Digital Turn und Historische Bildungsforschung: Bestandsaufnahme und Forschungsperspektiven

Digital Turn und Historische Bildungsforschung: Bestandsaufnahme und Forschungsperspektiven

Veranstalter
Andreas Oberdorf (Arbeitsgruppe Historische Bildungsforschung, Institut für Erziehungswissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität, Münster)
Ausrichter
Arbeitsgruppe Historische Bildungsforschung, Institut für Erziehungswissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität, Münster
PLZ
48143
Ort
Münster
Land
Deutschland
Vom - Bis
18.06.2021 -
Deadline
14.06.2021
Von
Andreas Oberdorf, Institut für Erziehungswissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Historische Bildungsforschung hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem vielseitig aufgestellten und interdisziplinär anschlussfähigen Forschungsgebiet entwickelt. Arbeitstechniken und Methoden der Digital Humanities finden allerdings noch wenig Anwendung. Vor diesem Hintergrund soll der Forschungstag ein Forum für eine kritisch-konstruktive Bestandsaufnahme bieten, um aus aktuellen Projekten zu berichten und Forschungsperspektiven zur Sprache zu bringen.

Digital Turn und Historische Bildungsforschung: Bestandsaufnahme und Forschungsperspektiven

Historische Bildungsforschung hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Forschungsgebiet entwickelt, das in seinen Themen, Methoden und theoretischen Bezügen vielseitig aufgestellt und interdisziplinär anschlussfähig ist. Arbeitstechniken und Methoden der Digital Humanities, die viele Bereiche der Geistes- und Kulturwissenschaften beeinflussen, finden allerdings noch wenig Anwendung. Obwohl sie innovative und wertvolle Impulse bereithalten, die weit mehr versprechen als einen bloßen Transfer von analog zu digital, gehen entsprechende Initiativen in bildungshistorischen Forschungsprojekten über explorative Ansätze und Erprobungen häufig nicht hinaus. Wichtige Ressourcen der Forschung stellen mittlerweile Archive, Bibliotheken und Forschungseinrichtungen bereit, die Quellensammlungen zu bildungsgeschichtlichen Themen erschließen und mit Hilfe digitaler Forschungsinfrastrukturen auch langfristig nutzbar machen. Vor diesem Hintergrund soll der Forschungstag Digital Turn und Historische Bildungsforschung ein Forum für eine kritisch-konstruktive Bestandsaufnahme bieten, um aus aktuellen Forschungsprojekten zu berichten, in denen Arbeitstechniken und Methoden der Digital Humanities angewandt oder entwickelt werden.

Programm

09:00 - 09:45 Uhr
Begrüßung und Einführung
Andreas OBERDORF (Münster)

Grußworte
Jürgen OVERHOFF (Münster)
Jan KEUPP (Münster)

09:45 - 10:15 Uhr
Digital Turns und Historische Bildungsforschung: Erfahrungen eines Arbeitsplatzes seit 1970
Manfred HEINEMANN (Hannover)

10:30 - 12:00 Uhr
BREAKOUT-Room 1: "Daten, Informationen, Wissen"
CHAIR: Fanny ISENSEE (Berlin)

Erziehungswissenschaftliche Wissensgeschichte aus der Distanz. Die Vermessung erziehungswissenschaftlichen „Grundwissens“ durch Methoden aus dem Bereich des "distant reading" – ein Werkstattbericht
Katharina Anna VOGEL (Göttingen), Daniel ERDMANN (Göttingen)

Looking for Human Capital in the Long-Run: Historical Education Data and its Use in Economic History
Gabi WÜTHRICH (Zürich)
Paul SHARP (Southern Denmark)

Pro-amateur information space: bildungsgeschichte.ch
Stefan KESSLER (Zürich)
Christina ROTHEN (Bern)

10:30 - 12:00 Uhr
BREAKOUT-Room 2: "Analyse digitalisierter Unterrichtsmedien"
CHAIR: Patrick GOLLUB (Münster)

Retrodigitalisierung von Lehr- und Unterrichtsmitteln aus der DDR. Konzeption, Rekonstruktion und Präsentation einer Dia-Ton-Reihe über das Vereinigte Institut für Kernforschung Dubna
Josefine WÄHLER (Berlin), Maria-Annabel HANKE (Berlin)

Kenne Dein Korpus. Komplexe Suchanfragen und diachrone Kollokationsanalysen in mehr als 5.000 historischen Schulbüchern
Maret NIELÄNDER (Braunschweig)

SemKoS – Von der text- zur bedeutungsbasierten Analyse
Christian SCHEEL (Braunschweig)

13:30 - 13:45 Uhr
Bildungsgeschichte.de – Digitale Ressourcen für die Historische Bildungsforschung finden und nutzen
Julia KURIG (Hamburg/Berlin)

13:45 - 15:00 Uhr
Von der Forschungsfrage zum Text Mining. Die Konstituierung eines Schulfaches anhand religionspädagogischer Zeitschriften untersucht
Sabine REH (Berlin), Stefan CRAMME (Berlin)

15:15 - 16:15 Uhr
BREAKOUT-Room 1: "Bildung und Geschlecht im Fokus"
CHAIR: Lilli RIETTIENS (Köln)

Der Einfluss akademischer Berufsgruppen in der Debatte zur Öffnung höherer Bildung für Frauen. Ein Beitrag zur Analyse von Machtpotenzialen in digitalen Quellenkorpora
Andreas NEUMANN (Jena)

Digital Sex Education im historischen Blick – Perspektivierung und quellenkritische Analyse als Beiträge der Historischen Bildungsforschung zum Digital Turn am Beispiel von SexEducation auf Instagram
Daniel TÖPPER (Berlin)

15:15 - 16:15 Uhr
BREAKOUT-Room 2: "Räume des Bewahrens, Erinnerns, Lernens"
CHAIR: Daniel GERSTER (Hamburg)

Mapping Memory – Die Digitale Erinnerungslandkarte DERLA als Beispiel für zeitgeschichtliches Forschen/Sammeln/Lernen im virtuellen Raum
Gerald LAMPRECHT (Graz), Georg MARSCHNIG (Graz)

Das Schularchive-Wiki
Marco LORENZ (Bochum), Julian Hocker (Frankfurt/Main), Joachim SCHOLZ (Bochum)

16:30 - 17:45 Uhr
Vom gedruckten Buch zur digitalen Analyse am Beispiel der Klaus Mollenhauer Gesamtausgabe
Lisa-Katharina HEYHUSEN (Berlin), Lasse CLAUSEN (Osnabrück),
Max-Ferdinand ZETERBERG (Göttingen)

17:45 - 18:00 Uhr
Abschluss des Forschungstags und Ausblick

Kontakt

Dr. Andreas Oberdorf
Westfälische Wilhelms-Universität
Institut für Erziehungswissenschaft
AG Historische Bildungsforschung
Georgskommende 26
48143 Münster
Tel.: +49 251 83-24255
E-Mail: andreas.oberdorf@uni-muenster.de

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Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Englisch, Deutsch
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