Was macht Geschichte international? Perspektiven internationaler Geschichte im deutschsprachigen Raum. Erster Workshop des Netzwerks Internationale Geschichte

Ort
Bonn
Veranstaltungsort
Gustav-Stresemann-Institut Langer Grabenweg 68 D-53175 Bonn - Bad Godesberg
Veranstalter
Prof. Dr. Dominik Geppert, Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Geschichtswissenschaften
Datum
21.03.2013 - 22.03.2013
Bewerbungsschluss
10.03.2013
Von
Dr. Andreas Rose

Was macht Geschichte international? Perspektiven internationaler Geschichte im deutschsprachigen Raum. Erster Workshop des Netzwerks Internationale Geschichte

Der Workshop hat zum Ziel, das seit Jahren anhaltend große Interesse an den internationalen Dimensionen historischer Prozesse zu reflektieren. Dabei sollen verschiedene Strömungen, Ansätze und Schwerpunkte epochenübergreifend zusammengebracht und über die Gründung eines Netzwerks zur Internationalen Geschichte diskutiert werden. Die Initiatoren laden dazu ein, an einem offenen Forum mitzuwirken, den innerfachlichen Austausch zu verbessern und einen institutionellen Rahmen zu schaffen. Das Netzwerk richtet sich nicht nur an Historikerinnen und Historiker, sondern auch an historisch arbeitenden Angehörigen anderer Fachrichtungen, die sich für Internationale Geschichte interessieren.

Die Gründung des Netzwerks soll am 21./22. März 2013 in Bonn stattfinden und ist mit einer Tagung zu Grundlinien international orientierter Geschichtsschreibung in der deutschsprachigen Forschung verbunden.

Die Initiatoren:
Prof. Dr. Julia Angster; Benjamin Behschnitt, M.A.; Marc Chaouali, M.A.; Dr. Thomas Freiberger; Prof. Dr. Dominik Geppert;
Prof. Dr. Jessica Gienow-Hecht, Tilmann Grabbe, M.A.;
PD Dr. Peter Hoeres, PD Dr. Friedrich Kießling;
Prof. Dr. Günther Kronenbitter; Prof. Dr. Ulrich Lappenküper,
Dr. Wenke Meteling, Dr. Marcus Payk; Dr. Andreas Rose;
Prof. Dr. Joachim Scholtyseck

Programm

Programm mit Zeitplan

Donnerstag, 21. März 2013
14.00 – 14.30 Uhr
Einführung
Dominik Geppert (Bonn), Joachim Scholtyseck (Bonn)
14.30 – 16.15 Uhr
1. Der Staat und andere Akteure
Reinhild Kreis (Augsburg): Zwischen Staat und Gesellschaft, Diplomatie und Lokalgeschichte: Auswärtige Kulturpolitik als transnationale Schnittstelle.
Emmanuel Droit (Rennes/Potsdam): Zur internationalen Geschichte der kommunistischen Sicherheitsorgane. Der Mehrwert der „Socio-Histoire“ und der „Histoire croisée“ für die Geschichte des Ostblocks.
Andreas Jüngling (Bonn): Gewerkschaftspolitik als alternative Außenpolitik. Die Beziehungen des Freien Deutschen Gewerkschaftsbunds und der Comisiones Obreras im franquistischen Spanien (1960-1975).
Moderation: Hermann Wentker (Berlin)

16.15 – 16.45 Uhr
Kaffeepause

16.45 – 18.45 Uhr
2. Wahrnehmungen, Perzeptionen, Bilder und Medien
Guido Braun (Bonn): Perzeptionen fremder Lebenswelten und politischer Strukturen als Aufgabe der Frühneuzeit-Forschung. Das Reich in der Wahrnehmung der römischen Kurie unter Urban VIII. (1623-1644).
Sönke Kunkel (Bremen): „Medien, Bilder, Emotionen: Neuansätze der Internationalen Geschichte am Beispiel des Vietnamkrieges, 1950er bis 1970er Jahre.
Peter Hoeres (Gießen): Antiamerikanismus!? Beobachtungsspiralen in der transatlantischen Öffentlichkeit der 1970er Jahre.
Jessica Gienow-Hecht, Carolin Fischer (Köln): Was ist und wozu braucht man „Nation Branding“? Versuch eines neuen Zugriffs auf Macht und Kultur in den internationalen Beziehungen am Beispiel der spanischen Diktatur.
Moderation: Philipp Gassert (Augsburg)
Abendbuffett
ab 20.00 Uhr
Plenum zur Diskussion über ein „Netzwerk Internationale Geschichte“

Freitag, 22. März 2013
9.00 – 10.45 Uhr
3. Die Formierung internationaler Räume und Identitäten
Volker Barth (Köln): Weltnachrichtenordnung: Strukturen und Bedingungen internationaler Kommunikation, 1859-1934.
Niels P. Petersson (Sheffield): Internationale, transnationale und globale Arbeitswelten.
Alexander Reinfeldt (Hamburg): Europäisierung und Sozialisation als Analysekonzepte in der Internationalen Geschichte.
Moderation: Julia Angster (Kassel)

10.45 – 11.15 Uhr
Kaffeepause

11.15 – 13.00 Uhr
4. Dimensionen der Globalisierung
Eva Bischoff (Trier): Zwischen humanitärer Mission und Siedlerimperialismus: Alltag und Mission australischer Quäker in der anglophonen Welt (1830-1870).
Barbara Haider-Wilson (Wien): Europa und Palästina 1799-1917: Beispielfall einer Internationalen Geschichte.
Stefan Hübner (Bremen): Transnationale Geschichte, Multiple Modernen und Mega Events.
Moderation: Guido Thiemeyer (Paris)

13.00 – 14.00 Uhr
Mittagspause

14.00 – 15.45 Uhr
5. International – national – transnational?
Anuschka Tischer (Würzburg): Was ist eine internationale Geschichte, die nicht international ist? Methodische Grundüberlegungen zur Erforschung internationaler Geschichte der Frühen Neuzeit.
Gregor Feindt (Augsburg): Auf der Suche nach der Nation. Politisches Denken zur Nation in den Oppositionsbewegungen Ostmitteleuropas 1976-1989.
Claudia Kemper (Hamburg): Internationalismus und Frieden im Kalten Krieg. Zivilgesellschaftliches Ideal oder Aktionsraum für Experten?
Moderation: Friedrich Kießling (Erlangen)
15.45 – 16.15 Uhr
6. Abschlussdiskussion

Kontakt

Institut für Geschichtswissenschaft
Abteilung für Geschichte der Neuzeit
Lehrstuhl Prof. Dr. Dominik Geppert
Konviktstraße 11
53113 Bonn

Anmeldung und weitere Informationen: igbonn@uni-bonn.de

Zitation
Was macht Geschichte international? Perspektiven internationaler Geschichte im deutschsprachigen Raum. Erster Workshop des Netzwerks Internationale Geschichte, 21.03.2013 – 22.03.2013 Bonn, in: H-Soz-Kult, 05.02.2013, <www.hsozkult.de/event/id/termine-21062>.
Redaktion
Veröffentlicht am
05.02.2013
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