1 Nachwuchsgruppenleitung "Social Imaginations" (Univ. Jena)

Nachwuchsgruppenleiter:in Social Imaginations

Arbeitgeber
Friedrich-Schiller-Universität Jena
PLZ
07743
Ort
Jena
Land
Deutschland
Bewerbungsschluss
30.09.2022
Von
Claudia Schroth, Philosophische Fakultät, FSU Jena

Die Philosophische Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Nachwuchsgruppenleitung (m/w/d) zur interdisziplinären Erforschung des Themenfelds "Social Imaginations" (100%, nach TV-L 14, befristet bis zum 31.12.2025, eine Verlängerung wird angestrebt).

Nachwuchsgruppenleiter:in Social Imaginations

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist eine traditionsreiche und forschungsstarke Universität im Zentrum Deutschlands. Als Volluniversität verfügt sie über ein breites Fächerspektrum. Ihre Spitzen-forschung bündelt sie in den Profillinien Light – Life – Liberty. Sie ist eng vernetzt mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, forschenden Unternehmen und namhaften Kultureinrichtungen. Mit rund 18.000 Studierenden und mehr als 8.600 Beschäftigten prägt die Universität maßgeblich den Charakter Jenas als weltoffene und zukunftsorientierte Stadt.

An der Philosophischen Fakultät ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als Nachwuchsgruppenleiter:in Social Imaginations in Vollzeit (100%/40 Wochenstunden) nach TV-L 14 befristet bis zum 31.12.2025 zu besetzen. Eine Verlängerung bis zu drei Jahre wird angestrebt.

Unter dem Arbeitstitel „Social Imaginations in Times of Contested Realities“ bündelt die Universität Jena bisherige Forschungsschwerpunkte und baut sie zu einem Bereich aus, der ein zentrales Problem gegenwärtiger Gesellschaften mit aktuellen sozialwissenschaftlichen Ansätzen und kulturhistorischer Tiefenschärfe in den Blick nehmen soll. Die Annahme, dass soziale Imaginationen einen konstitutiven Anteil an der geteilten, aber auch umstrittenen Wirklichkeit haben – oder wenigstens an dem, was man für Wirklichkeit hält –, ist in der geisteswissenschaftlichen Forschung ein seit mehreren Jahrzehnten etablierter Konsens. Dagegen fehlt ein Instrumentarium, um die Herausbildung von sozialen Imaginationen und ihre widersprüchliche Pluralisierung zu fassen. Das an der Philosophischen Fakultät angesiedelte Forschungsprojekt bietet mehrere Anknüpfungsmöglichkeiten:
- Erstens soll zunächst die weit verzweigte Debatte auf theoretischer Ebene mithilfe von integrativen Begriffen gebündelt werden, so dass die Debatte zusammengeführt, in ihren methodologischen und terminologischen Positionen überblickt sowie empirisch nutzbar gemacht werden kann.
- Zweitens soll die Bedeutung von Imaginationen für soziale Gruppen historisch sowie gegenwartsbezogen breit interdisziplinär erforscht werden, wobei insbesondere historisch-kulturwissenschaftliche mit soziologisch empirischen Forschungsansätzen koordiniert werden.
- Drittens sollen etablierte Theorieansätze eine zeitgemäße Fokussierung erhalten, u. a. durch die Berücksichtigung zurückliegender „turns“ – etwa des „linguistic“, „iconic“, „spatial“, „material“, "emotional" oder "practical" turn – sowie durch die Einbeziehung jüngster Entwicklungen, die die konsensuelle Unterscheidung von Fiktionen und Fakten erschweren (Soziale Medien, Verschwörungsmythen sowie politische, religiöse Ideologien).
Um unsere Forschungen in diesem Feld weiter zu intensivieren, möchten wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Early Career Research Group etablieren, die an die skizzierten Fragestellungen anknüpft.

Ihre Aufgaben:
- Eigenständige Forschung zur Verknüpfung verschiedener Arbeitsfelder. Zu denken ist etwa an eine intensive Zusammenführung von geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Forschungen oder an eine enge Verzahnung von theoretischen und empirischen oder historischen Vorgehensweisen.
- Sie leiten und betreuen eigenverantwortlich zwei Doktoranden:innen.
- Sie konzipieren und organisieren Fachtagungen und bereiten Publikationen vor.

Ihr Profil:
- Sehr gute Promotion in den Sozial-, Kultur- oder Geisteswissenschaften. Der Abschluss der Promotion sollte nicht länger als sechs Jahre zurückliegen (der Zeitraum verlängert sich bei Elternzeiten und anderen Betreuungsverpflichtungen, durch die die wissenschaftliche Tätigkeit unterbrochen wurde).
- Bereitschaft zu anspruchsvollen und innovativen interdisziplinären Arbeitsformen auf Basis einschlägiger Fachexpertise.
- Bereitschaft und Interesse an interdisziplinären Zusammenarbeiten und eigener wissenschaftlicher Qualifizierung.

Unser Angebot:
- Vergütung nach den Bestimmungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) entsprechend den persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 14 inklusive einer tariflichen Jahressonderzahlung sowie betriebliche Nebenleistungen wie z. B. Job-Ticket und betriebliche Altersvorsorge (VBL)
- Abwechslungsreiches und eigenverantwortliches Arbeiten mit großem Gestaltungsspielraum in einem dynamischen, interdisziplinären und internationalen Forschungsumfeld
- Mitarbeit an vielfältiger empirischer und theoretischer Forschung mit einem stark interdisziplinären Charakter
- Flexible Arbeitszeiten (nach Rücksprache/Gleitzeit und ggf. Telearbeit)
- Ein familienfreundliches Arbeitsumfeld mit vielfältigen Angeboten für Familien: Hochschul-Familienbüro (JUniFamilie) und flexible Kinderbetreuung (JUniKinder)

Die Universität Jena strebt einen höheren Anteil von Frauen im Wissenschaftsbereich an; deshalb bitten wir qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben.

Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.

Wenn Sie sich mit Ihren Forschungsschwerpunkten eine fachspezifische und gleichermaßen fachübergreifende Anknüpfung an die skizzierten Themenfelder sehr gut vorstellen können, dann richten Sie bitte eine kurze Skizze Ihres Vorhabens (Umfang von ca. 3-5 Seiten) sowie aussagekräftige Unterlagen zu Ihrer Person (tabellarischer Lebenslauf, Zeugnisse in Kopien, Publikationsverzeichnis sowie eine prägnante Schriftenprobe in Form eines Aufsatzes/Buchkapitels) unter Angabe der Registrier-Nummer 292/2022 bis zum 30.09.2022 in einer pdf-Datei an:

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Philosophische Fakultät
Herr Prof. Dr. Stefan Matuschek
07743 Jena
E-Mail: imagination@uni-jena.de

Für inhaltliche Rückfragen steht Ihnen Herr Prof. Dr. Stefan Matuschek unter stefan.matuschek@uni-jena.de zur Verfügung.

Wir bitten darum, Ihre Unterlagen nur als Kopien einzureichen, da diese nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens ordnungsgemäß vernichtet werden.

Bitte beachten Sie unsere Bewerberhinweise unter: www4.uni-jena.de/stellenmarkt_hinweis.html
Bitte beachten Sie zudem die Informationen zur Erhebung personenbezogener Daten unter: www4.uni-jena.de/Stellenmarkt_Datenschutzhinweis.html

Redaktion
Veröffentlicht am
07.08.2022
Klassifikation
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Arbeitssprache(n)
Deutsch
rda_languageOfExpression_job