Das Bundesverfassungsgericht und die Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik – Zur Geschichte der Karlsruher Republik

Ort
Berlin
Veranstaltungsort
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin, Raum A300
Veranstalter
Humboldt-Universität zu Berlin / Center for Global Constitutionalism am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Datum
07.04.2016 - 08.04.2016
Bewerbungsschluss
31.03.2016
Von
Meinel, Florian

Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist eine bedeutende Quelle der Rechts- und Verfassungsgeschichte, aber auch der politischen sowie der Sozial- und Ideengeschichte der Bundesrepublik. Denn die hochgradige Verrechtlichung politischer Konflikte gehört zur politischen Kultur der Bundesrepublik; alle grundlegenden politischen und sozialen Fragen werden (auch) als Verfassungsfragen diskutiert und deswegen in der Regel über kurz oder lang zum Gegenstand verfassungsgerichtlicher Entscheidungen. Daran gemessen spielt das Bundesverfassungsgericht in der zeitgeschichtlichen Forschung zur Bundesrepublik bislang keine große Rolle. Die Tagung ist deshalb den Problemen, Fragestellungen und Perspektiven der Geschichte der Verfassungsgerichtsbarkeit in der Bundesrepublik gewidmet.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um verbindliche Anmeldung unter <julia.hammer@rewi.hu-berlin.de> wird gebeten.

Programm

Donnerstag, 7. April 2016

10 Uhr
Begrüßung durch die Veranstalter

Grußwort
Mattias Kumm, WZB

Einleitung: Stand und Probleme einer Geschichte des Bundesverfassungsgerichts
Florian Meinel, Berlin

Panel 1:
Erkenntnisinteressen und Leitfragen: Was nützt eine Historisierung des Bundesverfassungsgerichts?

10:30 Uhr
Die Perspektive des Verfassungsrechts
Rainer Wahl, Freiburg

Die Perspektive der Verfassungsvergleichung
Oliver Lepsius, Bayreuth / Konstanz

12:30 Uhr
Mittagspause

14 Uhr
Die Perspektive der Rechtsgeschichte
Jan Thiessen, Tübingen

Die Perspektive der Zeitgeschichte
Ulrich Herbert, Freiburg

16 Uhr
Kaffeepause

Panel 2: Zugänge

16:30 Uhr
Die Akten des Bundesverfassungsgerichts im Bundesarchiv: Bestand und Erschließung
Michael Hollmann, Koblenz

Richterpersonal und zeitgeschichtliche Ideenströmungen
Anselm Doering-Manteuffel, Tübingen

18:30 Uhr
Kommentar und Zusammenfassung des ersten Tages
Michael Stolleis, Frankfurt

Freitag, 8. April 2016

9 Uhr
Grenzen der Erfolgsgeschichtsschreibung
Christoph Möllers, Berlin

10 Uhr
Kaffeepause

Panel 3:
Frühe Weichenstellungen und ihre langfristigen Fortwirkungen

10:30 Uhr
Weichenstellungen bei der Herausbildung des verfassungsgerichtlichen Verfahrens zwischen Gesetzgebung und Selbstorganisation
Christoph Goos, Bonn

Phasen der politischen Kritik am Gericht
Justin Collings, Utah

12:30 Uhr
Mittagspause

Panel 4:
Entwicklungslinien der Rechtsprechung auf einzelnen Themenfeldern: Reaktionen des Gerichts auf politisch-sozialen Wandel und Wandlungsimpulse der Rechtsprechung

14 Uhr
Verfassungsbegriff und Legitimation der Verfassungsgerichtsbarkeit in der frühen Rechtsprechung
Michaela Hailbronner, Pretoria

Weichenstellung und Vergangenheitsbewältigung im öffentlichen Dienst: Das Urteil zum G 131
Matthias Roßbach, Berlin

Konfessionelle Fragen bis zum Ende der sechziger Jahre
Hans Michael Heinig, Göttingen

Kommentar
Matthias Jestaedt, Freiburg

17 Uhr Kaffeepause

17:30 Uhr

Vorläufige Schlussfolgerungen: Geschichtlichkeit von Verfassungs-rechtsprechung als Problem des Bundesverfassungsgerichts und der Staatsrechtswissenschaft
Christoph Schönberger, Konstanz

19 Uhr Ende der Tagung

Kontakt

Dr. Florian Meinel
Humboldt-Universität zu Berlin
Juristische Fakultät
Unter den Linden 6
10099 Berlin
florian.meinel * rewi.hu-berlin.de

Zitation
Das Bundesverfassungsgericht und die Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik – Zur Geschichte der Karlsruher Republik, 07.04.2016 – 08.04.2016 Berlin, in: H-Soz-Kult, 27.01.2016, <www.hsozkult.de/event/id/termine-29999>.
Redaktion
Veröffentlicht am
27.01.2016
Beiträger
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Land Veranstaltung