Fachtag Digital Humanities in Thüringen: Daten vernetzen, Ressourcen verknüpfen. Neue Herausforderungen für den digitalen Wandel (nicht nur) in Thüringen

Ort
Gotha
Veranstaltungsort
Gotha, Schloss Friedenstein, Spiegelsaal
Veranstalter
Forschungsgruppe Netzwerk für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science der Universität Erfurt in Kooperation mit dem Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel und dem DHnet Jena
Datum
09.08.2018 - 09.08.2018
Bewerbungsschluss
20.07.2018
Von
Carius, Hendrikje / Dogunke, Swantje / Prell, Martin / Schmidt-Funke, Julia A.

Geisteswissenschaften und sammlungshaltende Institutionen wie Bibliotheken, Archive und Museen befinden sich im Zuge des digitalen Wandels in grundlegenden Veränderungsprozessen. Die Digital Humanities haben sich dabei als ein dynamisches Feld entwickelt, das den Herausforderungen der Digitalisierung begegnet. Immer deutlicher zeigt sich allerdings ein Bedarf an nachhaltigen und übergreifenden Lösungen. Denn gerade die wachsende Bedeutung der Digital Humanities und die beständig steigende Zahl von Einzelprojekten erfordern es, Ressourcen bzw.
digitale Daten projekt- und institutionenübergreifend zu verbinden.
Auf wissenschaftspolitischer Ebene wird deshalb schon länger Vernetzung und Nachnutzbarkeit eingefordert, damit die Weiterverarbeitung und Auswertung digitaler Daten gewährleistet wird. Die Zusammenführung digitaler Ressourcen ist aber auch vielfach institutionell begründet. Größere Einzelinstitutionen und institutionsübergreifende Verbünde verfügen oft über heterogene Datenbestände, die projekt- und disziplingebunden entstanden sind. Benötigt werden hier integrative Lösungen, die eine übergreifende Recherche und einheitliche Präsentation ermöglichen.
Die Zusammenführung von Daten bringt vielfältige Herausforderungen mit sich. So verlangt die gewünschte Interoperabilität und Vernetzung von Daten neue Strategien im Normdatenmanagement, der Standardisierung und Modellierung von Metadaten sowie der Nutzung von Linked Open Data. Wie bei allen DH-Projekten müssen neben rechtlichen Aspekten zudem Fragen nach Serverleistung, Datenhosting und Langzeitarchivierung sowie nach personellen Ressourcen für Entwicklung und Wartung beantwortet werden.
Der Fachtag will den Austausch über die hier benannten Herausforderungen ermöglichen und dabei nicht zuletzt dazu beitragen, regionale Entwicklungen aufeinander abzustimmen.

Posterentwürfe für die Posterpräsentation können bis zum 30.06.2018 eingesandt werden. Anmeldungen für den Fachtag sind bis zum 20.07.2018 möglich.

Programm

Donnerstag, 9. August 2018
09.00–09.15 Uhr Begrüßung (Kathrin Paasch, Gotha)
09.15–09.45 Uhr Einführung (Hendrikje Carius; Julia A. Schmidt-Funke, Gotha)
09.45–10.30 Uhr Die Digitale Redaktion. Notwendiges Bindeglied und Vermittlerin zwischen den Stakeholdern der Digital Humanities (Michael Kaiser, Bonn)
10.30–11.00 Uhr Kaffeepause und Posterpräsentation
11.00–11.40 Uhr Vernetzung von regionalen Datenzentren und Verbünden und deren Stellenwert im Forschungsdatenmanagement (Jeanin Jügler, Jena; Denis Arnold, Mannheim; Andreas Witt, Mannheim/Köln)
11.40–12.20 Uhr Vernetzen mittels Normdaten – aus der Praxis des Steinheim-Instituts (Harald Lordick, Duisburg-Essen; Beata Mache Göttingen)
12.20–13.30 Uhr Mittagsimbiss und Posterpräsentation
13.30–14.10 Uhr Interdisziplinäre Repositorien: Verknüpfung von generischen und spezifischen Ansätzen zur Gewährleistung der Interoperabilität von Forschungsdaten (Jeanin Jügler; Pia Bergmann; Roman Gerlach, Jena)
14.10–14.50 Uhr Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte: Die Online-Quellenedition des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden auf dem Weg zur Verstetigung (Daniel Burckhardt, Hamburg)
14.50–15.30 Uhr Kein Kommentar? Hyperlinks und Normdaten am Beispiel der „PROPYLÄEN. Forschungsplattform zu Goethes Biographica“ (Magrit Glaser; Claudia Häfner; Yvonne Pietsch; Bastian Röther; Anja Stehfest, Weimar)
15.30–16.00 Uhr Kaffeepause und Posterpräsentation
16.00–16.40 Uhr Neue digitale Möglichkeiten zur europäischen Gelehrtengeschichte. Das Beispiel eines prosopographischen Datenmodells der frühneuzeitlichen Naturrechtsakademiker (Mikkel Munthe Jensen, Gotha)
16.40–17.20 Uhr Die bio-bibliographische Forschungsplattform Bibliotheca Arabica (Daniel Kinitz; Thomas Efer, Leipzig)
17.20–17.40 Uhr Abschlussdiskussion

Kontakt

Dr. Hendrikje Carius
Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt
Schloss Friedenstein, Schlossplatz 1, 99867 Gotha

+49(0)361/737-5532
hendrikje.carius@uni-erfurt.de

PD Dr. Julia A. Schmidt-Funke
Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha
Schloss Friedenstein, Pagenhaus, 99867 Gotha

+49(0)361/737-1713 oder -4304
julia.schmidt-funke@uni-erfurt.de

Zitation
Fachtag Digital Humanities in Thüringen: Daten vernetzen, Ressourcen verknüpfen. Neue Herausforderungen für den digitalen Wandel (nicht nur) in Thüringen, 09.08.2018 – 09.08.2018 Gotha, in: H-Soz-Kult, 15.06.2018, <www.hsozkult.de/event/id/termine-37561>.
Redaktion
Veröffentlicht am
15.06.2018