0,5 Akad. Mitarb. „Digitales Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945“ (DAjAB, Frankfurt an der Oder)

0,5 Akad. Mitarb. „Digitales Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945“ (DAjAB)

Arbeitgeber
Stiftung Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
PLZ
15230
Ort
Frankfurt an der Oder
Land
Deutschland
Bewerbungsschluss
26.09.2021
Von
Doris Maja Krüger, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Europa-Universität Viadrina

Am Axel Springer-Lehrstuhl für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration der Stiftung Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ist im Rahmen einer Mutterschutz- und Elternzeitvertretung die Stelle einer/s Akademischen Mitarbeiterin/s (Kenn-Nummer 1350-21-01 (bis Entgeltgruppe 13 TV-L, mit der Hälfte der regelm. AZ, z.Z. 20 Std./W) zu besetzen. Die Einstellung erfolgt frühestens zum 1. November.

0,5 Akad. Mitarb. „Digitales Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945“ (DAjAB)

Die Stelle wird im Rahmen des Forschungs- und Digitalisierungsprojektes „Digitales Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945“ (DAjAB) ausgeschrieben.

Mit dem Aufbau eines „Digitalen Archivs jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945“ (DAjAB) an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) setzt der Axel Springer-Lehrstuhl für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration seine Bemühungen um die Dokumentation der Verfolgung jüdischer Autorinnen und Autoren innerhalb Deutschlands während der Zeit des Nationalsozialismus auf virtueller Ebene wie in einschlägigen Forschungsarbeiten fort.
Gestützt durch einen institutionellen Verbund des Lehrstuhls mit der Universitätsbibliothek (UB) und dem Informations-, Kommunikations- und Multimediazentrums (IKMZ) der Europa-Universität Viadrina, der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (seit 2016) und dem Archiv sowie der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar, der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main (seit 2019), der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main (seit 2020), dem BMBF-Projekt DARIA-DE/TextGrid und der darin federführenden Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und dem Konrad Zuse-Institut Berlin (ZIB) wird das DAjAB überlieferte Texte verzeichnen und bewahren sowie einschlägige Sekundärliteratur präsentieren.
Ziel des Projektes ist es, ein Portal zu etablieren, das in über 1.000 Bio-Bibliografien die nach 1933 in Berlin lebenden Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft erstmals in einem thematischen Schwerpunkt erfasst. Auf einer online zugänglichen Plattform werden seltene, nach 1945 nicht wieder aufgelegte Primärtexte (Bücher, Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge) und Originaldokumente, Fotos und Interviews für Forschung und Lehre bereitgestellt. Das DAjAB wird als Gesamtprojekt mit seinen umfassenden Recherchemöglichkeiten innerhalb der erfassten Bestände über interne Verlinkungen sowie nach außen – zu internationalen Institutionen und Archiven – den seit Jahrzehnten betriebenen Forschungen zur Literatur des Exils, zur Literatur der sogenannten „Inneren Emigration“ und der NS-Literatur eine Erschließung von Dokumenten und Zeugnissen des literarischen Lebens von Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft, ihrer kulturellen und literarischen Aktivitäten im nationalsozialistischen Berlin vergleichend zur Seite stellen. Es soll unter bibliothekarischen, archivarischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten ein neues literarisches Feld für Forschung und Lehre in einer virtuellen Forschungsumgebung erschließen und international zugänglich machen. Einschlägige Forschungs- und Qualifizierungsarbeiten im Forschungsfeld sind Teil des Projektes, die hier auch digital veröffentlicht werden können.
Das DAjAB stellt damit einen beispielhaften Brückenschlag zwischen Archiv, Bibliothek, Wissenschaftsplattform, Forschungskooperation und Lehrplattform dar. Es ist als Forschungs- und Digitalisierungsprojekt seit 2016 in die Forschungen im Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg integriert. Das DAjAB richtet sich an alle interessierten WissenschaftlerInnen sowie an eine breitere Öffentlichkeit und ist als eine offene Wissenschaftsplattform konzipiert.

Zu Ihren Aufgaben gehören:
- Daten- und Personenrecherche für den weiteren Aufbau des digitalen Archivs jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933-1945 (DFG-Projekt)
- Weiterer Aufbau einer bio-bibliografischen Datenbank deutsch-jüdischer AutorInnen der 1930er und 1940er Jahre im NS-Berlin
- Digitales Lektorat
- Organisation von Workshops, Fachtagungen und Konferenzen

Ihr Profil umfasst:
- Ein sehr gut abgeschlossenes Hochschulstudium der Literatur-, Kultur- oder Geschichtswissenschaften, der Jüdischen Studien, der Philosophie oder einer verwandten Disziplin
- Erfahrungen im Editieren von Texten
- Kenntnisse im Bereich deutsch-jüdischer Literatur- und Kulturgeschichte
- Flexibilität, soziale Kompetenz und gutes Zeitmanagement
- Kenntnisse im Bereich digitaler Medien und Archive (erwünscht)
- die Fähigkeit zu interdisziplinärer und interkultureller Kommunikation
- eine hohe Motivation, Selbständigkeit und Teamfähigkeit
- gute Sprachkenntnisse in Englisch

Wir bieten Ihnen:
- Arbeiten und Leben an einer lebendigen Universität mit internationalem Profil
- Einen stetigen interdisziplinären Austausch, vor allem im osteuropäischen Raum
- Eine familienfreundliche Hochschule
- Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle
- Gesundheitsmanagement (Gesundheitskurse oder physiotherapeutische Behandlungen unter Freistellung der Arbeitszeit)
- Zusätzliche Altersvorsorge über die VBL
- Angebote der fachlichen Aus- und Weiterbildung

Die Stiftung Europa-Universität Viadrina hat sich im Rahmen ihres Gleichstellungskonzepts das strategische Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Forschung und Lehre deutlich zu erhöhen und nimmt an den forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG teil. Sie bittet Wissenschaftlerinnen deshalb ausdrücklich um ihre Bewerbung. Bewerberinnen können sich mit der Gleichstellungsbeauftragten in Verbindung setzen (www.europa-uni.de/gleichstellung).
Die Universität unterstützt ihre Mitglieder bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie bietet familienfreundliche Studien- und Arbeitsbedingungen.
Nähere Informationen finden Sie unter: (www.europa-uni.de/familie)

Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Eignung und Befähigung vorrangig berücksichtigt. Es ist empfehlenswert, auf eine evtl. Behinderung bereits in der Bewerbung hinzuweisen.

Ihre Bewerbung mit tabellarisch abgefasstem Lebenslauf, Zeugniskopien und den üblichen Unterlagen richten Sie bitte unter Angabe der o.g. Kenn-Nr. als eine PDF-Datei bis zum 26.09.2021 an: bewerbung@europa-uni.de

Die Datei wird unverzüglich nach Abschluss des Auswahlverfahrens gelöscht.

Weitere Informationen zum „Digitalen Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933– 1945“ (DAjAB) finden sie unter: http://www.kuwi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/lw/diaspora/index.html

https://www.europa-uni.de/de/struktur/verwaltung/dezernat_2/stellenausschreibung/1350-21-01.pdf
Redaktion
Veröffentlicht am
06.09.2021
Klassifikation
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