Unternehmensnachfolge in Geschichte und Gegenwart

Ort
Lemgo
Veranstaltungsort
Graduiertenzentrum.OWL, CIIT, Hochschule Ostwestfalen-Lippe – Liebigstraße 87 – 32657 Lemgo
Veranstalter
Prof. Dr. Jürgen Nautz / Vanessa Becker, Warburg Study Center
Datum
06.12.2018 - 07.12.2018
Bewerbungsschluss
30.08.2018
Von
Vanessa Becker

Unternehmensnachfolge als zentraler Bestandteil der Unternehmensführung stößt seit einiger Zeit auf ein rasch wachsendes Interesse in Öffentlichkeit und Wissenschaft. In diesem Zusammenhang wird gegenwärtig auf vermehrte Schwierigkeiten bei der Nachbesetzung der Unternehmensleitung verwiesen. Es werden verschiedene Problemlagen identifiziert, die einen Einfluss auf die Nachfolge haben, wie beispielsweise die demographische Entwicklung oder rechtliche Fragen.
Auch wenn es in der aktuell geführten Diskussion so scheinen mag: Die Regelung der Nachfolge in eigentümergeführten Unternehmen, allen voran in Familienunternehmen, ist keineswegs ein erst kürzlich entstandenes Problem. Vielmehr ist die Regelung der Nachfolge in der Unternehmensleitung eine „traditionelle“ Problemlage, mit der sich Firmeninhaber immer wieder auseinandersetzen mussten. Erste historische Befunde zeigen zudem, dass sich die Regelung der Unternehmensnachfolge oft zu einer bedrohlichen Krise des Unternehmens entwickeln konnten.
Der Workshop soll die vielfältigen Herausforderungen aufzeigen, mit denen sich eigentümergeführte Unternehmen auseinandersetzen müssen, wenn sie ihre Nachfolge regeln wollen. Im Zentrum der Betrachtung steht die „geordnete Nachfolge“ in der Leitung und der Eigentümerschaft von Unternehmen, etwa bei einem Generationenwechsel. Um diesen Prozess in seiner Vielfältigkeit aufzeigen und nachvollziehen zu können, sind Beiträge aus verschiedenen Disziplinen willkommen.
Um der Frage nachgehen zu können, welchen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Stellenwert die Unternehmensnachfolge in Geschichte und Gegenwart besitzt, sollen Bezüge zur Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichte sowie zur Volks- und Betriebswirtschaftslehre hergestellt werden.
Neben Expert_innen aus diesen Disziplinen richtet sich der Workshop ebenfalls an „Zeitzeugen“, die ihre wertvollen Erfahrungen und ihr tiefes Wissen in den Diskurs mit einbringen.
Besonders interessant für den Workshop erscheint die Frage, welche exogenen und endogenen Determinanten auf die Unternehmensnachfolge einwirken und welche Entwicklungsstufen diese unterliegen. Zu den exogenen Determinanten können u.a. gezählt werden: demographische Faktoren, Wirtschaftsordnung, finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen, Genderaspekte oder auch europäische und internationale Verflechtung. Die endogenen Faktoren hingegen erwachsen aus der Konstitution des Unternehmens sowie den Eigentümern und deren Familien. Dazu gehören der wirtschaftliche und technologische Zustand des Unternehmens sowie die regionale Verortung. Ebenfalls von Interesse sind hier psychologische Aspekte. Hierzu können zählen Determinanten wie Macht, Besitz oder auch Netzwerke, aber auch die Dynamiken innerhalb der Eigentümerfamilie, schließlich solche Problemlagen, die heute überwiegend unter der Überschrift „Gender and Diversity“ rubrizieren.
Neben diesem Themenschwerpunkt sind aber auch verwandte Schwerpunktsetzungen im Bereich der Unternehmensnachfolge willkommen.
Bitte richten Sie Ihren Proposal, der nicht mehr als 500 Wörter und einen halbseitigen CV umfassen sollte, bis zum 30. August per E-Mail an Frau Becker: wiwi.warburg@hs-owl.de.
Wenn wir uns auch um eine finanzielle Förderung des Workshops bemühen, können wir derzeit keine Zusagen bezüglich einer Übernahme von Reisekosten machen.
Eine Veröffentlichung ausgewählter Tagungsbeiträge ist geplant.

Kontakt

Vanessa Becker

Hochschule OWL, Studienzentrum Warburg, Prozessionsweg 1, 34414 Warburg

vanessa.becker@hs-owl.de

Zitation
Unternehmensnachfolge in Geschichte und Gegenwart, 06.12.2018 – 07.12.2018 Lemgo, in: H-Soz-Kult, 08.06.2018, <www.hsozkult.de/event/id/termine-37496>.
Redaktion
Veröffentlicht am
08.06.2018
Beiträger