Die Nachgeschichte des Holocausts in Ost- und Mitteleuropa

Ort
Frankfurt/Main
Veranstaltungsort
Fritz-Bauer-Institut
Veranstalter
Fritz-Bauer-Institut Universität Frankfurt/Main Prof. Dr. Karol Sauerland
Datum
25.06.2004 - 26.06.2004
Von
Karol Sauerland

Schon während der „Endlösung“ wurde in osteuropäischen Untergrund- und Exilpublikationen eine Diskussion darüber geführt, wie man sich der Verfolgung und Ermordung der Juden gegenüber verhalten habe und was man tun müsse. Gleich nach dem Holocaust wurde u.a. die Opfer-Täter-Problematik debattiert, dabei auch die Frage der Mittäterschaft der Opfer. Zugleich kam es zu einem förmlichen Wettstreit, welche Bevölkerungsgruppe die größeren Opfer zu tragen hatte (bis heute im Streit um Auschwitz als symbolischen Ort der Judenvernichtung oder des Leids von Polen sichtbar). Die „Endlösung“ drohte in der riesigen Zahl von Verbrechen unterzugehen. In den „sozialistischen Ländern“ wurde der Mord an den Juden erst relativ spät thematisiert und wenn, dann zumeist im Kontext des sozialistischen Geschichtsverständnisses. Im Polen der endsechziger Jahre wurde sogar die Unterscheidung von Konzentrationslagern und Vernichtungslagern bestritten.

Die Konferenz setzt sich zur Aufgabe, die Art und Weise, wie der Holocaust in den ehemaligen sozialistischen Ländern unterschiedlich wahrgenommen und reflektiert wurde, nachzuzeichnen.

Kontakt

Karol Sauerland
Fritz-Bauer-Institut

sauerland@uw.edu.pl

Zitation
Die Nachgeschichte des Holocausts in Ost- und Mitteleuropa, 25.06.2004 – 26.06.2004 Frankfurt/Main, in: H-Soz-Kult, 10.02.2004, <www.hsozkult.de/event/id/termine-2447>.
Redaktion
Veröffentlicht am
10.02.2004
Klassifikation
Epoche(n)
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Sprache Beitrag
Land Veranstaltung