Vielerlei Wiederaufbau. Erfahrungen und Wahrnehmungen bei der Erneuerung zerstörter Stadtbilder

Ort
Würzburg
Veranstaltungsort
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Juristische Fakultät Hörsaal II der Alten Universität (Erdgeschoss) Domerschulstraße 16
Veranstalter
Polnische Historische Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Dr. Renata Skowrońska); Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruń/Thorn, Institut für Geschichte und Archivkunde, Lehrstuhl für Quellenkunde und Edition der Historischen Quellen (Prof. Dr. Janusz Tandecki); Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Philosophische Fakultät I, Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte (Prof. Dr. Helmut Flachenecker)
Datum
22.09.2011 - 23.09.2011
Bewerbungsschluss
22.09.2011
Von
Dr. Renata Skowrońska

Bereits ein großer Blick auf die Geschichte Europas zeigt, dass sich die Städte durch große Überlebenskraft auszeichnen. Fast immer waren und sind sie imstande, sich nach verschiedenen Natur- oder durch Menschen verursachte Katastrophen wieder zu erneuern. Anhand der im 2. Weltkrieg zerstörten Städte, die innerhalb weniger Jahrzehnte nach Kriegsende wieder aufgebaut und modernisiert wurden, kann man den Lebenswillen erkennen. Bei einer Vertiefung in das Phänomen der Wiederbelebung der Städte lässt sich feststellen, dass verschiedene Strategien des Wiederaufbaus verwirklicht wurden. Somit stellt sich die Frage, welche Faktoren bei der Aufnahme der bestimmenden Konzeptionen eine entscheidende Rolle gespielt haben. Es wäre interessant, während der Tagung einen Vergleich der ausgearbeiteten und tatsächlich realisierten Rekonstruktionskonzeptionen anzustellen. Die Organisatoren haben die Absicht, diese Problematik am Beispiel ausgewählter deutscher und polnischer Städte durch Vorträge und multimediale Präsentationen vorzustellen und zu diskutieren.

Wir laden Sie zur Teilnahme an der geplanten Tagung ein.

Programm

Donnerstag, den 22. September 2011, 9:00-16:00

9.00-10.00 ERÖFFNUNGSVORTRÄGE. ALLGEMEINE PROBLEME DES WIEDERAUFBAUS ZERSTÖRTER STÄDTE

Egon Johannes Greipl (Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denk-malpflege) – „Auferstanden aus Ruinen. Wiederaufbaukonzepte zerstörter Städte“
Bogusław Szmygin (Technische Universität Lublin, Polnisches Nationalkomitee von ICOMOS) – „Three Stages of Rebuilding of Historical Towns in Poland“
10:30-11:00 Kaffeepause

11.00-12:45 BEDINGTHEITEN DES WIEDERAUFBAUS DER STÄDTE

Grzegorz Grajewski (Institut für Nationales Kulturerbe, Regionalabteilung Wroc-ław/Breslau) – „Politik – Geschichte – Wirtschaft – Gesellschaft. Der Wiederaufbau der Städte in Niederschlesien nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis heute“
Paulina Świątek (Amt für Denkmalschutz Warszawa/Warschau) – „Building on Ruins – the Muranów District in Warsaw“
Marco Rasch (Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg) – „Das richtige Maß zwischen dem Notwendigen, dem Erreichbaren und dem Wünschenswerten. Kontroversen um den Wiederaufbau in Frankfurt am Main“
12:45-14:15 Mittagspause

14:15-16:00 KONZEPTIONEN

Irma Kozina (Schlesische Universität Katowice/Kattowitz) – „Der Wiederaufbau der oberschlesischen Städte nach 1945 nach den Konzepten des Architekturbüros Kattowitz“
Richard Nemec (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) – „Nürnberg: Denkmalfachliche Konzepte der Rekonstruktion – Beispiele“
Mark Escherich (Bauhaus-Universität Weimar; Denkmalschutzbehörde Erfurt) – „Das neue Erfurt ist eine alte Stadt! Aufbauplanung nach 1945“

17:00 – FEIERLICHE BEGRÜSSUNG IM WÜRZBURGER RATHAUS

18:30 – STADTBESICHTIGUNG

Freitag, den 23. September 2011, 9:00-16:00

9:00-10:45 IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN KONZEPTION UND IHRER REALISIERUNG. WIEDERAUFBAU DER ZERSTÖRTEN STÄDTE IN DEUTSCHLAND UND POLEN

Małgorzata Gwiazdowska (Stadtkonservatorin Szczecin/Stettin) – „Konzepte des Wiederaufbaus der Stettiner Baudenkmäler nach 1945 und Möglichkeiten ihrer Durchführung“
Małgorzata Popiołek (Technische Universität Berlin) – „Zwischen Theorie und Praxis. Das Konzept des Wiederaufbaus der Warschauer Denkmäler in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg“
Christoph Schwarzkopf (Denkmalschutzamt der Freien und Hansestadt Hamburg) – „Wiederaufbau in Hamburg – Leitbilder und Realisierung“
10:45-11:15 Kaffeepause

11:15-14:30 REALISIERUNG

Peter Leonhardt (Amt für Bauordnung und Denkmalpflege der Stadt Leipzig) – „Der Wiederaufbau der Messestadt Leipzig 1945-1960“
Kersten Krüger (Universität Rostock) – „Der Wiederaufbau Rostocks nach dem Zweiten Weltkrieg“

12:30-14:00 Mittagspause

Jörg Paczkowski (Grafschaftsmuseum Wertheim und Otto-Modersohn-Kabinett Wertheim) – „Der Wiederaufbau der Stadt Würzburg nach 1945. Städtebauliche Theorien und stadtgestalterische Planungsgrundsätze“

14:30-16:00 SCHLUSSVORTRAG

Jan Salm (Technische Universität Łódź) – „Der Wiederaufbau der historischen Ortschaften in Polen nach 1945 – gute und schlechte Erfahrungen“

Schlussdiskussion

Kontakt

Dr. Renata Skowrońska

Polnische Historische Mission an der Universität Würzburg, Am Hubland, 97074 Würzburg

+49 931/31-81029

r.skowronska@uni-wuerzburg.de

Zitation
Vielerlei Wiederaufbau. Erfahrungen und Wahrnehmungen bei der Erneuerung zerstörter Stadtbilder, 22.09.2011 – 23.09.2011 Würzburg, in: H-Soz-Kult, 01.08.2011, <www.hsozkult.de/event/id/termine-16960>.