Genossenschaftsgeschichte (1933-1945)

Ort
Hamburg
Veranstaltungsort
Warburg-Haus, Heilwigstr. 116, 20249 Hamburg
Veranstalter
Universität Hamburg, Historisches Seminar, Arbeitsstelle für Genossenschaftsgeschichte; Stiftung Genossenschaftliches Informationszentrum (GIZ); Heinrich Kaufmann Stiftung, Adolph von Elm Institut für Genossenschaftsgeschichte e.V.; Stiftung Genossenschaftliches Archiv; Historiker-Genossenschaft eG
Datum
01.11.2013 - 02.11.2013
Bewerbungsschluss
20.10.2013
Von
Dr. Holger Martens

80 Jahre nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten widmet sich die diesjährige Tagung zur Genossenschaftsgeschichte der NS-Zeit. Eine umfassende Untersuchung der Genossenschaftsbewegung in der Zeit von 1933 bis 1945 steht bis heute aus. Die bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass die verschiedenen Genossenschaftsrichtungen ganz unterschiedliche Erfahrungen mit dem NS-Regime gemacht haben. Die Betrachtung von einzelnen Genossenschaften und Genossenschaftszweigen sowie die Rolle der Genossenschaftsverbände stehen im Mittelpunkt der Tagung.

Anmeldung an:
Dr. Holger Martens, Historikergenossenschaft eG
Specksaalredder 54, 22397 Hamburg, Telefon 040-64504335
Email: h.martens@historikergenossenschaft.de
Teilnahmebeitrag: 20,- Euro, Studierende 10,- Euro

Programm

Freitag, 1.11.2013
12.45 h Registrierung der Teilnehmer
13.15 h Begrüßung durch die Veranstalter
13.30 h Dr. Holger Martens
Die Gleichschaltung der Genossenschaftsverbände
14.00 h Dr. Burchard Bösche
Einführung des Anschlusszwangs an die Genossenschaftsverbände mit der Genossenschaftsrechtsnovelle 1934
14.30 h Prof. Dr. Günther Ringle
Verfremdung der Genossenschaften im Nationalsozialismus - Gemeinnutzvorrang und Führerprinzip
15.00 h Kaffeepause
15.30 h Dr. Wolfgang Schulz
1935-1950: Krisenzeiten oder Anpassung - Beharren - Aufbruch: Beispiel Konsum in der Region-Hannover
16.00 h Bus zum Hamburg Museum
Führung durch das Museum mit Dr. Ortwin Pelc
19.30 h Abendessen
Jugendherberge Hamburg „Auf dem Stintfang“ Alfred-Wegener-Weg 4

Sonnabend, 2.11.2013
9.00 h Dr. Jan-Frederik Korf
„Nächte der Gewalt“ Analogien des aufkeimenden Faschismus am Beispiel der Konsumgenossenschaften
9.30 h Prof. Dr. Ulrich Bauche
Antisemitische Anfeindungen gegen die Konsumgenossenschaft „Produktion“ in den Wahlkämpfen zur Bürgerschaft 1927 und 1928
10.00 h Dr. Ulrich Kurzer
Nationalsozialismus und Konsumgenossenschaften. Gleichschaltung, Sanierung und Teilliquidation zwischen 1933 und 1936
10.15 h Prof. Dr. Wolfgang Werner
Die Raiffeisengenossenschaften während der nationalsozialistischen Ära in Österreich
11.45 h Kaffeepause
11.00 h Jan Wiedey
Österreichische Konsumgenossenschaften – Austrofa-schismus und Nationalsozialismus
11.30 h Dr. Hartmut Bickelmann
Ferdinand Vieth und seine Rolle im Nationalsozialismus bzw. beim Wiederaufbau nach der NS-Zeit
12.00 h Dieter Hoefer
Bedeutungsverlust der Genossenschaftsbanken im Dresdner Raum in der Zeit des Nationalsozialismus
12.30 h Dr. Peter Gleber
Andreas Hermes (1878-1964) – Ein Widerstandskämpfer in den Fußstapfen Raiffeisens
13.00 h Mittagessen
14.00 h Dr. Holmer Stahncke
Der Altonaer Spar- und Bauverein im Nationalsozialismus
14.30 h Lars Holstenkamp
Entwicklung von Elektrizitätsgenossenschaften in der NS-Zeit: Kontinuitäten und Brüche
15.00 h Uwe Scheibner
Wiederherstellung der Konsumgenossenschaften in der sowjetischen Besatzungszone
15.30 h Abschlussdiskussion
16.00 h Ende der Tagung

Kontakt

Dr. Holger Martens
Universität Hamburg Allende-Platz 1 20146 Hamburg
040 42838-4177

holger.martens@uni-hamburg.de

Zitation
Genossenschaftsgeschichte (1933-1945), 01.11.2013 – 02.11.2013 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 08.09.2013, <www.hsozkult.de/event/id/termine-22671>.