Nationale Freiheitskonzepte und Beziehungsgeschichte in Mittel- und Osteuropa

Ort
Gießen
Veranstaltungsort
Gästehaus der Universität (Alexander-von-Humboldt-Haus), Rathenaustraße 24 A, 35394 Gießen
Veranstalter
Johann Gottfried Herder Institut Marburg, Geisteswissenschaftliches Zentrum Kultur und Geschichte Ostmitteleuropas Leipzig, Nordost-Institut Lüneburg, Historisches Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen, Historisches Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen
Datum
06.10.2006 - 07.10.2006
Von
Markus Krzoska

Wissenschaftliches Kolloquium zu Ehren des 75. Geburtstags von Prof. Dr. Klaus Zernack

Programm

Freitag, 6. Oktober 2006

14:00 Beginn und Begrüßung, Grußworte
14:45 I Nationale Freiheitskonzepte als moderne Identifikationsorte und Abgrenzungsentwürfe
(Leitung: JÖRG HACKMANN, Greifswald)

– MARTIN AUST (Kiel): „Pan Tadeusz“ und „Ogniem i Mieczem“: Adelsrepublikanische Freiheit, Litauen und die Ukraine im polnischen Historienfilm

– KATRIN STEFFEN (Warschau): Nationale Freiheitskonzepte im polnisch-jüdischen Dialog seit 1945

Kommentar: BLAZEJ BIALKOWSKI (Berlin): Nationale Freiheitskonzepte in der Historiographie und der aktuellen Geschichtspolitik

16:45 Kaffeepause

17:15 II Zwischen städtischen Freiheiten und „Undeutschen“
(Leitung: JAN M. PISKORSKI, Stettin)

– NORBERT KERSKEN (Marburg): Städtische Freiheit und die nichtdeutsche Bevölkerung. Livland und die Oberlausitz im Vergleich

– SLAWOMIR GAWLAS (Warschau): Stadtfreiheiten und städtische In- und Exklusionskonzepte in polnischen Städten (Posen, Krakau)

Kommentar: CHRISTIAN LÜBKE (Greifswald): Städtische Freiheiten – inwieweit und wann ethnisch konnotiert?

20:00 Abendessen

Samstag, 7. Oktober 2006

9:00 III Frühneuzeitliche kollektive Freiheitsvorstellungen in Europa
(Leitung: MICHAEL G. MÜLLER, Halle)

– WINFRIED EBERHARD (Leipzig): Landesfreiheiten und Freiheit der Krone in den böhmischen Ländern (1547-1619)

– CORNELIA SOLDAT (Berlin): Von der Freiheit eines Ratgebers im frühneuzeitlichen Russland

– MATHIAS NIENDORF (Kiel): „Litauische Libertät“? Zum Problem kollektiver Freiheitsvorstellungen im Großfürstentum Litauen

10:30 Kaffeepause

11:00 – MICHAEL SCHIPPAN (Wolfenbüttel): „Freiheit“ und „Despotie“ im Denken der Aufklärungszeit. Russland und Polen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

Kommentar: HEINZ SCHILLING (Berlin): Frühneuzeitliche Freiheitsvorstellungen in Europa – Bedeutung und Ausprägungen

12.30 Mittagessen

14:00 IV Entgrenzte europäische Freiheitsdiskurse im 19. Jahrhundert
(Leitung: STEFAN TROEBST, Leipzig)

– HANS LEMBERG (Marburg): „Bez svobody net scastija“. Freiheitsvorstellungen bei den Dekabristen

– JÖRN HAPPEL (Basel): Die Freiheitsgedanken osteuropäischer Akteure in den Revolutionen von 1848

– MARTIN SCHULZE WESSEL (München): Russische Freiheitsdiskurse im 19. Jahrhundert: Die Aufhebung der Leibeigenschaft 1861 – europäischer oder universaler Freiheitsdiskurs?

Kommentar: ANDREAS LAWATY (Lüneburg): Freiheitsdiskurse im 19. Jahrhundert und die europäische Stereotypie

17:00 Ende der Tagung

Kontakt

Dr. Markus Krzoska, Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen, krzoska@t-online.de

PD Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Nordost-Institut Lüneburg,
h.boemelburg@ikgn.de

Dr. Jürgen Heyde
Martin Luther Universität Halle-Wittenberg,
juergen.heyde@geschichte.uni-halle.de

Zitation
Nationale Freiheitskonzepte und Beziehungsgeschichte in Mittel- und Osteuropa, 06.10.2006 – 07.10.2006 Gießen, in: H-Soz-Kult, 26.09.2006, <www.hsozkult.de/event/id/termine-6017>.
Redaktion
Veröffentlicht am
26.09.2006
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