Ende der Bonner Republik?

Ende der Bonner Republik?

Veranstalter
KGParl, Institut »Moderne im Rheinland« und Forschungsverbund »Bonner Republik« an der Heinrich-Heinrich-Universität Düsseldorf, Landschaftsverband Rheinland (LVR), Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Veranstaltungsort
Berlin (digital)
PLZ
10117
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
24.06.2021 - 25.06.2021
Von
Verena Mink, KGParl

Der Berlin-Beschluss 1991 und sein zeithistorischer Kontext:

Ende der Bonner Republik?

Am 20. Juni 1991 stimmte eine knappe Mehrheit der Bundestagsabgeordneten für die Rückverlagerung des Sitzes von Parlament und Regierung nach Berlin.

Diesem Moment von historischer Tragweite am Ende des Ost-West-Konfliktes, in dem das kollektive Selbstverständnis der Deutschen neu verhandelt wurde, sowie seinem zeithistorischen Kontext widmet sich eine von der KGParl gemeinsam mit dem Institut »Moderne im Rheinland« und dem Forschungsverbund »Bonner Republik« der Heinrich-Heinrich-Universität Düsseldorf, dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) sowie der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus organisierte Doppel-Tagung, deren erster Teil am 24./25. Juni online und deren zweiter Teil am 12./13. November 2021 in Bonn stattfinden wird.

Ausgehend von der Hauptstadtdebatte in Parlament und Öffentlichkeit werden zeithistorische Verschiebungen und Schritte diskutiert, mit denen der Übergang von der sogenannten Bonner in die Berliner Republik symbolisch vollzogen wurde.

Programm

Berlin, 24. Juni 2021 (Donnerstag) – digital

8.45 Uhr
Begrüßung und Eröffnung

9 Uhr
Bonn oder Berlin? Debatte und Entscheidung im Parlament
Moderation: Thomas Mergel (Berlin)

Dominik Geppert (Potsdam): Die Entscheidungsfindung in den Bundestagsfraktionen

Dietmar Till (Tübingen): Die Topoi der Plenardebatte

10.30 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr
Guido Thiemeyer (Düsseldorf): Die Hauptstadtbilder in der Bundestagsdebatte vom 20. Juni 1991

Bettina Tüffers (Berlin): Berlin-Bonn und zurück. Ostdeutsche Abgeordnete im Bundestag 1990–1999

12.30 Uhr
Mittagspause

14.30 Uhr
Über Bonn und Berlin: Der Diskurs in Medien und Öffentlichkeit
Moderation: Birgit Aschmann (Berlin)

Martina Steber (München): Angekommen – aber wo? Bundesrepublikanische „Mental Maps“ des „Westens“ am Ende des Kalten Krieges

Gertrude Cepl-Kaufmann (Düsseldorf): Die Kulturtopographie der Bonner Republik

Berlin, 25. Juni 2021 (Freitag) – digital

09.00 Uhr
Von Bonn nach Berlin-Mitte: Die Rückkehr ins Reichstagsgebäude
Moderation: Andreas Biefang (Berlin)

Georg Mölich (Bonn): „Bonn [wird] unter den preußischen Stiefelspitzen zerquetscht.“ „Preußen“ als Faktor und Argumentationsreservoir

Lennart Bohnenkamp (Braunschweig): Als der Reichstag (fast) nach Kassel kam. Politische Debatten über den Status Berlins als doppelte Hauptstadt von 1867 bis 1933

10.30 Uhr
Kaffeepause

Moderation: Jasmin Grande (Düsseldorf)

11.00 Uhr
Wolfram Pyta (Stuttgart): Die symbolpolitische Bedeutung des Reichstagsgebäudes zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung

Kristin Meißner (Potsdam): Von alten Bauten und einer neuen Gesellschaft. Die Berliner Schlossplatz-Debatte nach 1989

12.30 Uhr
Mittagspause

14.30 Uhr
Benedikt Wintgens (Berlin): „Wrapped Reichstag“. Ein Übergangsritus von der Bonner zur Berliner Republik

Merle Ziegler (Berlin): Die Reichstagskuppel seit 1999

16.00 Uhr
Kaffeepause

16.15 Uhr
Abschlussdiskussion und Ausblick

Kontakt

Anmeldung unter wintgens@kgparl.de, grande@phil.hhu.de

https://kgparl.de/tagung-ende-der-bonner-republik-teil-1/