Wozu (ge)braucht Politik Geschichte?

Ort
Berlin
Veranstaltungsort
Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, 10785 Berlin-Mitte (Tiergarten)
Veranstalter
Arbeitskreis "Politik und Geschichte" in der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW)
Datum
15.06.2007 - 16.06.2007
Bewerbungsschluss
08.06.2007
Von
Harald Schmid

Die Frühjahrstagung 2007 des DVPW-Arbeitskreises „Politik und Geschichte“ wird in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, veranstaltet.
Der Arbeitskreis „Politik und Geschichte“ setzt sich seit zehn Jahren mit Akteuren, Feldern und Funktionen politischen Umgangs mit Geschichte auseinander. So auch im Rahmen der diesjährigen Frühjahrstagung. Vor dem Hintergrund des kleinen Jubiläums des Arbeitskreises und der in den letzten Jahren vielfältig in Gang gekommenen Erforschung geschichtspolitischer und erinnerungskultureller Prozesse soll unter dem grundsätzlich angelegten Tagungsthema „Wozu (ge)braucht Politik Geschichte?“ auch eine Bilanz bisheriger Forschungen gezogen werden.
Die generelle Reflexion des Forschungsfeldes im Rahmen des Eröffnungsvortrages, eines Werkstattgespräches und einer abendlichen Podiumsdiskussion drehen sich ebenso wie die Einzelvorträge besonders um vier Fragen: Inwiefern braucht Politik Geschichte – und wozu wird Geschichte von Politik gebraucht? Wie hoch ist die Bedeutung des Faktors Geschichtspolitik im Kontext politischen Handelns zu gewichten? Worin liegen die Vor- und Nachteile geschichtspolitischen Handelns und inwiefern lassen sich Handlungsbedingungen systematisieren? Und schließlich: Welche Bedeutung hat Geschichtspolitik in ausgewählten Politikfeldern der Gegenwart?

Programm

Freitag, 15. Juni 2007

13.00 – 13.30 Begrüßung durch PD Dr. Johannes Tuchel (Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand)
Begrüßung durch die SprecherInnen des Arbeitskreises
Dr. Claudia Fröhlich (Berlin), Dr. Harald Schmid (Hamburg)

13.30 – 14.30 Vortrag zur Einführung in die Tagung
Prof. Dr. Edgar Wolfrum (Historisches Seminar, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
Geschichtsbilder in der politischen Kommunikation - die europäische Perspektive

14.30 – 14.45 Kaffeepause

14.45 – 15.45 Werkstattgespräch
PD Dr. Horst-Alfred Heinrich (Institut für Politische Wissenschaften, Universität Stuttgart) im Gespräch mit Prof. Dr. Hans Ottomeyer (Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums Berlin)

15.45 – 16.00 Kaffeepause

16.00 – 17.15 Vortrag
PD Dr. Wolfgang Bergem (FB Geistes- und Kulturwissenschaften, Bergische Universität Wuppertal)
Instrumenteller Umgang mit dem Nationalsozialismus in den Identitätskonfigurationen während der deutschen Zweistaatlichkeit

17.15 – 18.30 Vortrag
Christian Lotz, M.A. (Leipziger Kreis. Forum für Wissenschaft und Kunst/Deutsches Historisches Institut (DHI) Warschau)
Die Deutung des Verlusts. Erinnerungspolitische Kontroversen um Flucht, Vertreibung und die Ostgebiete im geteilten Deutschland (1948-1972)

18.30 – 19.00 Pause (Imbiss mit Brezeln)

19.00 – 21.00 Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Dr. Gerhard Besier (Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e.V. an der Technischen Universität Dresden),
Dr. Anne Kaminsky (Geschäftsführerin der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin)
Thomas Krüger (Direktor der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn),
Prof. Dr. Peter Steinbach (Leiter des Instituts für Geschichte und der Forschungsstelle Widerstand, Universität Karlsruhe/Mitgründer des Arbeitskreises),
Moderation: PD Dr. Horst-Alfred Heinrich

Samstag, 16. Juni 2007

10.00 – 11.15 Vortrag
Thomas Bryant, M.A. (Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin)
Wozu (ge)braucht deutsche Familienpolitik Geschichte?

11.15 – 11.30 Kaffeepause

11.30 – 12.45 Vortrag
PD Dr. Bernhard Stahl (Prota Mateja Nenadovic Hochschule, Valjevo, Serbien)
Wie nationale Geschichte(n) europäische Außenpolitik begründen – der deutsche und französische Diskurs im Kosovo-Krieg und in der Irak-Krise

12.45 – 14.00 Vortrag
Dr. Kimmo Elo (FB Politikwissenschaft, Universität Turku, Finnland)
Vortrag: Wozu (ge)braucht deutsche Europapolitik Geschichte?

Ende der Tagung gegen 14.00.

Im Anschluss an die Tagung findet eine Sitzung des Arbeitskreises "Politik und Geschichte" statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Kontakt

Dr. Claudia Fröhlich

FU Berlin, Otto-Suhr-Institut

polhist5@zedat.fu-berlin.de

Zitation
Wozu (ge)braucht Politik Geschichte?, 15.06.2007 – 16.06.2007 Berlin, in: H-Soz-Kult, 24.04.2007, <www.hsozkult.de/event/id/termine-7171>.
Redaktion
Veröffentlicht am
24.04.2007
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