Transkontinentale Erfahrungsräume und Wissenshorizonte zwischen Deutschland, Portugal und den "Novos Mundos" in der Frühen Neuzeit

Ort
Augsburg
Veranstaltungsort
Universität Augsburg
Veranstalter
Dr. Yvonne Hendrich (Romanisches Seminar, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) & Dr. Thomas Horst (CIUHCT, Universität Lissabon)
Datum
11.09.2019 - 14.09.2019
Bewerbungsschluss
30.04.2019
Von
Dr. Thomas Horst (CIUHCT, Lissabon)

Im Rahmen des 13. Deutschen Lusitanistentages in Augsburg (»Räume, Grenzen und Übergänge in der portugiesischsprachigen Welt«, vgl. https://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/romanistik/angewandte/Lusitanistentag2019/) wird vom 11.-14. September 2019 eine historische Sektion zum Thema »Transkontinentale Erfahrungsräume und Wissenshorizonte zwischen Deutschland, Portugal und den "Novos Mundos" in der Frühen Neuzeit« abgehalten.

Diese legt ihren Fokus auf die intensiven Verbindungen zwischen Portugal, Deutschland und den "Novos Mundos" vom ausgehenden Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert, die interdisziplinär aus unterschiedlichen Blickwinkeln (politisch, wirtschaftlich, soziokulturell etc.) beleuchtet werden.

Eine ausführliche Sektionsbeschreibung wird Interessierten auf Anfrage gerne zugesandt.

Die hierfür vorgesehenen Beiträge können sich unter verschiedenen Perspektiven (Gesellschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft) an folgenden Aspekten orientieren, die im geographischen Sinn gemäß der sich global erstreckenden portugiesischen Entdeckungsfahrten sowohl den transatlantischen als auch afrikanischen und asiatischen Raum umfassen.

Soziokulturelle Erfahrungsräume:
-Frühneuzeitliche Migrationsbewegungen, Transkulturalität und die Herausbildung von transnationalen Identitäten
-Besondere Rolle des frühneuzeitlichen Medienwandels (Buchdruck, „Zeitungen“) bei der Informationsvermittlung des „Fremden“
-Epistemologische und konzeptionelle Erfassung der Neuheit
-Ikonographische und diskursive Aneignung der Novos Mundos
-Literarische Rezeption der portugiesischen Entdeckungsreisen
-Transnationale Netzwerke und Wissenszirkulation
-Ethnographisch dokumentierte (reziproke) Wahrnehmung und Typologie des Fremden in Reiseberichten und archivalischen Quellen
-„Material Culture“: Exotika in Kunst- und Wunderkammern

Verkehrsgeographische und wirtschaftspolitische Räume:
-Kartographie, Kosmographie, Weltvorstellung: geprägt von den deutsch-portugiesischen Beziehungen
-Astronomisch-nautische Instrumente wie Globen, Astrolabien und Armillarsphären
-Die Rolle der oberdeutschen Handelshäuser im portugiesischen Überseehandel
-Die Bedeutung der Carreira da Índia und der portugiesischen Armadas für den globalen Gewürzhandel in der Frühen Neuzeit

Die Sektionssprachen sind Deutsch und Portugiesisch.

Bitte senden Sie Ihre Abstracts bis zum 30.04.2019 an die Sektionsleitung:

Dr. Yvonne Hendrich: hendric@uni-mainz.de
Dr. Thomas Horst: thomashorst@gmx.net

Die erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber werden im Mai 2019 benachrichtigt.

Kontakt

Dr. Yvonne Hendrich (Mainz): hendric@uni-mainz.de
Dr. Thomas Horst (Lissabon): thomashorst@gmx.net

Zitation
Transkontinentale Erfahrungsräume und Wissenshorizonte zwischen Deutschland, Portugal und den "Novos Mundos" in der Frühen Neuzeit, 11.09.2019 – 14.09.2019 Augsburg, in: H-Soz-Kult, 18.01.2019, <www.hsozkult.de/event/id/termine-39156>.