Italienisch-österreichische Verflechtungen: Kulturwissenschaftliche Perspektiven (Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart 70)

Ort
Wien
Veranstalter
Daniel Winkler, Institut für Romanistik, Universität Wien
Datum
14.02.2020 - 30.03.2020
Bewerbungsschluss
15.07.2020
Von
Daniel Winkler

Italienisch-österreichische Verflechtungen: Kulturwissenschaftliche Perspektiven
Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart 70

Zibaldone wurde 1986 gegründet, um eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Journalismus zu füllen und so ein öffentlichkeitswirksames Forum für eine leidenschaftliche wie kritische Auseinandersetzung mit Italien und der Italophilie zu bilden. 2020/21 feiert die Zeitschrift ein doppeltes Jubiläum: ihre 70. Zeitschriftennummer und ihr 35-jähriges Bestehen. Dies soll Anlass sein, über die Verflechtungen zwischen Italien und dem deutschsprachigen Raum sowie die Aktualität von Institutionen, Medien und Netzwerken nachzudenken, die sich diesen Dynamiken widmen.

Ausgangspunkt wird werden dabei Österreich und seine vielfachen Verflechtungen mit Italien bzw. der italophonen und italophilen Welt sein. In den letzten Jahrzehnten ist eine Handvoll Bände erschienen, die auf die Beziehungen der beiden Länder blicken, allerdings dabei meist entweder die Zwischenkriegszeit und den Ersten Weltkrieg als historische und kulturelle Konstellationen Mitteleuropas perspektivieren oder sich aber v.a. den politischen und historischen Beziehungen der Länder in Europa widmen.

Das 70. Heft von Zibaldone will gegenüber herkömmlichen Konzepten von Nachbarschaft und nationalen Beziehungen die multiplen transregionalen, -nationalen und -arealen Verflechtungen und Dynamiken in den Blick rücken. Dafür spricht aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive u.a. die lange quasi koloniale habsburgische Herrschaft über diverse Gebiete des heutigen Italiens, ebenso die Tatsache, dass die territorial und kulturell dynamische Geschichte und Gegenwart der Habsburgermonarchie bzw. Österreichs gar nicht losgelöst von mobilen Formationen italienischer Sprache, Kultur und Politik erfolgen kann: Man denke an die Theater- und Verlagskultur, die lange transnationale Arbeiterkultur und Migration bzw. Ökonomie und Tourismus. Genannt seien weiter die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, zahlreiche mehr¬sprachige Bildungs- und Medienformate, der ebenso transnationale Rechtspopulismus und vieles andere mehr.

Das Anliegen der 70. Nummer von Zibaldone ist also eine Weitung des Blicks über klassische Themen von Beziehungsgeschichte und Italophilie hinaus. Dabei werden Beiträge gesucht, die sich mit historischen wie ganz aktuellen Verflechtungen und Mobilitäten auseinander-setzen. Das Heft soll dabei ein breites interdisziplinäres Spektrum abbilden, d.h. neben kulturgeschichtlichen auch literarische, musikalische und mediale Entwicklungen, neben Aspekten etablierter Kultur auch solche der Populär- und Regionalkultur berücksichtigen.

Längere Artikel können maximal 18.000 Zeichen umfassen (inkl. Leerzeichen), Essays, Interviews, künstlerische Beiträge, Reportage oder Rezensionen bis zu 10.000 Zeichen. Vorschläge sind in Form eines kurzen Resümees (max. 1500 Zeichen) bis zum 30.03.20 (die fertigen Texte bis 15.07.20) an folgende Adresse zu senden: daniel.winkler@univie.ac.at.

Kontakt

Daniel Winkler

Institut für Romanistik, Universität Wien, Spitalgasse 2, 1090 Wien, Austria

daniel.winkler@univie.ac.at

Zitation
Italienisch-österreichische Verflechtungen: Kulturwissenschaftliche Perspektiven (Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart 70), 14.02.2020 – 30.03.2020 Wien, in: H-Soz-Kult, 21.02.2020, <www.hsozkult.de/event/id/termine-42541>.
Redaktion
Veröffentlicht am
21.02.2020
Beiträger
Klassifikation
Region(en)
Weitere Informationen
Sprache Beitrag
Land Veranstaltung