Digitale Erfahrungen und Strategien in der Kunstgeschichte nach einem Jahr Corona-Pandemie

Digitale Erfahrungen und Strategien in der Kunstgeschichte nach einem Jahr Corona-Pandemie

Veranstalter
Verband Deutscher Kunsthistoriker, Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften, Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte
PLZ
53113
Ort
Bonn
Land
Deutschland
Vom - Bis
26.03.2021 - 27.03.2021
Deadline
19.03.2021
Von
Marcello Gaeta, Verband Dt. Kunsthistoriker e.V.

Digitale Erfahrungen und Strategien in der Kunstgeschichte nach einem Jahr Corona-Pandemie

Online-Konferenz am 26. und 27. März 2021

veranstaltet vom
Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V., vom
Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V. und vom
Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte

unterstützt von
arthistoricum.net

Digitale Erfahrungen und Strategien in der Kunstgeschichte nach einem Jahr Corona-Pandemie

Im März 2021 werden wir auf ein Jahr kunsthistorischen Arbeitens unter den Bedingungen der Corona-Pandemie zurückblicken. Mit dem Frühjahr 2020 begann unfreiwillig eine Zeit intensiven Experimentierens, eine Zeit, die viel Kreativität freisetzte, aber auch viel Kraft kostete – und eine Ahnung davon vermittelte, was das Digitale zu leisten vermag und was im Digitalen verloren geht. In kürzester Zeit entstanden überall Laboratorien, die neue Formate erprobten, ungewohnte Vermittlungswege beschritten und Partizipationsmöglichkeiten trotz geschlossener Institutionen eröffneten. Trotz dieser Leistungen und Erfolge bleibt jedoch vielfach ein „aber“ bestehen. In der musealen und kuratorischen Arbeit, in Lehre und Forschung und dem breiteren Spektrum kunsthistorischer Tätigkeiten sind digitale Praktiken schlagartig ins Zentrum gerückt. Viele der Kolleginnen und Kollegen mussten ohne das nötige Equipment, ohne Schulungen und Konzepte ihre geplanten Projekte in kürzester Zeit in digitale Formate übersetzen; für eine Reflexion der eigenen Handlungen, kritische Neuordnung oder gar eine Standortbestimmung war kein Raum. Wir wollen dies zum Anlass nehmen, unsere Erfahrungen zusammenzutragen und gemeinsam darüber nachzudenken, wo die Kunstgeschichte in Bezug auf digitale (Vermittlungs-)Methoden steht, was wir brauchen und was wir wollen.

Die Tagung wird in drei Blöcken diese Themen aufgreifen: Im ersten Block (Freitagnachmittag) sollen die vielfältigen Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen kunstwissenschaftlichen Arbeitens zusammengetragen und diskutiert werden. Der zweite Block (Samstagvormittag) stellt bestehende Projekte und Initiativen aus der Praxis vor und lädt dazu ein, sich im Gespräch mit Fachvertreter/-innen über digitale Formate, Werkzeuge und Angebote zu informieren. In einem abschließenden dritten Block (Samstagnachmittag) sollen gemeinsam Perspektiven erarbeitet werden. Die aktuelle Situation soll uns Anlass sein, Einschränkungen und Potentiale in den Blick zu nehmen – um daraus Strategien für das Fach Kunstgeschichte und seiner Infrastruktureinrichtungen in einer Wissenschaftswelt zu entwickeln, die immer stärker von digitalen Methoden bestimmt wird.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bis zum 19.03.2021 über den Ticketshop auf arthistoricum.net möglich.

Website: https://www.arthistoricum.net/vkg2021/
Hashtag: #vKG2021

Programm

PROGRAMM
(Stand: 15.2.2021, Änderungen vorbehalten)

FREITAG, 26.3.2021

15:00–15:15 Uhr
Eintreffen

Eröffnung

15:15–15:30 Uhr
Grußworte
Prof. Dr. Kilian Heck / Prof. Dr. Iris Wenderholm
(Vorsitzende des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker e.V.)
PD Dr. Henrike Haug
(Vorstand des Ulmer Vereins – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.)
Dr. Georg Schelbert / Prof. Dr. Holger Simon
(Sprecher des Arbeitskreises Digitale Kunstgeschichte)

I. ERFAHRUNGEN

Museen und Kunstvermittlung
15:30–15:40 Uhr
Maximilian Westphal M.A.
(Verantwortlicher für die digitale Kommunikation der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München)
15:40–15:50 Uhr
Anke von Heyl M.A.
(Kulturvermittlerin im Digitalen, Social-Media-Expertin, Köln)

Universitäre Lehre
15:50–16:00 Uhr
Prof. Dr. Christoph Wagner
(Professor am Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Universität Regensburg)
16:00–16:10 Uhr
Luisa Danaylov B.A. / Lisa-Marie Hinderer B.A.
(Studierende am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart und Mitorganisatorinnen des digitalen 98. Kunsthistorischen Studierendenkongresses)

Forschung
16:10–16:20 Uhr
Dr. Kirsten Lee Bierbaum
(Postdoktorandin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln)
16:30–16:40 Uhr
Prof. Dr. Tanja Michalsky
(Direktorin an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom)

16:40–16:50 Uhr
Kurze Pause

Denkmalpflege und Kulturdenkmale
16:50–17:00 Uhr
Dr. Martin Bredenbeck
(Wissenschaftlicher Referent der Abteilung Inventarisation beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Pulheim-Brauweiler und Vorstandsmitglied im Verband Deutscher Kunsthistoriker)
17:00–17:10 Uhr
Dr. Christoph Schmälzle
(Wissenschaftlicher Projektleiter im Stabsreferat Forschung und Bildung der Klassik Stiftung Weimar)

Fragen und Diskussion
17:10–17:40 Uhr
Museen und Kunstvermittlung

17:10–17:40 Uhr
Universitäre Lehre

17:10–17:40 Uhr
Forschung

17:10–17:40 Uhr
Denkmalpflege und Kulturdenkmale

17:40–17:50 Uhr
Kurze Pause

Archive und Bibliotheken
17:50–18:00 Uhr
Dr. Birgitta Coers
(Direktorin des documenta archivs – documenta und Museum Fridericianum, Kassel)
18:00–18:10 Uhr
Dr. Johannes Pommeranz
(Leiter der Bibliothek am Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg)

Galerien und Kunstmessen
18:10–18:20 Uhr
Dr. Nina Röhrs
(Gründerin und CEO der Galerie Roehrs & Boetsch, Zürich)
18:20–18:30 Uhr
Hannah Weinberger M.F.A
(Freie Künstlerin und Dozentin am Institut Kunst der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Basel)

Solo-Selbständige
18:40–18:50 Uhr
Andrea Knittel M.A.
(Inhaberin des Virtuellen Kunstbüros, Emmendingen bei Freiburg i. Br.)
18:50–19:00 Uhr
Urte Ehlers M.A.
(freiberuflich in der Kunstvermittlung und Museumspädagogik in München und Umgebung tätig)

Fragen und Diskussion
19:00–19:30 Uhr
Archive und Bibliotheken

19:00–19:30 Uhr
Galerien und Kunstmessen

19:00–19:30 Uhr
Solo-Selbständige

Get-together
20:00–21:00 Uhr
Freie Gespräche

SAMSTAG., 27.3.2021

9:00–9:15 Uhr
Eintreffen

9:15–9:30 Uhr
Begrüßung

II. PRAXIS

9:30–10:30 Uhr
Digitale Lehrformate als Ergänzung des didaktischen Werkzeugkastens
Jacqueline Klusik-Eckert M.A.
(Koordinatorin des Interdisziplinären Zentrums für Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften am Institut für Kunstgeschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

9:30–10:30 Uhr
Forschungsdatenmanagement
Prof. Torsten Schrade
(Sprecher des Konsortiums NFDI4Culture, Leiter der Digitalen Akademie an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz)

9:30–10:30 Uhr
Fördermöglichkeiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Janne Lenhart M.A.
(Referentin bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Bonn)

9:30–10:30 Uhr
Digitale Repräsentationen der Forschungsgegenstände
Dr. Christian Bracht
(Direktor des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg)

9:30–10:30 Uhr
Digitale 3D-Rekonstruktion und Simulation historischer Zustände
Prof. Dr.-Ing. Piotr Kuroczyński
(Professor für Angewandte Informatik und Visualisierung im Bauwesen an der Hochschule Mainz)

9:30–10:30 Uhr
Computer Vision
Prof. Dr. Peter Bell
(Juniorprofessor für Digital Humanities mit Schwerpunkt Kunstgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
Prof. Dr. Fabian Offert
(Assistant Professor, History and Theory of Digital Humanities, University of California, Santa Barbara)

10:30–10:45 Uhr
Kurze Pause

10:45–11:45 Uhr
Zeigen und Deuten musealer Sammlungsdaten: Close-Up Cloud / Training the Archive
Sarah Kreiseler M.A.
(Doktorandin im Forschungskolleg „Promovieren im Museum“
(PriMus) am Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg)
Dominik Bönisch M.A.
(Wissenschaftlicher Leiter des Forschungsprojektes „Training the Archive“ am Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen)

10:45–11:45 Uhr
Kulturerbe vernetzen und öffentlich zugänglich machen: Museen in der Deutschen Digitalen Bibliothek
Stephanie Götsch M.A. / Chiara Marchini M.St.
(Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Fachstelle Museum der Deutschen Digitalen Bibliothek, Institut für Museumsforschung, Berlin)

10:45–11:45 Uhr
Zeitgenössische Kunst: Digital/Analog – Online/Offline
Prof. Dr. Katja Kwastek / Dr. Sven Lütticken
(Professorin / Assistenzprofessor am Lehrstuhl für Moderne und Zeitgenössische Kunst, Vrije Universiteit Amsterdam)

10:45–11:45 Uhr
Erschließung als Forschung? Das Beispiel Kunsthandelsquellen
Dr. Birgit Jooss
(Leiterin des Projekts „Händler, Sammler und Museen: Die Kunsthandlung Julius Böhler in München, Luzern, Berlin und New York“ am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München)

10:45–11:45 Uhr
Denkmalpflege digital – aktuelle Praxiserfahrungen einer Unteren Denkmalbehörde
Dipl.-Ing. Katrin Bisping
(Stadtkonservatorin, Untere Denkmalbehörde der Bundesstadt Bonn)
Guido Blome
(Amt für Bodenmanagement und Geoinformation der Bundesstadt Bonn)

10:45–11:45 Uhr
Auf der Überholspur? Open-Access-Publizieren in Zeiten der Pandemie
Dr. Maria Effinger
(Leiterin der Abteilung Publikationsdienste an der Universitätsbibliothek Heidelberg und Projektleiterin arthistoricum.net, Co-Sprecherin des Konsortiums NFDI4Culture)

11:45–12:00 Uhr
Kurze Pause

12:00–13:00 Uhr
Das DFG-Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“: Erfahrungen aus einem Jahr erschwerter Praxis
Prof. Dr. Hubertus Kohle
(Professor am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München und Sprecher des DFG-Schwerpunktprogramms „Das digitale Bild“)
Prof. Dr. Hubert Locher
(Direktor des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, Institut für Kunstgeschichte der Philipps-Universität Marburg)

12:00–13:00 Uhr
Digitale Bildzensur. Von Sichtbarkeitsmarkern der Zensur zu Infrastrukturen der Löschung
Dr. Katja Müller-Helle
(Leiterin der Forschungsstelle „Das Technische Bild“ am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin)

12:00–13:00 Uhr
Wieviel Digital Literacy für das Fach Kunstgeschichte?
PD Dr. Angela Dreßen
(Mitarbeiterin der Bibliotheca Berenson, Villa I Tatti, The Harvard University Center for Italian Renaissance Studies, Florenz)

12:00–13:00 Uhr
Bearbeiten: Kunstwissenschaften in der Wikipedia
Andreas Huth
(Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstwissenschaften und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin)

12:00–13:00 Uhr
Kollaboratives Arbeiten. Tools und Arbeitskultur in der Wissenschaft
Prof. Dr. Holger Simon
(Geschäftsführender Gesellschafter der Pausanio GmbH und apl. Professor am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln)

13:00–14:00 Uhr
Mittagspause

14:00–15:00 Uhr
Digitale Vermittlung in Museen
Dr. Chantal Eschenfelder
(Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung im Städel Museum, Frankfurt am Main)

14:00–15:00 Uhr
Data – Information – Knowledge Graph
Prof. Dr. Harald Sack
(Bereichsleiter für Information Service Engineering im FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur und Professor am Karlsruher Institut für Technologie)

14:00–15:00 Uhr
Big Data. Netzwerk- und Quellenforschung, Provenienzforschung
Prof. Dr. Meike Hopp
(Juniorprofessorin für Digitale Provenienzforschung an der Technischen Universität Berlin)

14:00–15:00 Uhr
Neues zu Bildrechtsfragen: Ein orientierender Leitfaden und aktuelle Urheberrechtsänderungen
Prof. Dr. Johannes Grave
(Professor am Seminar für Kunstgeschichte und Filmwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Vorstandsmitglied im Verband Deutscher Kunsthistoriker)
PD Dr. Dr. Grischka Petri
(Mitarbeiter im Bereich Immaterialgüterrechte am FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur / Konsortium NFDI4Culture)

14:00–15:00 Uhr
Virtuelle Exkursionen. Drei Erfahrungsberichte
Idis Hartmann M.A. / Prof. Dr. Barbara Lange
(Kunsthistorisches Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen)
Franziska Lampe M.A.
(Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Foto-Archiv Bruckmann Verlag“ am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München und Vorstandsmitglied im Ulmer Verein )
Dr. Yvonne Schweizer
(Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern und Vorstandsmitglied im Ulmer Verein)

15:00–16:00 Uhr
Pause

III. Perspektiven

16:00–16:30 Uhr
Berichte aus den Panels

16:30–16:45 Uhr
Kurze Statements der Veranstalter
Prof. Dr. Kilian Heck / Prof. Dr. Iris Wenderholm
(Vorsitzende des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker e.V.)
Andreas Huth
(Vorstand des Ulmer Vereins – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.)
Prof. Dr. Holger Simon
(Sprecher des Arbeitskreises Digitale Kunstgeschichte)

16:45–18:00 Uhr
Gemeinsame Abschlussdiskussion

https://www.arthistoricum.net/vkg2021/