Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung ( Stiftung Deutsches Auswandererhaus)

Ort
Bremerhaven
Institution
Deutsches Auswandererhaus
Bewerbungsschluss
15.09.2019
Von
Ilka Seer

Mit dem KALLIOPE-PREIS FÜR PRAXISNAHE MIGRATIONSFORSCHUNG fördert die STIFTUNG DEUTSCHES AUSWANDERERHAUS wissenschaftliche Arbeiten und (Universitäts-)Projekte, deren Forschungsergebnisse Kultur- und Bildungseinrichtungen helfen, Migration nachhaltig und global zu vermitteln. Dabei interessieren vor allem Forschungsarbeiten, die die gesellschaftlichen Veränderungen durch Migration verdeutlichen. Ziel ist es darüber hinaus, die Zusammenarbeit zwischen Universitäten bzw. außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Museen zu fördern, um die Forschungsergebnisse in Museen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Der Preis zeichnet eine/n Wissenschaftler/in bzw. einen universitären Fachbereich oder eine Abteilung einer außeruniversitären Forschungseinrichtung für zwei Einreichungen aus, die beide zusammen die Bewerbung ausmachen:

(1)
Eine BEREITS FERTIGGESTELLTE WISSENSCHAFTLICHE ARBEIT oder ein FERTIGES FORSCHUNGSPROJEKT zu einem der folgenden Themen:

> Akkulturationsprozesse
> Werte und Normen eines transkulturellen Zusammenlebens
> Kulturelle Diversität und soziale Mobilität
> Selbst- und Fremdwahrnehmung
> Rassismus in Einwanderungsgesellschaften

Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Arbeiten und (Universitäts-)Projekte - Programme, Initiativen, Publikationen - zur Einwanderung nach Europa oder zur europäischen Auswanderung nach Übersee.

(2)
Eine IDEE FÜR EIN GEMEINSCHAFTSPROJEKT mit dem Deutschen Auswandererhaus zu einem feststehenden Thema. Für den Kalliope-Preis 2019 lautet dieses Thema: "Recht auf Freizügigkeit. Was einer darf, dürfen alle?"

Ziel des Kooperationsprojektes ist es, gemeinsam
> ein Forschungs-/Bildungsprojekt oder
> eine Fachkonferenz oder
> eine Publikation
zu entwickeln und umzusetzen. Seitens des Deutschen Auswandererhauses stehen für das Gemeinschaftsprojekt seine europaweit einzigartige Museumssammlung zur Aus- und Einwanderungsgeschichte sowie Expert/innen zur historischen Migrationsforschung und Migrationsmuseologie zur Verfügung. Räumlichkeiten für Konferenzen mit bis zu 150 Personen sind ebenfalls vorhanden.

PREISGELD

Das Preisgeld beträgt 20.000 Euro.

Ein Teil des Preisgeldes (7.500 Euro) geht zur freien Verfügung an das Institut oder den Fachbereich / die kooperierenden Fachbereiche bzw. die Verfasserin / den Verfasser des ausgezeichneten wissenschaftlichen Werkes/Projektes. Mit dem anderen Teil des Preisgeldes (12.500 Euro) wird ein Kooperationsprojekt zwischen dem/der Preisträger/in und dem Deutschen Auswandererhaus verwirklicht. Dieser Teil des Preisgeldes ist unter anderem für Honorare, Personal-/Sachmittel sowie Reise- und andere Kosten, die dem/der Preisträger/in durch das Kooperationsprojekt entstehen, vorgesehen. Idealerweise werden in dieses Projekt noch andere Museen oder Universitäten bzw. außeruniversitäre Forschungseinrichtungen eingebunden.

Das Preisgeld hat mit Dr. Joachim Ditzen-Blanke, dem Herausgeber der Nordsee-Zeitung, ein langjähriger Förderer und großzügiger Unterstützer des Deutschen Auswandererhauses gestiftet.

BEWERBUNG

Wer darf sich bewerben?

> Bewerben dürfen sich Wissenschaftler/innen, die an einer Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtung in Europa beschäftigt sind.

Auf welchem Wege dürfen die Bewerbungen eingereicht werden?

> Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen über die Instituts- oder Fachbereichsverwaltung der Universität bzw. die Abteilungsleitung der Forschungsinstitution eingereicht werden.

Was muss eine Bewerbung unbedingt enthalten?

> die wissenschaftliche Arbeit bzw. Beschreibung des durchgeführten und bereits abgeschlossenen Forschungsprojektes;
> eine maximal zweiseitige Zusammenfassung dieser Arbeit bzw. dieses Projektes;
> ein Bewerbungsschreiben, in dem die Intention dieser Arbeit bzw. dieses Projektes vorgestellt und der praxisnahe Nutzen für die breite Öffentlichkeit dargestellt wird;
> eine maximal zweiseitige Ideenskizze für das Kooperationsprojekt zum Thema „Recht auf Freizügigkeit. Was einer darf, dürfen alle?“, das mit dem Deutschen Auswandererhaus und ggf. weiteren Partnern durchgeführt werden soll.

Wer darf sich bewerben?

> Hochschullehrer/innen
> Promovierte
> Graduierte

Wann ist Bewerbungsschluss?

> 15. September 2019 (Datum des Poststempels)

Wann wird der Preis verliehen?

> Die Preisverleihung findet am 23. November 2019 im Deutschen Auswandererhaus statt.

Wohin schicke ich meine Bewerbungsunterlagen?

> Bewerbungen sind in deutscher oder englischer Sprache zu richten an:

Stiftung Deutsches Auswandererhaus
KALLIOPE-PREIS
Columbusstraße 65
D-27568 Bremerhaven
Deutschland

An wen wende ich mich, wenn ich Fragen zur Ausschreibung habe?

Stiftung Deutsches Auswandererhaus
Projektassistenz KALLIOPE-PREIS
Tel.: +49 (0)471 / 90 22 0 – 203
E-Mail: kalliope@dah-bremerhaven.de

SCHIRMHERRSCHAFT 2019

> Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages

JURY 2019

> Christian Sievers, ZDF-Journalist und Moderator der „heute“-Sendung
> Prof. Klaus Vogel, Vorsitzender des Stiftungsvorstands Deutsches Hygiene-Museum, Dresden
> Staatsrat Jörg Schulz, Vorstandsvorsitzender Stiftung Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven
> Matthias Ditzen-Blanke, Stiftungsratsvorsitzender Stiftung Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven
> Dr. Simone Eick, Direktorin, Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven

Kontakt

Projektassistenz KALLIOPE-PREIS
Stiftung Deutsches Auswandererhaus
+49 (0)471 / 90 22 0 – 203

kalliope@dah-bremerhaven.de

Zitation
Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung ( Stiftung Deutsches Auswandererhaus), Bremerhaven, in: H-Soz-Kult, 21.07.2019, <www.hsozkult.de/grant/id/stipendien-18907>.