Urteilsbildung im Dialog: Interdisziplinäre Tagung zu Fragen urteilssensiblen Unterrichts

Urteilsbildung im Dialog: Interdisziplinäre Tagung zu Fragen urteilssensiblen Unterrichts

Veranstalter
Peter Starke, Joe Bornträger (Zentrum für Lehrerbildung FSU Jena)
Ausrichter
Zentrum für Lehrerbildung FSU Jena
Gefördert durch
Bundesministerium für Bildung und Forschung
PLZ
07743
Ort
Jena
Land
Deutschland
Vom - Bis
24.09.2021 - 26.09.2021
Deadline
09.07.2021
Von
Peter Starke, Zentrum für Lehrerbildung, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ziel der Veranstaltung ist es, einen interdisziplinären Austausch über Fragen urteilssensiblen Unterrichts zwischen verschiedenen Fachdidaktiken (Geschichte, Sozialkunde, Ethik, Geographie, Religion etc.) aus der Doppelperspektive von universitärer Fachdidaktik und schulischer Praxis anzuregen.

Urteilsbildung im Dialog: Interdisziplinäre Tagung zu Fragen urteilssensiblen Unterrichts

Die Schulung der Urteilsfähigkeit, d.h. sich verstehend und kritisch in einer von pluralen Werten und Wertmaßstäben geprägten Welt orientieren zu können, ist ein zentrales Bildungsziel von Schule. Zu fragen ist, wie Unterricht didaktisch zu denken und methodisch anzulegen ist, um den Lernenden die Möglichkeit zu geben, eigenständige, souveräne und reflektierte Urteile fällen zu können. Deshalb laden wir dazu ein, sich über gegenwärtige und zukünftige Praktiken der Urteilsbildung im Unterricht aufs Neue zu verständigen.

Dabei erscheint uns eine interdisziplinäre Herangehensweise wichtig und lohnenswert: Aus der Perspektive unterschiedlicher Fachdidaktiken sowie aus der Doppelperspektive von Universität und schulischer Praxis soll anhand zentraler Problemfelder, theoretischer Konzeptionen sowie empirischer Befunde expliziert, konkretisiert und diskutiert werden, worin das besondere Bildungspotential urteilssensiblen Unterrichts besteht und mit welchen domänenspezifischen Anforderungen es korrespondiert.

Es werden Beiträge erbeten, die sich beispielsweise mit einer der folgenden Fragen auseinandersetzen:

- Worüber wird in den jeweiligen Fächern geurteilt und wie werden Auswahlentscheidungen für Gegenstände, Fragestellungen und Themen urteilssensiblen Unterrichts didaktisch begründet?
- Wie lassen sich die verschiedenen Bildungspotentiale historischer, politischer, ethischer, religiöser, geographischer etc. Urteile identifizieren, voneinander abgrenzen, zueinander in Beziehung setzen und realisieren?
- Welche Rolle spielen Präkonzepte bzw. Vor-Urteile von Schüler/innen in konzeptioneller sowie empirischer Hinsicht für urteilssensiblen Unterricht in den jeweiligen Fächern?
- Welche didaktisch-methodischen Konzeptionen sind geeignet, um die Schüler/nnen zu einer selbstständigen und reflektierten Urteilsbildung zu befähigen? Welche urteilssensiblen Methoden sind in der Unterrichtspraxis empirisch auffindbar?
- Welche Kriterien bzw. Bewertungsmaßstäbe werden in den einzelnen Fächern für ein „gelungenes Urteil“ angelegt? Besteht fachintern bzw. fachübergreifend ein „Common Sense“ über die Kriterien guter Urteile?
- Welche didaktischen Inhalte sind in der Lehramtsausbildung zu verankern, um Lehramtsnoviz/inen zur Planung, Durchführung und Reflexion urteilssensiblen Unterrichts zu befähigen?
- Wie werden urteilsbildende Fragen und Inhalte in Lehrbüchern thematisiert und dargestellt?
- Welche Rolle spielen Emotionen im Urteilsbildungsprozess? Wie kann ein produktives Wechselspiel zwischen intuitiven, emotionalen, argumentativen und diskursiven Urteilsbildungsprozessen angestoßen werden?
- Wie reagieren die Fachdidaktiken auf gegenwärtige Herausforderungen und Fragen der Urteilsbildung (bspw. Fake-News, Populismus, Digitalisierung etc.)?

Der Call for Papers wendet sich an Forschende aller Disziplinen, jedoch insbesondere der Fachdidaktiken der Ethik bzw. Philosophie, Geografie, Geschichte, Politik und Religion, sowie an Lehrende an Schulen und Fachseminaren. Es werden bei der Auswahl geeigneter Beiträge für die Tagung bevorzugt Einreichungen von Nachwuchswissenschaftler/innen (Doktorand/innen, Post-Docs bis drei Jahre) berücksichtigt. Im Anschluss an die Tagung ist die Publikation der Beiträge in einem Tagungsband angedacht.

Neben theoretischen Konzeptionen, empirischen Befunden sowie pragmatisch-methodischen Unterrichtsvorschlägen sind auch „best-practice“-Beispiele aus der Unterrichtspraxis und / oder der universitären fachdidaktischen Lehrerbildung wünschenswert. Die Beiträge können sowohl als Vortrag (30 Minuten Vortrag, 15 Minuten Diskussion) sowie als Workshop (90 Minuten) eingereicht werden. Die Posterpräsentationen werden in Form eines Galerierundgangs ermöglicht und erhalten dafür einen eigenen Zeitslot.

Die Tagung wird als Präsenzveranstaltung angestrebt. Sollte dies aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen bzgl. der Corona-Pandemie nicht möglich sein, wird die Tagung digital stattfinden.

Bitte senden Sie bis zum 09.07.2021 ein Abstract für Vorträge bzw. Workshops (300 bis 400 Wörter) oder Posterpräsentationen (ca. 150 Wörter) inklusive eines kurzen CV an: 

peter.starke@uni-jena.de sowie joe.borntraeger@uni-jena.de

Anmeldungen ohne Beitrag für die Veranstaltung sind formlos jederzeit unter den angegeben E-Mail-Adressen möglich. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am Call for Papers. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns.

Kontakt

peter.starke@uni-jena.de
joe.borntraeger@uni-jena.de

Redaktion
Veröffentlicht am
22.02.2021
Beiträger
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