Die Polizei in Umbruchssituationen. 29. Kolloquium zur Polizeigeschichte

Ort
Trier
Veranstaltungsort
Hochschule Trier, Paulusplatz, 54290 Trier
Veranstalter
Dr. Thomas Grotum / Lena Haase M.A., Universität Trier; RR Dr. Georgios Terizakis, Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz
Datum
04.07.2019 - 06.07.2019
Bewerbungsschluss
20.06.2019
Von
Lena Haase

Seit 1990 treffen sich vornehmlich Historiker/innen, Sozialwissenschaftler/innen sowie Poli-zist/inn/en, um auf den jährlich stattfindenden Kolloquien zur Polizeigeschichte ihre aktuellen Forschungen zu diskutieren. Das Kolloquium ist darüber hinaus geöffnet für alle an Polizeigeschichte Interessierten und richtet sich auch an jüngere Wissenschaftler/innen.

Das 29. Kolloquium zur Polizeigeschichte ist eine gemeinsame Veranstaltung der Universität Trier und der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz. Es wird sich mit dem thematischen Schwerpunkt der Polizei in Umbruchssituationen beschäftigen. Berücksichtigung finden hier jedoch nicht nur Umbrüche politischer, sondern auch wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Art.

Die Teilnahme am Programm steht allen Interessenten kostenfrei offen, Reise- und Übernachtungskosten können vom Veranstalter jedoch nicht übernommen werden.
Um eine verbindliche Anmeldung wird bis zum 20. Juni 2019 an die Emailadresse haase@uni-trier.de gebeten.
Sie erhalten dann mit der Bestätigung das detaillierte Tagungsprogramm, Hinweise zur Anreise und zu Übernachtungsmöglichkeiten.

Programm

Donnerstag, 4. Juli 2019

Thomas Grotum (Universität Trier), Lena Haase (Universität Trier), Georgios Terizakis (Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz): Begrüßung und Einführung
Michael Jäckel (Präsident der Universität Trier), Friedel Durben (Direktor der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz): Grußworte

Gerhard Fürmetz (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München), Herbert Reinke (Berlin/Brüssel), Klaus Weinhauer (Universität Bielefeld): Soziale Praxis der Polizei und Alltag der Polizierten – Alf Lüdtke und die neue(re) Polizeigeschichtsforschung

Sektion 1: Die Polizei in Umbruchssituationen in internationaler Perspektive (Lutz Raphael, Universität Trier)

Anja Johansen (University of Dundee): Non-prosecution of police personnel for criminal offences in the French Third Republic 1872-1914: New régime, old practices

Vesa Vares (University of Turku): The police of a small country during political upheavels 1917-1948

Leonid Rein (International Institute for Holocaust Research Yad Vashem): Police and the New Order: Police in German-occupied Belarus, 1941-1944

Sektion 2: Polizeiarbeit im Kalten Krieg (Gerhard Sälter, Stiftung Berliner Mauer)

Mónika Contreras-Saiz (Freie Universität Berlin): Zirkulation von Polizeifachwissen in politischen Umbruchssituationen: Chiles polizeiliche Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland und Kuba (1955-1973)

Immo Rebitschek (Friedrich-Schiller-Universität Jena): Vom Ende der Unantastbarkeit. Die sowjetische (Geheim)Polizei nach Stalins Tod 1953-1956

Freitag, 5 Juli 2019

Sektion 3: Institutioneller und kultureller Wandel in der Polizei (Klaus Weinhauer, Universität Bielefeld)

Ines Heisig (Universität des Saarlandes): Die Entwicklung der Gewerkschaft der Polizei Saar in politischen Umbruchssituationen 1945-1967/68

Kai Seidensticker (LKA Nordrhein-Westfalen): Polizeimännlichkeiten. Eine empirische Untersuchung zu Wandel und Beständigkeit von Männlichkeitskonstruktionen in der Polizei (Werkstattbericht)

Jan Beek (Johannes Gutenberg-Universität Mainz): Übersetzungen und die Zuschreibung kultureller Fremdheit in Polizei-Migranten-Interaktionen

Sektion 4: Zwischen Monarchie und Demokratie: Reaktionen der Polizei auf politische Umbrüche am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert (Lena Haase, Universität Trier)

Amerigo Caruso (Universität des Saarlandes): „Deutsche Pinkertons“ – Die Entstehung privater und halb-staatlicher Sicherheitskräfte im wilhelminischen Reich

Eberhard Demm: The Police as Censor during the First World War – The situation in Berlin and Paris

Felix Berge (Institut für Zeitgeschichte München): „Was tat diese Polizei, um Recht und Gesetz zu schützen?“ Das Verhältnis von lokaler Gesellschaft und Polizei nach den Märzkämpfen 1921

Sektion 5: Von der Institutionalisierung zur Digitalisierung (Gerhard Fürmetz, Bayerisches Hauptstaatsarchiv München)

Julian Lahner (Universität Innsbruck): Grenzen und Möglichkeiten der Innsbrucker Polizeidirektion als regionales Wach- und Kontrollorgan in Tirol, 1786-1790

Philip Haas (Niedersächsisches Landesarchiv): Digitaler Umbruch – Wegbrechen der Quellen? Die Bewertung und Archivierung personenbezogener elektronischer Kriminalakten im Niedersächsischen Landesarchiv

Offene Sektion (Andreas Borsch, Universität Trier)

Friedemann Rincke (Haus der Geschichte Baden-Württemberg): Das Museum „Hotel Silber“ – Eine neue Ausstellung zur Geschichte der Polizei und der Gestapo in Württemberg

Samstag, 6. Juli 2019

Sektion 6: Wien im Fokus – Aufgaben und Herausforderungen städtischer Polizei in politischen Umbruchssituationen (Georgios Terizakis, Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz)

Florian Wenninger (Universität Wien): Von der Devianz zum Umbruch? Der Großraum Wien in der zeitgenössischen sicherheitspolizeilichen Perspektive 1917/18

Lindsay MacNeill (American University Washington): Passivity Amidst Upheaval: The Viennese Police and the Anschluss

Sektion 7: Deutsche Polizei im Auslandseinsatz während der nationalsozialistischen Expansion in Europa (Thomas Grotum, Universität Trier)

Walter Rummel (Landesarchiv Speyer): Der Einsatz deutscher Polizisten im besetzten Lothringen, 1940-1944

René Moehrle (Universität Trier): Polizeistrukturen und Aufgabenbereiche in der Operationszone Adriatisches Küstenland

Herbert Reinke (Berlin/Brüssel): Synthese „Polizei in Umbruchssituationen“

Kontakt

Lena Haase

Universität Trier
Universitätsring 15, 54296 Trier
06512013332

haase@uni-trier.de

Zitation
Die Polizei in Umbruchssituationen. 29. Kolloquium zur Polizeigeschichte, 04.07.2019 – 06.07.2019 Trier, in: H-Soz-Kult, 03.06.2019, <www.hsozkult.de/event/id/termine-40482>.