Digitale Geschichtskultur

Digitale Geschichtskultur

Veranstalter
Die Studierenden und Young Professionals in der AG Angewandte Geschichte/Public History im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit dem AK Digitaler Wandel und Geschichtsdidaktik in der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD)
PLZ
44801
Ort
Bochum
Land
Deutschland
Vom - Bis
11.06.2021 - 12.06.2021
Deadline
22.03.2021
Von
Mia Berg, Christian Bunnenberg, Theresa Hiller, Elena Lewers, Andrea Lorenz

Workshop und Barcamp beschäftigen sich mit Ausprägungen digitaler Geschichtskultur und widmen sich Fragen von Produktion und Rezeption von Geschichte(n) im digitalen Raum. Sie werden gemeinsam ausgerichtet von den Studierenden und Young Professionals in der AG Angewandte Geschichte/ Public History im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit dem AK Digitaler Wandel und Geschichtsdidaktik in der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD).

Digitale Geschichtskultur

Hat es eine Pandemie gebraucht, um Kulturinstitutionen von der Relevanz digitalisierter Vermittlungsarbeit zu überzeugen? Zumindest ist seit 2020 ein deutlich gestiegenes Interesse an digitalen Formaten erkennbar: Führungen werden über Social Media-Kanäle live übertragen, Ausstellungen in den digitalen Raum überführt, Social Media-Präsenzen ausgebaut und neue Plattformen erschlossen.

Digitale Angebote von Museen, Gedenkstätten und anderen geschichtskulturellen Akteur/innen gibt es jedoch nicht erst seit der Corona-Pandemie, auch wenn deren Auswirkungen auf den Kulturbetrieb die Entwicklungen und die Veränderungsbereitschaft mancherorts sicherlich beschleunigt haben.

Dabei wird deutlich, dass Geschichtskultur nicht nur „digitalisiert” wird: Sie nimmt im digitalen Raum auch ganz neue Formen an. Darüber hinaus werden die Sichtbarkeit und Partizipationsmöglichkeiten nicht-institutionalisierter Akteur/innen erhöht. Teilweise erzielen diese sogar größere Reichweiten als etablierte Institutionen.

Diese Ausprägungen digitaler Geschichtskultur sollen am 11. und 12. Juni 2021 im Zentrum eines Workshops stehen, der von den Studierenden und Young Professionals in der AG Angewandte Geschichte/ Public History im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit dem AK Digitaler Wandel und Geschichtsdidaktik in der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) ausgerichtet wird und sich der Produktion und Rezeption von Geschichte(n) im digitalen Raum widmet:

- Wie wird Geschichte im digitalen Raum erzählt? Welche Formen nimmt sie an?
- Wer produziert sie? Welche Akteur/innen lassen sich ausmachen?
- Wie werden Angebote rezipiert? Wer nutzt sie?
- Welche Möglichkeiten bieten sich, z.B. im Hinblick auf Partizipation, neue Zielgruppen etc.?
- Welche (langfristige) Bedeutung haben die aktuellen Entwicklungen für „analoge” Geschichtskultur?
- Wie kann man sich den Angeboten analytisch nähern?
- Welche Potenziale bieten digitale Angebote für das historische Lernen in Schulen, an außerschulischen Lernorten und Historischen Orten?

Die vielfältigen und online verfügbaren Formen der Geschichtskultur machen die Förderung einer kritischen und reflektierten Auseinandersetzung notwendig. Theoretische Anknüpfungspunkte hierfür bieten beispielsweise die Geschichtsdidaktik, die Public History sowie Medien- und Kulturwissenschaften.

Aus geschichtsdidaktischer Perspektive geht es dabei vor allem um die Ausbildung einer geschichtskulturellen Handlungsfähigkeit im Umgang mit digitalen Formaten, die Grundlage für historisches Lernen und Agieren in digitalen Zusammenhängen ist. Die Untersuchung einzelner digitaler Praktiken, Formate und Medien steht jedoch oft noch aus. Es ist zu beobachten, dass die Fülle geschichtskultureller Produkte und Praktiken im digitalen Raum sowie die Schnelllebigkeit medialer Trends etablierte historiografische Praktiken vor Herausforderungen stellen. Auch diesbezüglich möchte der Workshop eine Gelegenheit zum Austausch bieten.

Veranstaltende
Die Veranstaltung wird ausgerichtet von der Bochumer Ortsgruppe der Studierenden und Young Professionals in der AG Angewandte Geschichte/Public History im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit dem AK Digitaler Wandel und Geschichtsdidaktik in der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD).

Termin
Die Veranstaltung findet am 11. und 12. Juni 2021 in digitaler Form statt.

Format
Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Bestandteile.
Tag 1: Workshop: Es finden mehrere Sessions mit Vorträgen (15 Minuten) und anschließenden Diskussionen (15 Minuten) statt.

Tag 2: Barcamp: Im Rahmen eines digitalen Barcamps soll es die Möglichkeit geben, Themen aus den Vorträgen weiter zu vertiefen oder völlig neue Perspektiven zu eröffnen. Themenvorschläge können vorab mitgeteilt werden. Die Entscheidung für einzelne Themen erfolgt zu Beginn des Barcamps.

Mögliche Themen (Formate, Produktion, Rezeption, Methoden) – z.B.
- Social Media
- Virtual und Augmented Reality
- Memes mit historischen Bezügen
- Digitale Zeitzeug/innen
- Digitale Spiele
- Digitale Vermittlungsangebote
- Historisches Lernen mit geschichtskulturellen Angeboten
- Geschichtskulturelle Akteur/innen
- Methodische Herangehensweisen

Bewerbung/ Fristen

Die Teilnahme ist grundsätzlich für alle Statusgruppen offen und auch ohne eigenen Vortrag möglich. Der Workshop richtet sich allerdings vor allem an Studierende, Promovierende und Berufseinsteiger/innen. Eingereicht werden können alle Arbeitsstände: Forschungsarbeiten, Seminar- und Abschlussarbeiten, Praxisprojekte, einzelne Fragestellungen oder Überlegungen. Das Barcamp steht allen Interessierten offen, die Anzahl der Teilnehmer/innen ist jedoch begrenzt.

Workshop: Die Themenvorschläge für einen 15-minütigen Vortrag können bis zum 22. März 2021 an sypbochum@gmail.com gesendet werden (Abstracts von max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen + akademische Kurzbiographie). Eine Rückmeldung erhalten die Bewerber/innen bis Ende April.

Barcamp, Workshop ohne eigenen Vortrag: Der Call for Participation wird im Mai gemeinsam mit dem Programm veröffentlicht.

Kontakt

Mia Berg, Christian Bunnenberg, Theresa Hiller, Elena Lewers, Andrea Lorenz
sypbochum@gmail.com