Adel in Sachsen und Böhmen. Aspekte einer Beziehungsgeschichte in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Ort
Dresden
Veranstaltungsort
Hauptstaatsarchiv Dresden, Archivstr. 14, 01097 Dresden
Veranstalter
Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V.; in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsarchiv - Hauptstaatsarchiv Dresden
Datum
28.11.2013 - 29.11.2013
Bewerbungsschluss
18.11.2013
Von
Martin Arnold

Der niedere Adel als bedeutende Teilgruppe der europäischen Ständegesellschaft hat in den vergangenen Jahren wieder verstärkt Beachtung der Forschung gefunden. In den meisten Fällen lag der wissenschaftliche Fokus dabei auf einzelnen Adelslandschaften. Diese wurden als nach außen abgeschlossenes und regional begrenztes bzw. auf den jeweiligen Landesfürsten bezogenes System betrachtet. Eine solche Sichtweise ignoriert jedoch, dass auch niederadlige Akteure regelmäßig territoriale und konfessionelle Grenzen überschritten und für sich nutzten. Der Workshop vollzieht hier einen Perspektivwechsel, indem er sich in Vorträgen tschechischer und deutscher Spezialisten den Motiven und Folgen grenzüberschreitender adliger Kommunikation annähert. Themen wie rechtliche Norm, politische und konfessionelle Rahmenbedingungen, soziale Netzwerke, regionale bzw. territoriale Identitäten und Kulturtransfer werden dabei im Mittelpunkt stehen.

Programm

28. November 2013

Grußworte und Einführung

14:30 Uhr Peter Wiegand
Stellvertretender Leiter des Hauptstaatsarchivs Dresden

Martina Schattkowsky
Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V.
Leiterin Bereich Geschichte

14:45 Uhr Martin Arnold
Einführung

Beziehungsgeschichte

15:00 Uhr Petr Mat´a (Wien)
Grenzbarone, Doppelvasallen, föderale Aristokratie. Der grenzüberschreitende Adel im frühmodernen Zentraleuropa

15:45 Uhr Tomáš Knoz (Brno)
Die Integration des ‚fremden Adels‘ in die mährische Adelslandschaft in der Frühen Neuzeit. Rechtliche Norm und symbolische Form

16:30 Uhr Kaffeepause

17:00 Uhr Uwe Tresp (Potsdam)
Auf der Suche nach Chancen, Sicherheit und Orientierung. Wege des Adels zwischen Meißen/Sachsen und Böhmen vom 14. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts

17: 45 Uhr Martin Arnold (Dresden)
Niederer Adel ohne Nation? Identitäten ehemals sächsischer Familien in Nordwestböhmen im 16. Jahrhundert

19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen

29. November 2013

Adelsfamilien zwischen Grenzüberschreitung und territorialer Bindung

9:00 Uhr Lenka Bobková (Praha)
Die Familie von Salhausen in Nordböhmen im 16. und 17. Jahrhundert

9:45 Uhr Milan Svoboda (Liberec)
Sichtbare und vergessene Spuren Sachsens in Nordböhmen. Politische, kulturelle und persönliche Beziehungen am Beispiel der Freiherren von Redern im 16. und 17. Jahrhundert

10:30 Uhr Kaffeepause

11:00 Uhr Matthias Donath (Dresden)
Besitzstrategien der Adelsfamilien von Schönberg und von Watzdorf in Sachsen und Böhmen

12:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen

Kulturtransfer

13:30 Uhr Petr Hlaváček (Praha)
Die Familie von Lobkowicz als Vermittler der kulturellen Wechselwirkungen im böhmisch-sächsischen Grenzraum um 1500

14:15 Uhr Tana Nejezchlebová (Ústí nad Labem)
Die sächsische Renaissance in Böhmen. Zur Rolle des Adels als Träger von Kulturtransfer

*

15:00 Uhr Resümee und Abschluss

*

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.
Um Anmeldung auf
http://www.isgv.de/adelstagung
wird gebeten.

Kontakt

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V.

Martin Arnold
Zellescher Weg 17
01069 Dresden

martin.arnold@tu-dresden.de

Zitation
Adel in Sachsen und Böhmen. Aspekte einer Beziehungsgeschichte in Spätmittelalter und Früher Neuzeit, 28.11.2013 – 29.11.2013 Dresden, in: H-Soz-Kult, 25.10.2013, <www.hsozkult.de/event/id/termine-23262>.
Redaktion
Veröffentlicht am
25.10.2013
Beiträger