"Was damals Recht war ..." – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht

Ort
Berlin
Veranstaltungsort
St. Johannes-Evangelist-Kirche
Veranstalter
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Datum
22.06.2007 - 01.08.2007
Von
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Nach zweijähriger intensiver Archiv- und Forschungsarbeit wird die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am 22. Juni 2007 die Wanderausstellung »Was damals Recht war ... – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht« erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Die Ausstellung erinnert an etwa 30.000 Soldaten und Zivilisten unterschiedlicher Nationen, die durch Unrechtsurteile der deutschen Wehrmachtgerichte ihr Leben verloren.

Nach der Auftaktpräsentation in der St. Johannes-Evangelist-Kirche (Auguststraße 90, 10117 Berlin-Mitte) wird die Ausstellung auch in anderen Städten gezeigt werden, darunter Köln, München und Freiburg.

Programm

Das Begleitprogramm zur Ausstellung:

Freitag, 22. Juni 2007

»Weiter leben«

Drei Verurteilte der Wehrmachtjustiz – ein Franzose, ein
Österreicher und ein Deutscher berichten von ihrer
Nachkriesgeschichte und von ihrem Kampf um Rehabilitierung
in Deutschland und Österreich bzw. dem Umgang mit der
Geschichte der Résistance in Frankreich.

André Rossel-Kirschen, Paris, Verleger im Ruhestand, während
der deutschen Besatzung Mitglied der französischen Résistance; Ludwig Baumann, Bremen, Vorsitzender der »Bundesvereingung Opfer der NS-Militärjustiz«; Richard Wadani, Wien, Personenkomitee »Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz«

Moderation: Franziska Augstein

Saarländische Landesvertretung, In den
Ministergärten 4, 10117 Berlin, Beginn 19 Uhr

Montag 25. Juni

Das letzte Tabu – NS-Militärjustiz und Kriegsverrat; Gemeinsame Veranstaltung mit »Gegen Vergessen für Demokratie«

Prof. Dr. Wolfram Wette, Historisches Seminar, Universität Freiburg

»Ort der Information«, Cora-Berlinerstr. 1, 10117
Berlin, Beginn 19 Uhr

Donnerstag, 5. Juli 2007

»Kriegsgericht«, Die Wehrmacht und ihre Justiz im Film – die Auseinandersetzung
in der Bundesrepublik und in der DDR, Vortrag mit ausgewählten Filmbeispielen und anschließender
Vorführung des Films »Rosen für den Staatsanwalt«

Prof. Dr. Knut Hickethier, Medienwissenschaftler und Germanist,
Universität Hamburg

Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, D-10785 Berlin,
Telefon 030-26 955 100
Beginn 19 Uhr

Dienstag, 10. Juli

Deutsche Besatzungsherrschaft und das
Kriegsvölkerrecht

Dr. Gerd Hankel, Hamburger Institut für Sozialforschung /
Forum Justizgeschichte

»Ort der Information«, Cora-Berlinerstr. 1, 10117
Berlin, Beginn 19 Uhr

Donnerstag, 12. Juli

Im Interesse der Wehrmacht: Militärjustiz und Sexualverbrechen im Zweiten Weltkrieg

Dr. Birgit Beck-Heppner, Universität Bern

»Ort der Information«, Cora-Berlinerstr. 1, 10117
Berlin, Beginn 19 Uhr

Dienstag, 17. Juli 2007

»Recht contra ›Kriegsnotwendigkeit‹«
Was folgt aus einer kritischen Erinnerungskultur der nationalsozialistischen Wehrmachtjustiz für die Gegenwart?

Dr. Norbert Haase, Stiftung Sächsische Gedenkstätten

»Ort der Information«, Cora-Berlinerstr. 1, 10117
Berlin, Beginn 19 Uhr

Mittwoch, 18 Juli 2007

Die »elastische« Rechtssprechung der Wehrmachtjustiz im Zweiten Weltkrieg

Prof. Dr. Manfred Messerschmidt, Freiburg, ehemaliger wissenschaftlicher Direktor des Militärgeschichtlichen Forschungsamts der Bundeswehr

»Ort der Information«, Cora-Berlinerstr. 1, 10117
Berlin, Beginn 19 Uhr

Kontakt

Borzym

Stresemannstr. 90, 10963 Berlin

felizitas.borzym@stiftung-denkmal.de

Zitation
"Was damals Recht war ..." – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht, 22.06.2007 – 01.08.2007 Berlin, in: H-Soz-Kult, 30.05.2007, <www.hsozkult.de/event/id/termine-7361>.