Neue Methoden der spätmittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte

Ort
Frankfurt am Main
Veranstaltungsort
Universität Frankfurt, Campus Westend, PEG, 1.G 147
Veranstalter
Arbeitskreis spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte
Datum
15.11.2013 - 16.11.2013
Von
Bruch, Julia

Gab es einen homo oeconomicus im Mittelalter? Kann man das mittelalterliche BIP errechnen? Und wozu sollte man das überhaupt tun? Was sagt uns der wirtschaftliche Einbruch im 14. und 15. Jahrhunderts über die Entstehungsgründe und Folgen von Wirtschaftskrisen? Welche Rolle spielen Institutionen für wirtschaftliche Prosperität, und kann man das verstehen, ohne ihre kulturelle Einbettung zu beachten?
Einem gesteigerten Bewusstsein für die Wichtigkeit wirtschaftlicher Zusammenhänge zur Analyse von Gesellschaften und gesellschaftlichem Wandel steht bisher kein adäquates methodisches Instrumentarium zur Seite.
Wir diskutieren verschiedene Möglichkeiten, Wirtschaftsgeschichte für das Spätmittelalter zu betreiben: Die Forschung arbeitet mit wirtschaftswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und kulturhistorischen Methoden und Modellen, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu erklären. Vertreter_innen dieser verschiedenen Ansätze kommen in Frankfurt zusammen, um über ihr methodisches Vorgehen zu reflektieren, sich von alternativen Herangehensweisen inspirieren zu lassen und vielleicht sogar zu einer Synthese verschiedener Methode und Ansätze zu gelangen.

Gäste sind herzlich willkommen. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter arbeitskreis@wirtschaftsgeschichte.org.

Programm

Freitag, 15. November 2013

13:30-13:45 Begrüßung

1. Block: Expansion (Ulla Kypta/ Frankfurt am Main)

13:45-14:30
Ulf Christian Ewert (Hamburg/Münster): Neue Märkte an neu entdeckten Küsten: Markterschließung und -entwicklung in der Expansion Portugals im 15. Jahrhundert

14:30-15:15
Per Gunnar Sidén (Stockholm): Demographic data quality in late medieval economic modelling

15:30-16:00 Kaffeepause

2. Block: Märkte (Julia Bruch/ Köln)

16:00-16:45
Angela Ling Huang (Kopenhagen): Textilhandel im hansischen Handelsnetzwerk: Der Nutzen wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Modelle bei der Erforschung überregionalen Konsumgüteraustauschs im Spätmittelalter

16:45-17:30
Christof Jeggle (Bamberg): Sozialwissenschaftliche Analysen historischer Märkte: Akteure und Produktionsqualitäten

17:30-17:45 Kaffeepause

17:45-18:30
Dominik Kaufner (Regensburg): Kloster, Stadt und Umland. Die Abtei St. Emmeram in Regensburg (975-1326)

Samstag, 16. November 2013

3. Block: Akteure (Tanja Skambraks/ Mannheim)

9:30-10:15
Anna Paulina Orlowska (Kiel): Ein Kaufmannsbuch als wirtschaftshistorische Quelle am Beispiel des Buches von Johan Pyre

10:15-11:00
Stephan Köhler (Wien): Die Entstehung des Fernhandels zwischen dem westlichen Mittelmeerraum und Syrien – Handelsdokumente neu gelesen

11:00-11:30 Kaffeepause

11:30-12:15
Heinrich Lang (Bamberg): Wirtschaften als kulturelle Praxis. Die Konstituierung von Märkten in den Netzwerken süddeutscher und florentinischer Handelsgesellschaften am Beispiel der Welser und der Salviati (1496-1562)

12:15-13:30 Mittagspause

13:30-15:00 Podiumsdiskussion: Methodenvielfalt. Ausweg oder Sackgasse?

Stuart Jenks (Erlangen-Nürnberg), Michael Rothmann (Hannover), Simon Teuscher (Zürich), Moderation: Annette Kehnel (Mannheim)

Kontakt

Julia Bruch

Universität zu Köln Historisches Institut Mittelalterliche Geschichte Albertus-Magnus-Platz D-50923

02214703811

julia.bruch@wirtschaftsgeschichte.org

Zitation
Neue Methoden der spätmittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte, 15.11.2013 – 16.11.2013 Frankfurt am Main, in: H-Soz-Kult, 06.10.2013, <www.hsozkult.de/event/id/termine-23054>.
Redaktion
Veröffentlicht am
06.10.2013
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