„Ich bin kein Rassist, aber ...“ – Phänomene des Alltagsrassismus

Ort
Chemnitz
Veranstaltungsort
Chemnitz
Veranstalter
Dr. Melanie Höhn, Katrin Linde M.A., Dr. Marcus Nolden, Dr. Madeleine Sauer, TU Chemnitz, Philosophische Fakultät, Institut für Germanistik und Interkulturelle Kommunikation, Professur Interkulturelle Kommunikation
Datum
15.07.2019
Bewerbungsschluss
15.07.2019
Von
Marcus Nolden

Die seit 2015 zunehmend sichtbare Mobilisierung gegen Migration geht mit einem Anstieg alltäglicher Ausschlusspraktiken sowie rassistischer Gewalt einher, welche gesellschaftlich immer noch relativiert, geleugnet und unsichtbar gemacht werden. Die Thematisierung von Rassismus und nicht-rassistische Praktiken werden so zu einem Angriff auf die Ordnung der Gesellschaft. Eine breite gesellschaftliche Bearbeitung unter Einschluss der von Rassismus Betroffenen findet daher bis heute nicht statt. Auch in der deutschsprachigen Forschungslandschaft steht die kritische Auseinandersetzung mit Rassismus und Antirassismus nicht im Zentrum des Diskurses, auch wenn Postcolonial Studies, kritische Migrationsforschung und Critical Whiteness Studies zunehmend rezipiert werden.

Die Professur Interkulturelle Kommunikation möchte mit diesem Nachwuchsworkshop Diskussionsräume und die Möglichkeit des Networkings für Nachwuchswissenschaftlerinnen verschiedener Disziplinen schaffen, welche sich mit Rassismus in seinen unterschiedlichen Formen auseinandersetzen. Dazu laden wir junge Forscherinnen ein, ihre Projekte oder Dissertationsvorhaben vorzustellen und im Rahmen des Workshops gemeinsam zu diskutieren. Der inhaltliche Austausch im Workshop-Format wird durch ein kleines Rahmenprogramm aus dem Seminar „Spurensuche in Chemnitz: (K)ein Ort (post-)kolonialen Erbes?“ ergänzt. Angedacht ist es, den transdisziplinären Austausch mithilfe einer DFG-Netzwerk-Förderung zu verstetigen. Über die Veröffentlichung der Papers wird während des Workshops diskutiert werden.

Der Workshop findet am 16. – 17. September 2019 im Open Space in Chemnitz statt.

Angedachte Themenfelder für Beiträge sind:
- Praktiken der Negation von Alltagsrassismus,
- institutioneller Alltagsrassismus,
- historische Perspektiven auf Alltagsrassismus in Deutschland,
- interkulturelle Kommunikation und Alltagsrassismus,
- (soziale) Medien und rassistische Praktiken,
- intersektionale Diskriminierungen in Deutschland,
- Antirassismus und seine Strategien.

Diese Thematiken sollen in transdisziplinären Perspektiven bearbeitet werden und so freuen wir uns über Einreichungen aus den Sozial-, Geschichts-, Kultur-, Medien- und Bildungswissenschaften sowie verwandten Fachgebieten.

Für die Vorstellung eigener Forschungsprojekte bitten wir um ein kurzes Paper inklusive kurzer Vorstellung des/der Einreichenden (max. 2 Seiten) bis zum 15. Juli 2019 an die folgende Emailadresse: Sekretariat.HFriese@phil.tu-chemnitz.de. Reise- und Übernachtungskosten der Referierenden werden übernommen.

Um die Diskussion zu erleichtern, soll von den angenommenen Vorträgen bis zum 30. August 2019 eine kurze Zusammenfassung (3-5 Seiten) vorliegen, welche den Teilnehmer*innen als Diskussionsgrundlage dient. Für die Vorstellung der einzelnen Papers und die anschließende Diskussion steht dann jeweils eine Stunde zur Verfügung.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Marcus Nolden (marcus.nolden@phil.tu-chemnitz.de).

Kontakt

Marcus Nolden

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät, Interkulturelle Kommunikation, 09107 Chemnitz

marcus.nolden@phil.tu-chemnitz.de

Zitation
„Ich bin kein Rassist, aber ...“ – Phänomene des Alltagsrassismus, 15.07.2019 Chemnitz, in: H-Soz-Kult, 02.06.2019, <www.hsozkult.de/event/id/termine-40473>.