Universitätsmatrikeln im deutschen Südwesten. Bestände, Erschließung und digitale Präsentation

Ort
Heidelberg
Veranstaltungsort
Universitätsarchiv Heidelberg, Akademiestr. 4-8, 69117 Heidelberg
Veranstalter
Universitätsarchiv Heidelberg
Datum
16.05.2019 - 17.05.2019
Bewerbungsschluss
10.05.2019
Von
Universitätsarchiv Heidelberg

Hochschulmatrikeln wurden als bedeutendes kulturelles Erbe und als eine der wichtigsten Quellen für die universitätsgeschichtliche Forschung gewöhnlich in gedruckter Form ohne Abbildung der Originalseiten ediert. Diese nicht selten aus dem 19. Jh. stammenden Editionen unterscheiden sich deutlich in ihren abgedeckten Zeiträumen, der (Register-)Aufbereitung und der Transkriptionspräzision. Eine auf größere Zusammenhänge angelegte universitätsgeschichtliche Forschung muss folglich im Bereich der Matrikellisten auf einer sehr disparaten Grundlage arbeiten, die Bucheditionen zusammenstellen, diese an den Originalen im Archiv überprüfen bzw. nicht selten zum ersten Mal eine Transkription unedierter Matrikeln vornehmen. Bei der auch im Universitätsarchivbereich voranschreitenden Internet-Präsentation wiederholt sich diese Diversifizierung, indem sich einzelne Institutionen je nach Ressourcenausstattung um die Bereitstellung ihrer Matrikellisten bemühen.
Um für Baden-Württemberg eine gewisse Einheitlichkeit der Erschließung zu gewährleisten, haben sich die Universitätsarchive des Landes zu einer Initiative zusammengeschlossen, nach möglichst einheitlichen Standards die älteste Überlieferung, darunter auch die Matrikeln, zu digitalisieren und online zugänglich zu machen. Diese von der Stadt-Heidelberg-Stiftung geförderte Matrikeltagung dient zugleich als Koordinierungspunkt für die Matrikelerschließung im gemeinsamen DFG-Projekt zur Digitalisierung der Altbestände in den Universitätsarchiven Baden-Württembergs. Sie soll nicht nur einen einführenden Überblick über die Quellengattung Hochschulmatrikeln und die Matrikelbestände in den einzelnen Universitätsarchiven des Landes Baden-Württemberg von den Anfängen bis in das digitale Zeitalter liefern, sondern durch Vorträge zu vergleichbaren Matrikelportalen und Personendatenbanken sowie zu Such- und Lemmatisierungsverfahren die Voraussetzungen für spätere Metasuchverfahren und Verlinkungen über die Landesgrenzen hinaus schaffen.

Programm

16. Mai 2019 [Donnerstag]

Bestände und Erschließung von Universitätsmatrikeln im deutschen Südwesten

11:00 Uhr Begrüßung/Einführung

11:30 Uhr
Wolfgang Mährle (Stuttgart): Hochschulmatrikeln als Quellen der Bildungsgeschichte

12:15 Uhr
Ingo Runde (Heidelberg): Die Matrikelüberlieferung der Universität Heidelberg von der Gründung bis ins "digitale Zeitalter"

13:00-14:00 Uhr Mittagspause

14:00 Uhr
Dieter Speck (Freiburg): Vom Eidbuch zum Studierendenverzeichnis – die Matrikelüberlieferung der Universität Freiburg

14:30 Uhr
Regina Keyler (Tübingen): Serielle Quellen über Studierende: Matrikeln und Studentenakten der Universität Tübingen

15:00 Uhr
Ulrich Fellmeth (Hohenheim): Die Matrikelüberlieferung der Universität Hohenheim

15:30-16:00 Uhr Kaffeepause

16:00 Uhr
Klaus Nippert (Karlsruhe): Von akademischer Würdeform zur Verwaltung des Student Life Cycle: Funktions- und Strukturwandel der Karlsruher Matrikel in drei Jahrhunderten (1832-2018)

16:30 Uhr
Norbert Becker (Stuttgart): Die Matrikelüberlieferung der Universität Stuttgart und ihre Internetpräsentation

17:00 Uhr
Sandra Eichfelder (Mannheim): Kaufmännische Bildung in der aufstrebenden Industrie- und Handelsstadt – Die Matrikelüberlieferung der Universität Mannheim

Öffentlicher Abendvortrag am 16. Mai 2019 [Donnerstag]
18:30 Uhr
Rainer Christoph Schwinges (Bern): Gelehrte von Heidelberg und anderswo: Die Datenbank des Repertorium Academicum Germanicum (RAG)

17. Mai 2019 [Freitag]

Digitale Präsentation von Universitätsmatrikeln

09:30 Uhr
Heike Hawicks / Ingo Runde (Heidelberg): Die Matrikeldatenbank der Alten Universität Duisburg

10:15 Uhr
Angela Hartwig (Rostock): Studiosi, Studentes, Studierende. Aufbau, Ausbau und Komplettierung des Matrikelportals Rostock

11:00-11:30 Uhr Kaffeepause

11:30 Uhr
Hannelore Putz (Passau): ICARUS und das Projekt Matricula-Online: Kirchenbücher im Internet

12:15 Uhr
Heike Hawicks (Heidelberg): Namenlemmatisierung in einer Web-Datenbank mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Universitätsmatrikeln

13:00-13:30 Uhr
Abschlussdiskussion

Kontakt

Dr. Ingo Runde
Universitätsarchiv Heidelberg
Akademiestr. 4-8
69117 Heidelberg

Zitation
Universitätsmatrikeln im deutschen Südwesten. Bestände, Erschließung und digitale Präsentation, 16.05.2019 – 17.05.2019 Heidelberg, in: H-Soz-Kult, 15.04.2019, <www.hsozkult.de/event/id/termine-40057>.