SET 15. Werkstattgespräch zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR | H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften

15. Werkstattgespräch zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR

Ort
Erkner bei Berlin
Veranstaltungsort
Flakenstraße 29–31 15537 Erkner, Konferenzraum
Veranstalter
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Historische Forschungsstelle, Prof. Dr. Christoph Bernhardt, Dr. Harald Engler, Prof. Dr. Hans-Georg Lippert (TU Dresden), Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier (Bauhaus-Universität Weimar)
Datum
18.01.2018 - 19.01.2018
Bewerbungsschluss
10.01.2018
Von
Harald Engler, IRS Erkner

Die Werkstattgespräche zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR am IRS sind seit mehr als 20 Jahren ein Forum zur Diskussion neuer Forschungsergebnisse zwischen jüngeren und etablierten Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen sowie Zeitzeugen. Im Mittelpunkt der 15. Konferenz der Reihe stehen erneut internationale Perspektiven. Die Themenpalette umfasst Architekturexporte der DDR in das östliche wie westliche Ausland, so unter anderem nach Bulgarien und Nordkorea. Ein zweiter großer Themenblock beschäftigt sich mit Fragen der medialen Rezeption von Architektur und Städtebau der DDR. Hier geht es um Printmedien der DDR, der BRD und Frankreichs, die westdeutsche Architekturzeitschrift „Baumeister“ sowie die Darstellung des DDR- Baugeschehens in Fernseh- und Kinofilmen der DEFA. Ein drittes umfangreiches Themenfeld widmet sich dem Verkehrssektor, von der Baugeschichte des Flughafens Schönefelds über die „autogerechte Stadt“ in Ost und West bis zu den Verkehrsplanungen für Berlin vor und nach der Wende. Ebenfalls genauer in den Blick genommen werden verschiedenen Bautypen wie z.B. die Typenprojektierung und Versuchsbauten an der Ingenieurhochschule Cottbus, der Schwimmbadbau sowie das Gebäude der Hauptpost in Leipzig.

Biografische Zugriffe gehören zum traditionellen Themenfeld der Werkstattgespräche und werden mit einer Würdigung der Rolle des Ingenieurs Ulrich Müther im Bauwesen der DDR, dem Städtebautheoretiker Wolfgang Rauda sowie dem freischaffenden Architekten Fritz Angermann ausgeleuchtet. Äußere und innere Architekturgestaltungen wie Kunst am Bau oder die Innenarchitektur von Gaststätten sowie stadtplanerische Fragen der fünfziger Jahre am Beispiel von Aufbaustädten und der Denkmalpflege runden das Themenpanorama des 15. Werkstattgesprächs ab. Dieses Werkstattgespräch wird in Kooperation mit der TU Dresden, Professur für Baugeschichte (Prof. Dr. Hans-Georg Lippert) sowie der Bauhaus-Universität Weimar, Professur Denkmalpflege und Baugeschichte (Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier) durchgeführt.

Im Rahmen der Konferenz wird am 18. Januar um 18.30 Uhr eine Ausstellung mit Werken des bekannten Rostocker Architekten und Malers Peter Baumbach mit dem Titel „Fläche, Körper, Raum – unterwegs“ eröffnet. Der Empfang zur Ausstellungseröffnung findet im Pavillon der Historischen Forschungsstelle des IRS statt.

Anmeldung bis zum 10. Januar 2018 unter:

http://www.irs-net.de/aktuelles/veranstaltungen

Tagungsbeitrag inkl. Mittagsimbiss
25,00 Euro, erm. 12,00 Euro

Bitte überweisen Sie an:
IRS
Sparkasse Oder-Spree
IBAN: DE61 1705 5050 3804 9286 67
BIC: WELADED1LOS
Stichwort: „15. Werkstattgespräch“ (und Nachname)

Programm

Donnerstag, 18. Januar 2018

9:30 Begrüßung
Christoph Bernhardt (IRS Erkner)
Hans-Georg Lippert (TU Dresden)
Hans-Rudolf Meier (Bauhaus-Universität Weimar)

10:00 Biografische Zugänge und Netzwerke

Komplexe Kooperationen. Zur Rolle Ulrich Müthers im Bauwesen der DDR
Mathias Ludwig/Andreas Schätzke (Wismar)

Wolfgang Rauda. Städtebautheoretiker zwischen den Systemen
Stefanie Müller (Darmstadt)

Fritz Angermann. Freischaffender Architekt in der DDR 1956–1990
Kirsten Angermann (Berlin/Dessau)

11:00 Diskussion und Kaffeepause

12:00 Architekturgestaltungen

Fritz Eisels Mosaik „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ am Rechenzentrum in Potsdam
Susanne König (Potsdam)

Das Auge isst mit. Die Gaststätten der DDR als gestaltete Erlebnisräume
Daniela Spiegel (Weimar)

12:40 Diskussion

13:15 Mittagsimbiss

14:30 Stadtplanung

Leitbilder. Vorgaben. Aufgaben. Die „Konsultanten“ der Deutschen Bauakademie und ihre Rolle in den „Aufbaustädten“ Dresden, Leipzig, Magdeburg und Rostock
Christian Klusemann (Marburg)

Denkmalpflege in der Konstituierungsphase der DDR. Beiräte und Fachkommissionen zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Franziska Klemstein (Berlin)

15:10 Diskussion und Kaffeepause

16:00 Verkehrsplanung

Visionäre Pläne, sparsame Umsetzung – Zur Baugeschichte des Flughafens Berlin-Schönefeld
Dina Dorothea Falbe (Groningen/NL)

„Entflechtung“ und „Hierarchisierung“ in der „autogerechten Stadt“ in Ost und West
Carla Aßmann (Erkner)

Gesamt-Berliner Planungen vor und nach 1989
Manfred Zache (Berlin)

17:00 Diskussion

18:30 Ausstellungs-Vernissage
Peter Baumbach (Rostock): „Fläche, Körper, Raum – unterwegs“

Ab 20:00 Geselliger Abend

Freitag, 19. Januar 2018

09:30 Mediale Rezeption von Architektur und Städtebau der DDR

Printmedien der DDR, der BRD und Frankreichs. Bericht aus laufender Forschung
Kerstin Zaschke (TU Dresden)

Zwischen Faszination und Unverständnis. Die BRD-Architekturzeitschrift „Baumeister“ in den 1950er Jahren
Hans-Georg Lippert (Dresden)

Kein "Schade, daß Beton nicht brennt." Schlaglichter auf die Darstellung des zeitgenössischen Baugeschehens in den Fernseh- und Kino-Filmen der DEFA
Tanja Scheffler (Dresden)

10:30 Diskussion und Kaffeepause

11:30 Bautypen

Gebautes Laboratorium – Typenprojektierung und Versuchsbauten an der Ingenieurhochschule Cottbus
Elke Richter/Alexandra Druzynski v. Boetticher (Cottbus/Senftenberg)

Sport, Erholung, Kultur: Die Entwicklung der Bauaufgabe Schwimmbad in der DDR
Matthias Oloew (Berlin)

Das Leipziger Hauptpostgebäude – Zu Stellenwert und technologischer Bedeutung von Sonderbauten zu Beginn des industriellen Bauens in der DDR
Diana Rössler (Leipzig)

12:30 Diskussion

13:15 Mittagsimbiss

14:30 Transnationale Perspektiven

Architekturprojekte der DDR im Ausland. Bauten, Akteure und kulturelle Transfer-prozesse
Monika Motylinska (Erkner)

Bauhäusler in Nordkorea – Städtebauexport der DDR an einem Wendepunkt zwischen 1955-60. Ein Beitrag zur Bauhaus-Rezeption und zum Städtebau-Export der DDR
Harald Kegler (Kassel)

Die “Früchte der Kooperation”? Bulgarische und Ostdeutsche Pläne zum Neuaufbau einer syrischen Zementindustrie
Max Trecker (München/Berlin)

15:30 Diskussion und Schlussdebatte

16:30 Ende der Tagung

Kontakt

Harald Engler

Flakenstraße 29-31
15537 Erkner
03362 793-224
03362 793-111
harald.engler@leibniz-irs.de

Zitation
15. Werkstattgespräch zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR, 18.01.2018 – 19.01.2018 Erkner bei Berlin, in: H-Soz-Kult, 01.12.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-35847>.