dgv-Doktorand:innentagung 2021: Zwischendurch die Promotion?!

dgv-Doktorand:innentagung 2021: Zwischendurch die Promotion?!

Veranstalter
Ruth Weiand, Nikolas Wollentarski, Oliver Wurzbacher, Sarah Thanner
Gefördert durch
Deutsche Gesellschaft für Volkskunde, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Waxmann Verlag, Gesellschaft für Europäische Ethnologie Freiburg
PLZ
01689
Ort
Niederau
Land
Deutschland
Vom - Bis
15.10.2021 - 17.10.2021
Deadline
30.06.2021
Von
Oliver Wurzbacher

Covid 19 Disclaimer: Sollte ein Treffen in Präsenz nicht möglich sein, werden wir auf ein passendes Online-Format ausweichen. Wir freuen uns auf ein anregendes Wochenende mit interessanten Beiträgen.

dgv-Doktorand:innentagung 2021: Zwischendurch die Promotion?!

Während der Promotion befinden wir uns in vielerlei Hinsicht in Zwischenräumen: Als Forscher:innen sind wir in unsere Projekte involviert und schaffen unseren Forschungsgegenstand stets auch ein Stück weit mit. Dabei sollen wir Neues erdenken, Fachtraditionen aber gleichfalls nicht vergessen. Als Doktorand:innen spielen wir viele Rollen – wir sind Studierende, die in einem Betreuungsverhältnis stehen, zugleich häufig prekär arbeitende Wissenschaftler:innen und Lehrende.

Wie wir Phänomene betrachten und die Art und Weise, wie sich der Weg zur fertigen Doktorarbeit gestaltet, ist nicht nur von uns als Individuen abhängig, sondern darin spiegeln sich ebenfalls akademische Strukturen: Standortprofile, Betreuungsverhältnisse, Förder- und Projektgegebenheiten, (inter-)disziplinäre Grenzen oder Verbindungen.

Auf der dgv-Doktorand:innentagung 2021 möchten wir eben diese Zwischenräume ins Zentrum rücken, das strukturelle Dazwischen und die vielseitigen Verschränkungen ausleuchten, in die unsere Projekte aber auch wir als Promovierende selbst eingebunden sind. Als Promovierende sollen wir mit 100 Prozent bei der Sache sein und hochwertige Forschung leisten, unser arbeitendes Selbst ungeachtet prekärer Arbeitsbedingungen in der akademischen Welt vermarkten und geeignete Strategien zur Kommunikation unserer Ergebnisse über die Wissenschaftslandschaft hinaus ausloten.

Das Bestehen innerhalb akademischer Strukturen und die Praktiken wissenschaftlichen (Zusammen-)Arbeitens sollen daher von einem häufig am Rande diskutierten Aspekt zu einem zentralen Thema erhoben und mit der inhaltlichen Diskussion unserer Projekte verschränkt werden: Erzählt uns von euren Arbeitsumfeldern oder welchen Weg ihr für eure Dissertationen eingeschlagen habt. Wie lässt sich aus der Verunsicherung heraus zusammenarbeiten? Wie formulieren wir unsere Interessen unter den gegebenen Arbeitsverhältnissen und welche Tücken bringt ein solches Engagement mit sich? Gibt es Möglichkeiten und Wege, Räume gemeinsamer Reflexion und kollaborativen Schreibens zu schaffen? Wer liest unsere Arbeiten am Ende überhaupt und für wen schreiben wir?

Im Sinne einer Forschungswerkstatt bietet die Tagung Promovierenden der Kulturanthropologie/ Europäischen Ethnologie/ Empirischen Kulturwissenschaft/ Volkskunde und benachbarter Disziplinen somit die Möglichkeit, sich auszutauschen, zu vernetzen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Gemeinsam wollen wir unsere Projekte diskutieren und weiterdenken, zweite und dritte Meinungen einholen und Erfahrungen zu allen Aspekten und in allen Phasen des Promovierens austauschen.

Programm

Beiträge
Wir freuen uns über Beiträge in einem selbst gewählten Format (Vortrag, Poster, etc.), die neben der inhaltlichen Präsentation des eigenen Dissertationsprojekts beispielsweise auch methodische Fragen aufwerfen, Überlegungen zu Theoriebezügen anstellen, Formen der Ergebnispräsentation diskutieren oder den Schreibprozess selbst thematisieren. Gerne könnt ihr auch Ideen für die Gestaltung eines gesamten Panels oder Workshops einreichen – alle Themen und Formate sind willkommen.

Tagungsort
Über unsere Verortung innerhalb vorgegebener Strukturen lässt es sich am besten nachdenken, wenn wir uns ein Stück hinaus bewegen. Aus diesem Grund findet die diesjährige Tagung weder an einer Universität statt, noch wird sie von einem einzelnen Institut ausgerichtet. Organisiert wird die Tagung von Promovierenden am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg, am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde und am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Freiburg. Das kooperative „Dazwischen“ spiegelt sich auch im Tagungsort: dem Seminarhaus Wasserschloss Oberau bei Meißen/Sachsen.

Anmeldung
Sendet eure Vorschläge für Beiträge (ca. 300 Wörter) zusammen mit einem Kurz-CV bis zum 30. Juni 2021 an info@doktagung.de
Die Anmeldung zur Teilnahme (ohne aktiven Beitrag) ist unter derselben Adresse bis zum 31. Juli 2021 möglich. Durch die Einzahlung der Teilnahmegebühr von 50 € ist die Anmeldung verbindlich.
Aktuelle Informationen findet ihr unter www.doktagung.de

Wir freuen uns auf euch!
Die Organisator:innen der 15. dgv-Doktorand:innentagung
Ruth Weiand, Nikolas Wollentarski, Oliver Wurzbacher, Sarah Thanner

Kontakt

info@doktagung.de

https://2020.doktagung.de/
Redaktion
Veröffentlicht am
07.04.2021
Klassifikation
Weitere Informationen

Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung