Zarter Fuß an hartem Leder. Mädchen- und Frauenfußball in Oldenburg von den Anfängen bis heute

Ort
Oldenburg
Veranstaltungsort
Landesbibliothek Oldenburg
Veranstalter
Landesbibliothek Oldenburg in Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Oldenburg
Datum
26.05.2011 - 30.07.2011
Von
Michaela Klinkow

Vom 26. Mai bis 30. Juli präsentiert die Landesbibliothek Oldenburg die Ausstellung „Zarter Fuß an hartem Leder. Mädchen- und Frauenfußball in Oldenburg von den Anfängen bis heute“, die in Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Oldenburg erarbeitet wurde.

In diesem Jahr findet in Deutschland vom 26. Juni bis 17. Juli die FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft statt, woran sich die zunehmende Begeisterung und Wertschätzung für den Frauenfußball ablesen lässt. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. 1955 – ein Jahr nach dem „Wunder von Bern“ – verbot der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Frauen das Fußball spielen in seinen Vereinen. Die Stadt Oldenburg lehnte 1958 den Antrag einer Dortmunder Damenmannschaft ab, im Marschwegstadion ein Fußballspiel auszutragen.

Trotz des Verbotes organisierten sich Frauen und gründeten Vereine, sodass kurz vor Aufhebung des Verbotes im Jahr 1970 schätzungsweise 40.000 bis 60.000 Mädchen und Frauen abseits vom DFB kickten.

Auch in Oldenburg bildeten sich im VfL Oldenburg und im Polizei SV Oldenburg Frauenteams. Als 2004 ein EM-Qualifikationsspiel der A-Nationalmannschaft der Frauen im fast ausverkauften Marschwegstadion ausgetragen wurde, bekamen die Oldenburger Vereine einen weiteren Schub. Heute spielen im Fußballkreis Oldenburg-Stadt in 8 Vereinen Frauen und in 12 Vereinen Mädchen Fußball.

„Die Ausstellung ist für alle interessant, egal wie fußballbegeistert jemand ist. Sie dokumentiert Zeitgeschichte und den Wandel des Frauenbildes in den letzten Jahrzehnten“, so Kornelia Ehrhardt, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Es ist wie eine Reise in die Vergangenheit vom Fußball begleitet.“ Auf 17 Tafeln wird die Geschichte des Frauen- und Mädchenfußballs auf nationaler und regionaler Ebene dargestellt. Dabei wird auch ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklungen in den Oldenburger Vereinen, bei den Schiedsrichterinnen und Trainerinnen gelegt. Kuratorin Etta Bengen hat dazu Fotos, Zeitungsberichte und verschiedenste Objekte zusammengetragen, darunter ein Stück des legendären Tafel- und Kaffeeservice, das die Frauen-Nationalmannschaft 1989 für den Titelgewinn der Europameisterschaft als Prämie erhalten hat. In einem eigens vom Lokalsender oldenburg eins produzierten Film interviewt Bengen Spielerinnen und Trainerinnen aus Oldenburg und umzu, deren Erinnerungen die regionale Fußballgeschichte lebendig werden lassen. Premiere dieses Films ist bei der Eröffnung in der Landesbibliothek am 26. Mai, 19.00 Uhr, zu der die ehemals jüngste Spielerin der deutschen Frauennationalmannschaft, Claudia Lübbers aus Aurich, ihre eigenen Erfahrungen im deutschen Frauenfußball Revue passieren lassen wird.

Die Ausstellung „Zarter Fuß an hartem Leder“ wurde von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, der vom Bezirksverband Oldenburg verwalteten Hayenstiftung, der Kulturstiftung des Deutschen Fußball-Bundes, der Oldenburgischen Landschaft, der Sparda-Bank, dem Medienhaus Rösemeier und dem Stadtsportbund der Stadt Oldenburg unterstützt.

Zarter Fuß an hartem Leder. Mädchen- und Frauenfußball in Oldenburg von den Anfängen bis heute

Ausstellung 26. Mai bis 30. Juli 2011
Eintritt frei

Begleitband:
Zarter Fuß an hartem Leder. Mädchen- und Frauenfußball in Oldenburg von den Anfängen bis heute. Hrsg.: Frauenbüro der Stadt Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Landesbibliothek Oldenburg. Oldenburg, 2011. 81 Seiten, zahlreiche Fotos.
ISBN 978-3-926294-29-6 Preis: € 5,-

Weitere Informationen zur Ausstellung: http://www.oldenburg.de/frauenbuero

Kontakt

Michaela Klinkow

Landesbibliothek Oldenburg
Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg
0441 / 799-2821
0441 / 799-2865

klinkow@lb-oldenburg.de

Zitation
Zarter Fuß an hartem Leder. Mädchen- und Frauenfußball in Oldenburg von den Anfängen bis heute, 26.05.2011 – 30.07.2011 Oldenburg, in: H-Soz-Kult, 06.06.2011, <www.hsozkult.de/event/id/termine-16613>.
Redaktion
Veröffentlicht am
06.06.2011
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