Augenzeugen, Übersetzer, Zeitzeugen: Deutsche Auslandskorrespondenten von den 1970er Jahren bis heute

Ort
Hannover
Veranstaltungsort
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen
Veranstalter
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte
Datum
05.11.2014 - 18.03.2015
Von
Wiehl, Stefanie

Auslandskorrespondenten sind für die Gesellschaft unerlässliche Deutungsinstanzen des Geschehens jenseits der Landesgrenzen. Ob in China, Afrika oder im Nahen Osten: „Unser Mann“ oder „unsere Frau vor Ort“ selektiert, ordnet, interpretiert und übersetzt täglich das Weltgeschehen und versucht, es für das heimische Publikum verständlich zu machen. Für die Gesellschaften, aus denen sie berichten, sind Korrespondenten wiederum ein wichtiger Schlüssel zur Ressource internationaler Öffentlichkeit.

Die Diskussionsreihe des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte wirft einen Blick hinter die Kulissen der Auslandsberichterstattung. Korrespondentinnen und Korrespondenten verschiedener Medien und Generationen reflektieren über die Praxis des grenzüberschreitenden Journalismus vor dem Hintergrund des politischen und medialen Wandels der letzten Jahrzehnte.

Auftaktveranstaltung: »Naher Osten«

Podiumsdiskussion mit:
Thomas Aders, ARD-Korrespondent, Kairo
Ulrich Kienzle, ehem. Nahost-Korrespondent der ARD
Prof. Dr. Ulrike Freitag, Direktorin, Zentrum Moderner Orient Berlin

Moderation: Prof. Dr. Johannes Paulmann, IEG Mainz

Berichterstattung aus dem Nahen Osten heißt seit Jahrzehnten, über eine Krisenregion zu informieren. In der Außenwahrnehmung scheint die Region vor allem aus autokratischen Regimen, politischem Islam und dem von Krieg und Terror geprägten Dauerkonflikt zwischen Israel und Palästina zu bestehen. Unser Wissen über den Nahen Osten speist sich dabei vielfach aus den Meldungen, Reportagen und Sachbüchern von Auslandskorrespondenten, die für Zeitungen, Radio- und Fernsehsender arbeiten. Wer waren und sind die Korrespondenten? Wie berichten sie über den Nahen Osten? Wie hat sich die Berichterstattung in den letzten Jahrzehnten gewandelt und welche Rolle spielte dabei die historisch belastete Beziehung der Bundesrepublik zu Israel? Und: Inwiefern sind Korrespondenten nicht nur Beobachter, sondern auch Akteure der deutschen Nahostpolitik der letzten Jahrzehnte?

Programm

Mittwoch, 05. November 2014, 19:00 UHr
»Naher Osten«
Schloss Herrenhausen, Hannover

Mittwoch, 26. November 2014, 19:00 Uhr
»China«
Schloss Herrenhausen, Hannover

Mittwoch, 14. Januar 2015, 19:00 Uhr
»Afrika«
Schloss Herrenhausen, Hannover

Mittwoch, 11. Februar 2015, 19:00 Uhr
»Ost und West im Kalten Krieg«
Gutenberg-Museum Mainz

Mittwoch, 25. Februar 2015, 19:00 Uhr
»Inland, Ausland, Ost und West: Berichten über Europa«
Kleiner Sendesaal, WDR Köln

Mittwoch, 18. März 2015, 19:00 Uhr
»Krisen und Kriege«
Gutenberg-Museum Mainz

Die einzelnen Gesprächsabende werden von Bernhard Gißibl (IEG Mainz) und Johannes Paulmann (IEG Mainz) moderiert.
Die Diskussionsreihe wird gefördert von der VolkswagenStiftung, der Robert Bosch-Stiftung und der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland Pfalz.

In Medienpartnerschaft mit L.I.S.A. - Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung.

Kontakt

Leibniz-Institut für Europäische Geschichte
Bernhard Gißibl
Alte Universitätsstr. 19, 55116 Mainz
+ 0049 (0) 6131 3939361
+ 0049 (0) 6131 3930154
gissibl@ieg-mainz.de

Zitation
Augenzeugen, Übersetzer, Zeitzeugen: Deutsche Auslandskorrespondenten von den 1970er Jahren bis heute, 05.11.2014 – 18.03.2015 Hannover, in: H-Soz-Kult, 24.10.2014, <www.hsozkult.de/event/id/termine-26293>.
Redaktion
Veröffentlicht am
24.10.2014
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