Gesellschaft und Politik des 20./21. Jahrhunderts in Osteuropa. Workshop für fortgeschrittene Studierende und junge Promovierende

Ort
Marburg
Veranstalter
Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung. Institut der Leibniz-Gemeinschaft
Datum
19.03.2020 - 20.03.2020
Bewerbungsschluss
15.01.2020
Von
Christian Lotz

Der östliche und südöstliche Teil Europas wird oft als homogener Block postsowjetischer bzw. postjugoslawischer Staaten wahrgenommen. Die teilweise fundamentalen Differenzen zwischen den Staaten erhalten ebenso wie deren nationale Besonderheiten selten Aufmerksamkeit. Seit einigen Jahren ändert sich das Bild und die Betrachtung dieses geographischen Raumes rückt in den Fokus der Öffentlichkeit. Die 2014 begonnenen Streitigkeiten um die Zugehörigkeit der Halbinsel Krim, die medienwirksame Verurteilung von Radovan Karadžić durch den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, die Dominanz rechtspopulistischer nationalistischer Regierungen in Polen und Ungarn oder der Kirchenkonflikt zwischen Russland und der Ukraine sind nur einige Beispiele für die zunehmende mediale Präsenz des süd- und mittelosteuropäischen Raumes. Die Argumentation für eine Auseinandersetzung mit der Region lässt sich anhand diverser und zahlreicher Beispiele weiterführen.

Im Workshop „Gesellschaft, Politik und Zeitgeschichte des 20./21. Jahrhunderts in Osteuropa“ sollen vor dem Hintergrund der zunehmenden, diskursiven Stränge die nationalen und staatenübergreifenden Charakteristika betrachtet, analysiert und diskutiert werden. Die Veranstaltung ist offen für Beiträge aus der Geschichtswissenschaft, den Gesellschaftswissenschaften und der Religionswissenschaft. Sie richtet sich an alle interessierten Studierenden mit fortgeschrittenem Studium und junge Promovierende (sowie ausdrücklich nicht nur an Stipendiat/innen der oben genannten Förderwerke). Auch jene, die wenig bis keine Erfahrung mit wissenschaftlichen Konferenzen haben, sind eingeladen, an diesem Workshop teilzunehmen.

Die folgenden vier Themengebiete sollen dabei im Fokus stehen:

1. Geschichte und Erinnerungskultur in Osteuropa
2. Die Rolle von Religion(en) in den Gesellschaften Osteuropas
3. Westeuropa-Osteuropa: Herausforderungen gegenwärtiger Außen- und Sicherheitspolitik
4. Postsowjetische und postjugoslawische Konflikte

Die Teilnehmer/innen haben zwei Möglichkeiten, sich am Workshop zu beteiligten.
Möglichkeit A: Vorstellung des aktuellen Projekts in Form eines 10-minütigen Vortrags mit anschließender Diskussion. Möglichkeit B: Diskussion eines eigenen Textes, z.B. ein Kapitel einer Abschlussarbeit oder Promotion. Der zu diskutierende Text wird vorab an die Workshop-Teilnehmer/innen verschickt und dient als Grundlage der Diskussion.

Um Euch für eine Teilnahme am Workshop zu bewerben, schickt bitte folgende Unterlagen ein: Ein Abstract (max. 3 Seiten) zu dem Projekt, das Ihr vorstellen wollt, sowie eine biografische Notiz mit Angabe zu Studienrichtung und Interessenschwerpunkten (max. ½ Seite). Bitte gebt in der Bewerbung an, ob Ihr Euer Projekt mit einem Vortrag (Möglichkeit A) oder mit einem einzureichenden Text (Möglichkeit B) vorstellen und diskutieren wollt. Bitte schickt Eure Bewerbung bis 15. Januar 2020 an workshop-osteuropa@posteo.de

Der Workshop wird von der Kartensammlung des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropa-Forschung unterstützt. Das Herder-Institut kann Zuschüsse zu Reise- und Übernachtungskosten gewähren. Bitte gebt in Eurer Bewerbung an, ob Ihr einen Zuschuss benötigt. Wir wollen alle guten Projekte berücksichtigen und werden die verfügbaren Mittel fair verteilen.

Kontakt

Emely Keyn

Herder-Institut

emely.keyn@herder-institut.de

Zitation
Gesellschaft und Politik des 20./21. Jahrhunderts in Osteuropa. Workshop für fortgeschrittene Studierende und junge Promovierende, 19.03.2020 – 20.03.2020 Marburg, in: H-Soz-Kult, 02.12.2019, <www.hsozkult.de/event/id/termine-41920>.
Redaktion
Veröffentlicht am
02.12.2019
Beiträger