Vom Scheitern der kypernetischen Utopie - Entwicklung der Informationsverarbeitung im MfS und ihre Auswirkungen auf die Überwachung der DDR-Bevölkerung

Ort
Berlin
Veranstaltungsort
BStU - Besucherbereich Foyer, Haus 31/EG (Karl-Liebknecht-Straße 31, 10178 Berlin); 18:15
Veranstalter
Abteilung Bildung und Forschung des Beauftragten für die Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR (BStU) Berlin
Datum
20.06.2018
Von
Helge Heidemeyer

War die Stasi zu einer flächendeckenden Überwachung fähig? Wer war warum das Hauptziel der Bespitzelung durch die inoffiziellen Mitarbeiter (IM)? Waren die IM die einzigen und wichtigsten Informationsquellen der Geheimpolizei? Hat das MfS in seiner Datensammelwut den Überblick verloren? Warum trug das MfS überhaupt so viele Daten über Menschen zusammen und was wollte und konnte es damit machen? War das MfS der "große Bruder" à la Orwell?
Diese Fragen sind bis heute nicht abschließend beantwortet. Sie kreisen um die Informationsverarbeitung des MfS. Nachrichtenbeschaffung ist eine Kernaufgabe eines jeden Geheimdienstes. Ihre Qualität entscheidet über seine Fähigkeit, auf Lagen oder Ereignisse zu reagieren und politikberatend tätig zu sein. Umso erstaunlicher ist es, dass es zur Informationsverarbeitung des MfS bisher keine umfassende Untersuchung gibt.
Der Vortrag unternimmt erste Schritte, diese Lücke zu schließen. Er zeigt unter anderem, dass das MfS keineswegs nur repressive Ziele hatte, sondern - zumindest phasenweise - von einer Utopie angetrieben wurde.

Programm

Folgeveranstaltung am 11.07.2018
Referenten: Constanze Knitter (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz/Université de Lorraine) und Markus Pieper (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/O.)
Thema:"Die Kommunalparnerschaften der DDR mit dem Ausland und die Rolle des MfS"

Kontakt

Dr. Helge Heidemeyer
BStU
Helge.Heidemeyer@bstu.bund.de

Zitation
Vom Scheitern der kypernetischen Utopie - Entwicklung der Informationsverarbeitung im MfS und ihre Auswirkungen auf die Überwachung der DDR-Bevölkerung, 20.06.2018 Berlin, in: H-Soz-Kult, 16.05.2018, <www.hsozkult.de/event/id/termine-37317>.
Redaktion
Veröffentlicht am
16.05.2018
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Land Veranstaltung