Das Naturrechtsdenken des Francisco Suárez

Ort
München
Veranstaltungsort
Aula der Hochschule für Philosophie SJ, Kaulbachstraße 31a, 80539 München
Veranstalter
Prof. Dr. Norbert Brieskorn SJ (Hochschule für Philosophie SJ, München); PD Dr. Gideon Stiening (Universität zu Köln); Dr. des. Oliver Bach (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Datum
05.09.2014 - 06.09.2014
Von
Oliver Bach

Die Erforschung des frühneuzeitlichen Naturrechts gehört zu den innovativsten Feldern der ideen-, wissenschafts- und philosophiegeschichtlichen Forschung der letzten Jahrzehnte. Selbst vor dem Hintergrund der erheblichen Unterschiede in der Begründung der Geltung von säkularen und doch überpositiven Rechten ist dabei erkennbar geworden, dass das Naturrecht in der zunehmend weltlichen Neuzeit Grundlagenfunktionen einnimmt, die weit über die Fragen politischer Theorie hinausgehen. Im Rahmen dieser innovativen Erforschung frühneuzeitlichen Naturrechts bleiben die elaborierten Positionen Francisco Suárez’ zumeist ausgespart. Daran soll die Tagung erste grundlegende Änderungen im Hinblick auf die Stellung des suarézischen Naturrechts im Tableau frühneuzeitlicher Naturrechtslehren erwirken.

Programm

FREITAG, 05. 09. 2014

09.00 – 09.30
Norbert Brieskorn, Gideon Stiening, Holger Epp: Begrüßung, Eröffnung und Vorstellung der jüngst erschienenen, zweisprachigen Edition von ›De legibus ac Deo legislatore. Liber tertius‹ (PPR I,6–7) im frommann-holzboog Verlag

I. Naturrecht zwischen Theologie und Metaphysik
Diskussionsleitung: Norbert Brieskorn
09.30 – 10.30
Merio Scattola: Zum Verhältnis von lex aeterna und lex naturalis

10.30 – 11.00
Kaffeepause

11.00 – 12.00
Gideon Stiening: Urheber und/oder Gesetzgeber. Zur Funktion der Gottesinstanz im Naturrecht

12.00 – 13.00
Stefan Schweighöfer: Proxima regula bonitatis: das Gewissen und das natürliche Gesetz

13.00 – 14.00
Mittagspause

II. Naturrecht und Ethik
Diskussionsleitung: Tilman Repgen
14.00– 15.00
Thomas Pink: Law and liberty in Suárez

15.00 – 16.00
Markus Kremer: Zur Komplementarität von Naturrecht und Tugendlehre

16.00 – 16.30
Kaffeepause

16.30 – 17.30
Frank Grunert: Die obligatio in conscientia im Naturrecht von Francisco Suárez (II.9)

III. Historische und systematische Einheit des Naturrechts
Diskussionsleitung: Gideon Stiening
17.30 – 18.30
Dominik Recknagel: ‚ius naturale praeceptivum‘ und ‚ius naturale dominativum‘. Die Unveränderlichkeit des Naturrechts bei Francisco Suárez (II,13-14)

20.00
Abendvortrag:
Kurt Seelmann: Zur historischen Wandelbarkeit des Naturrechts

SAMSTAG, 06. 09. 2014

09.00 – 10.00
Robert Schnepf: Zur Einheit des Naturrecht (II,8)

IV. Möglichkeiten und Grenzen des suárezischen Naturrechts
Diskussionsleitung: Matthias Lutz-Bachmann
10.00 – 11.00
Holger Glinka: Suárez’ Naturrecht zwischen Säkularisierung und Re-Theologisierung (II, 11)

11.00 – 11.30
Kaffeepause

11.30 – 12.30
Dieter Hüning: Taugt die lex naturalis zur Begründung möglicher Zwangsbefugnisse?

12.30 – 13.30
Oliver Bach: „Ergo non est verisimile, reliquisse Deum homines sine hoc remedio“? Francisco Suárez über die Dispens und ein universales Naturrecht. (II,15)

Kontakt

Oliver Bach

Institut für Deutsche Philologie, Schellingstraße 3, 80799 München

Oliver.Leopold.Bach@campus.lmu.de

Zitation
Das Naturrechtsdenken des Francisco Suárez, 05.09.2014 – 06.09.2014 München, in: H-Soz-Kult, 01.08.2014, <www.hsozkult.de/event/id/termine-25557>.