450 Jahre Staatskapelle Berlin – eine Bestandsaufnahme / Die Entwicklung der Hofmusik von der kurfürstlichen Kapelle von Brandenburg zum Hoforchester des ersten Königs in Preußen

Ort
Berlin
Veranstalter
Staatsoper im Schiller Theater
Datum
16.10.2015 - 18.10.2015
Bewerbungsschluss
28.02.2015
Von
Lena van der Hoven

Die Staatskapelle Berlin feiert im Jahr 2020 ihr 450jähriges Bestehen und ist damit eines der ältesten Orchester der Welt. Im Vorfeld des Jubiläums veranstaltet die Staatsoper im Schiller Theater eine jährlich stattfindende Symposiums-Reihe, die sich der Geschichte der Staatskapelle Berlin und ihrer internationalen Bedeutung widmet. Das Symposium möchte sich dabei nicht allein der Staatskapelle als Institution zuwenden. Vielmehr soll auch ihre Verankerung im und ihre Interaktion mit dem Berliner Musikleben in den Blick genommen und mit anderen Orchestern in europäischen Metropolen verglichen werden.

Das erste Symposium im Oktober 2015 macht sich auf die Spurensuche nach der Entwicklung der Kapelle von ihrem Stiftungsdatum 1570 unter Kurfürst Joachim II. von Brandenburg (1505-1571) bis 1713 zum Regierungsantritt König Friedrich Wilhelms I. in Preußen (1688-1740). Björn Priebe charakterisierte die Umstrukturierung der preußischen Hofkapelle unter König Friedrich I. in Preußen (1657-1713) als einen „Wendepunkt in der brandenburg-preußischen Musikgeschichte“ – der Forschungsstand zur Kapelle bis zu diesem Zeitpunkt ist jedoch defizitär und basiert in hohem Maße auf Curt Sachs Monographie Musik und Oper am kurbrandenburgischen Hof von 1910.

Aus diesem Grunde sollen elementare Fragen zur Hofmusik am brandenburg-preußischen Hof neu gestellt werden. Wir laden besonders zu Vorträgen ein, die sich folgenden Aspekten widmen:

- Musikalische Vorbilder für den Aufbau der Kapelle am kurbrandenburgischen Hof bzw. das Orchester vom königlich preußischen Hof?
- Kapellaufgaben am kurbrandenburgischen und am königlich preußischen Hof
- Wirkung der Kapelle am Hof und Interaktionen mit der Stadt Berlin
- Fokus auf einzelne Sänger, Instrumentalisten, Sängerchöre, Komponisten oder Werke (z.B. Johannes Wesalius, Elias Göttling, Johan de Vaulx, Johann Eccard, William Brade, Jean-Baptsiste Volumier, Reinhard Stricker)
- Bedeutung des englischen Instrumentalspiels für die Kapelle im 17. Jahrhundert
- Vergrößerung der Kapelle unter Kurfürst Johann Sigismund
- der Große Kurfürst und persönlicher Einsatz für die Musik
- Einflüsse des Musikernetzwerkes von Königin Sophie Charlotte in Preußen auf das preußische Hoforchester und die Repertoirebildung
- Repertoire am brandenburgisch-preußischen Hof im Vergleich zu anderen deutschen und/oder europäischen Höfen

Wir bitten um Abstracts (max. 2000 Zeichen) für einen 20minütigen Beitrag im thematischen Rahmen des Symposiums und die Angabe der benötigten technischen Voraussetzungen für den Vortrag sowie eine Kurzvita (max. 500 Zeichen) inklusive Kontaktdaten bis 28. Februar 2015 per E-Mail an die folgende Adresse: Hoven@staatsoper-berlin.de. Gleichermaßen willkommen sind Beiträge aus den Geistes- und Sozialwissenschaften (Geschichts-, Musik-, Theater- und Kulturwissenschaft, Soziologie). NachwuchswissenschaftlerInnen fordern wir nachdrücklich zu einer Bewerbung auf. Die ausgewählten Referenten werden bis zum 1. Mai 2015 benachrichtigt und das Konferenzprogramm unter <http://www.staatskapelle-berlin.de> online veröffentlicht.

Kontakt

Lena van der Hoven

Bismarckstraße 110, 10625 Berlin

Hoven@staatsoper-berlin.de

Zitation
450 Jahre Staatskapelle Berlin – eine Bestandsaufnahme / Die Entwicklung der Hofmusik von der kurfürstlichen Kapelle von Brandenburg zum Hoforchester des ersten Königs in Preußen, 16.10.2015 – 18.10.2015 Berlin, in: H-Soz-Kult, 08.01.2015, <www.hsozkult.de/event/id/termine-26758>.