Ort
Schleswig-Holstein
Veranstalter
Arbeitskreis Geschichte-Gesellschaft-Gewalt
Datum
14.02.2019 - 16.02.2019
Bewerbungsschluss
04.01.2019
Von
Alexandra Oberländer

Seit dem Jahr 2013 untersucht der Arbeitskreis Geschichte – Gesellschaft – Gewalt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Gewalttechniken und deren Zusammenwirken. Darüber hinaus widmen wir uns der Vergleichbarkeit von Praktiken der Gewalt in globaler Perspektive und unter unterschiedlichen Herrschaftsformen. Die Mitglieder des Arbeitskreises sind aufgrund ihrer eigenen empirischen Arbeiten kritischen Ansätzen der Gewaltforschung verbunden.
Der Arbeitskreis trifft sich einmal jährlich. In der Vergangenheit haben wir uns mit physischer, struktureller und epistemischer Gewalt sowie mit Gewalt und Kapitalismus beschäftigt. Der Arbeitskreis interessiert sich dafür, wie Spektren der Gewalt den Alltag einer Gesellschaft verändern und prägen, wie Personen und Gruppen als Objekte von Gewalt bestimmt werden und wie Gewaltausübende wie auch Zeuginnen und Zeugen von Gewalt die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse so verändern können, dass Massengewalt möglich wird. Eine Gewaltforschung, die allein auf eine dichte Beschreibung physischer Gewalt setzt, sehen wir kritisch. Die Diskussionen im Rahmen der jährlichen Arbeitskreis-Workshops dienen daher auch dazu, neue Sichtweisen auf Prozesse der Vergesellschaftung von Gewalt im Verbund mit Formen der Massengewalt zu eröffnen und dabei etwaige Hierarchisierungen und Naturalisierungen von Gewalt in der Theoriebildung konstruktiv aufzulösen. Die Frage, wie Formen der vergesellschafteten Gewalt, insbesondere der strukturellen und epistemischen Gewalt, bei der Analyse von physischer Gewalt und der zumeist darauf reduzierten Massengewalt integriert werden können, ist ein Kernthema des Arbeitskreises.
In diesem Jahr möchten wir uns mit dem Themenkomplex Religion und Gewalt beschäftigen und laden herzlich ein, dazu zu kommen. Wer mit uns intensiv Texte zu den Themen Mission, Befreiungstheologie oder Religion als politische Legitimation diskutieren möchte, wende sich bitte mit einer kurzen Beschreibung seiner Forschungsinteressen bis zum 04.01.2018 an Veronika Springmann (veronika.springmann[@]fu-berlin.de) und Alex Oberländer (oberlaender[@]mpib-berlin.mpg.de). Bis zum 15. Januar teilen wir Euch/Ihnen unsere Entscheidung über eine Teilnahme mit.

Stattfinden wird das Ganze vom 14. - 16. Februar in der Nähe von Holstein. Die Anreise muss selbst organisiert und getragen werden.

Kontakt

Alexandra Oberländer
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Lentzeallee 94
14195 Berlin

oberlaender@mpib-berlin.mpg.de

Zitation
Gewalt und Religion, 14.02.2019 – 16.02.2019 Schleswig-Holstein, in: H-Soz-Kult, 30.11.2018, <www.hsozkult.de/event/id/termine-38896>.
Redaktion
Veröffentlicht am
30.11.2018
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