurt), Peter Kramper (Universität Bielefeld)

14.30 –16.00 Uhr: 1. Panel: Sozialdaten zur Wohnungs- und Stadtgeschichte gestern und heute

Christoph Bernhardt (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Historische Forschungsstelle, Berlin): Sozialdaten in der Wohnungs- und Stadtgeschichte: Erträge, Sackgassen, Fragen

Harald Engler (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Historische Forschungsstelle, Berlin): Die Verwendung von Sozialdaten bei der Analyse sozialräumlicher Disparitäten in ost- und westdeutschen Städten – methodische und forschungsethische Fragestellungen

16:00 – 16:30 Uhr: Pause

16.30 – 18.00 Uhr: 2. Panel: Die Beobachtung der Beobachter – Wissensgeschichten

Sebastian Haumann und Swenja Hoschek (Technische Universität Darmstadt): Die „Anwaltsplanungs-Komplexität“ oder: wie lassen sich Daten der Selbstbeobachtung einer sozialwissenschaftlichen Intervention interpretieren?

Christiane Reinecke (Research Centre Global Dynamics/Forschungszentrum Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Universität Leipzig): Zur Produktion von Datenwissen oder: Wen wir beobachten, wenn wir soziologische Langzeitstudien historisieren. Überlegungen zur Intervallstudie Leipzig-Grünau, 1979-2000

18.00 – 19.00 Uhr: Zwischenfazit

Stefan Aufenanger (Johannes Gutenberg-Universität Mainz): Ein Kommentar aus forschungsethischer Perspektive

Freitag, 12. März 2021

9:00 – 11.00 Uhr: 3. Panel: Aus alt wird neu – alte Bestände, neue Fragen, Datenreihen und Auswertungen

Konstantin Kholodilin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin), Sebastian Kohl (Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln) und Florian Müller (Universität Zürich): Beyond homeownership: the long-term evolution of private and social rental housing

Pascal Siegers (GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Köln): Datenquellen für die Erforschung von Wohneigentum und Sozialräumen

11.30 – 12.30: Abschlussdiskussion

Saskia Nagel (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen): Forschungsethische Fragen zu Sozialdaten als Quellen der Zeitgeschichte – eine Annäherung

Peter Kramper (Universität Bielefeld): Kommentar aus inhaltlicher Perspektive

Kontakt

Kontakt für organisatorische Fragen:
Clemens Villinger, clemens.villinger@gesis.org

Kontakt für inhaltliche Fragen:
Kerstin Brückweh, kerstin.brueckweh@uni-tuebingen.de