Meister Eckharts Reden für die Stadt. Die Erfurter Reden in ihrem Kontext

Ort
Erfurt
Veranstaltungsort
Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt, Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt
Veranstalter
Kolleg-Forschergruppe “Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive” des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt, in Kooperation mit der Meister Eckhart Gesellschaft
Datum
15.04.2011 - 17.04.2011
Bewerbungsschluss
15.03.2011
Von
Katharina Ulrike Mersch

Die Kollegforschergruppe “Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive” des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt und die Meister Eckhart Gesellschaft laden ein zur Tagung "Meister Eckharts Reden an die Stadt. Die Erfurter Reden in ihrem Kontext" im Erfurter Augustinerkloster vom 15.-17. April 2011.

Thema sind die "Reden an die Stadt", mit denen der Mystiker Meister Eckhart seinerzeit große Aufmerksamkeit erlangt hat. Der zwischen 1294 und 1298 entstandene Text war als spirituelle Unterweisung gedacht und ist das am weitesten verbreitete Werk Meister Eckharts. Die Themen dieses Kompendiums wurden von Eckhart in seinen Predigten immer wieder aufgegriffen.

Ziel der Tagung, zu der eine Reihe von international ausgewiesenen Wissenschaftlern erwartet wird, ist es, diese Reden unter Berücksichtigung ihres Entstehungsortes - Erfurt - aus verschiedenen interdisziplinären Perspektiven zu betrachten.

Anmeldungen werden erbeten bis zum 15. März 2011.

Für Informationen und zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des Max-Weber-Kollegs, z.H. Frau Püschel.

Programm

Freitag, 15. April 2011

13.00 Begrüßung

Einführung

13.15 Dr. Klaus-Bernward Springer: Meister Eckhart als Vikar von Thüringen und Prior von Erfurt: Der ordenshistorische Kontext dominikanischen Engagements in thüringischen Städten

Historischer Ansatz: Reden für Konvent und Stadt – Adressatenkreis und Wirkintention der Erfurter Reden im Alltag der mittelalterlichen Stadt

13.45 Prof. Dr. Yoshiki Koda: «unseren herren gelüstet, daz er in dem und mit dem menschen wone». Reflexionen über die Reden der Unterscheidung Meister Eckharts und die Stadtgeschichte von Erfurt

14.15 Dr. Lydia Wegener: «Wie der mensche sîniu werk sol würken» – Meister Eckharts «Rede der underscheidunge» als Anleitung zum Heilserwerb im Lebensraum Stadt

14.45 Diskussion

15.15 Pause

15.45 Dr. Cornelia Rizek-Pfister: «Dû solt merken». Anweisungen in Meister Eckharts Reden der Unterweisung

16.15 Dr. Jörg Füllgrabe: Meister Eckharts «Rede der underscheidunge» – Reflex oder Impuls ‘urbaner Frömmigkeit’ im 13. und 14. Jahrhundert?

16.45 Diskussion

18.00 Empfang durch den Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, Herrn Bausewein, im Rathaussaal
Öffentlicher Vortrag im Rathaussaal: Prof. Dr. Freimut Löser: Meister Eckhart, die Reden und die Predigt in Erfurt

Samstag, 16. April 2011

Rezeptionsgeschichtlicher Ansatz: Zum Weiterwirken der Erfurter Reden Meister Eckharts

9.00 Dr. Wybren Scheepsma: Das mittelniederländische Nachleben der Erfurter Reden Meister Eckharts

9.30 Dr. Regina Schiewer: Gelassenheit für jedermann. Die Erfurter Reden und Spamers Mosaiktraktate

10.00 Dr. Silvia Bara Barcel: Heinrich Seuses Rezeption von Meister Eckharts Reden

10.30 Diskussion

11.00 Pause

Philosophie, Theologie, Mystagogie – Zur geistesgeschichtlichen Einordnung von Eckharts Erfurter Reden, I

11.30 Prof. Dr. Alessandra Beccarisi: «Wie der grunt der werke sî». Die metaphysische Begründung der Ethik in den Reden Meister Eckharts

12.00 Prof. Dr. Andreas Speer: Eckharts Erfurter Reden im Kontext seiner frühesten Pariser Predigten

12.30 Diskussion

13.00 Mittagessen

14.30 Stadtführung

16.00 Dr. Mika Matsuda: «Gehôrsame». Die Erfurter Reden Meister Eckharts in der Auseinandersetzung mit Thomas von Aquin

16.30 Dr. Martina Roesner: Das Motiv der transzendentalen Topologie in den Reden der Unterweisung vor dem Hintergrund von Meister Eckharts lateinischen Schriften

17.00 Prof. Dr. Udo Kern: «die neigunge ze den sünden dem menschen vrument ze allen zîten» (RdU, DW V, 212, 9f.). Zur Ambivalenz des Eckhartschen Sündenverständnisses

17.30 Diskussion

18.30 Abendessen

Sonntag, 17. April 2011

Theologisch-philosophischer Ansatz: Philosophie, Theologie, Mystagogie – Zur geistesgeschichtlichen Einordnung von Eckharts Erfurter Reden, II

9.30 Prof. Dr. Markus Enders: Grundmotive der Mystagogie und Elemente der Gotteslehre Meister Eckharts in den Reden

10.00 Saeed Zarrabi-Zadeh: Eckhart’s Mysticism of Intellectual Detachment

10.30 Christian Fröhling: «Wer aber Gott recht in der Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten» – Die Konstruktion des Ortes in den «rede der underscheidunge»

11.00 Diskussion

11.30 Pause

Ausklang
12.00 Prof. Dr. Dietmar Mieth: «Die Meister sagen – die Leute fragen». Der doppelte Anspruch an Meister Eckhart den Prediger

Kontakt

Diana Püschel

Max-Weber-Kolleg, Am Hügel 1, 99084 Erfurt

0361-7372870

diana.pueschel@uni-erfurt.de

Zitation
Meister Eckharts Reden für die Stadt. Die Erfurter Reden in ihrem Kontext, 15.04.2011 – 17.04.2011 Erfurt, in: H-Soz-Kult, 11.02.2011, <www.hsozkult.de/event/id/termine-15711>.
Redaktion
Veröffentlicht am
11.02.2011
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