Werkvertrag für Vorstudie "Kolonialistisches Denken und Kolonialkultur in Stuttgart"

Werkvertrag Vorstudie „Kolonialistisches Denken und Kolonialkultur in Stuttgart“

Arbeitgeber
Landeshauptstadt Stuttgart Kulturamt Abteilung Stadtarchiv
PLZ
70372
Ort
Stuttgart
Land
Deutschland
Bewerbungsschluss
05.10.2020
Von
Katharina Ernst, Kulturamt - Stadtarchiv, Stadt Stuttgart

Dem Vorprojekt liegt ein breites, auch kulturelles Verständnis von Kolonialismus zugrunde. Sich später daraus ergebende Studien und Projekte sollen kolonialistisches Denken und koloniale Kultur in Stuttgart in verschiedenen Bereichen und Milieus bis in den Alltag breiter Bevölkerungsschichten hinein in der Zeit vom Kaiserreich bis 1945 aufarbeiten. Dadurch soll insbesondere auch Grundlagenwissen für die Erinnerungskultur erarbeitet werden.

Werkvertrag Vorstudie „Kolonialistisches Denken und Kolonialkultur in Stuttgart“

Ziele der Vorstudie sind
- einen Überblick über die vorhandenen Studien im genannten Themenfeld zu erarbeiten, die Forschungslücken zu benennen,
- einen Überblick über die relevanten institutionellen Stuttgarter Akteure und relevanten gesellschaftlichen Gruppen aus dem politischen administrativen, kulturellen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und religiösen Bereich zu erarbeiten,
- einen Überblick über die vorhandenen relevanten Quellenbestände zu erarbeiten, die Überlieferungslücken zu benennen,
- eine Einschätzung zu erarbeiten, welche Forschungslücken und Fragestellungen mit den vorhandenen Quellenbeständen in welcher Form bearbeitet werden können,
- Vorschläge zur dekolonial-medialen Präsentation der Ergebnisse zu erarbeiten.

Eine multiperspektivische Herangehensweise an das Themenfeld „Kolonialistisches Denken und Kolonialkultur“ ist erforderlich.
Die Ergebnisse der Vorstudie sollen in öffentlicher Veranstaltung vorgestellt und in einem breiten Kreis diskutiert werden.

Erforderliche Qualifikation des Bearbeiters / der Bearbeiterin (m/w/d):
- Sehr gute Kenntnisse der in kolonialen Kontexten relevanten Institutionen, gesellschaftlichen Gruppen und Quellenbestände, idealerweise der Stuttgarter Institutionen, gesellschaftlichen Gruppen und Quellenbestände
- Sehr gute Kenntnisse der Literatur zum Kolonialismus, sowohl der fachwissenschaflichen Literatur wie der Studien, die durch bürgerschaftliches Engagement entstanden sind
- Wissenschaftliche Befähigung, nachgewiesen durch ein einschlägiges Hochschulstudium und einschlägige wissenschaftliche Publikationen
- Bürgerschaftliches Engagement und Erfahrung mit partizipativen Prozessen sind von Vorteil

Zeitraum der Durchführung des Vorprojekts: Die Vorstudie muss spätestens am 19. April 2021 vorliegen.

Für die Erstellung der Vorstudie und ihre Vorstellung auf einer öffentlichen Veranstaltung wird mit dem Bearbeiter / der Bearbeiterin (m/w/d) ein Werkvertrag abgeschlossen. Die Vergütung beträgt 15.000 Euro. In dieser Summe sind etwaige Reisespesen sowie die Umsatzsteuer (bei Umsatzsteuerpflichtigkeit des Bearbeiters / der Bearbeiterin) bereits enthalten.

Wenn Sie über die erforderliche Qualifikation verfügen und die Vorstudie im geforderten Zeitraum abschließen können, senden Sie bitte bis zum 05.10.2020 ein Anschreiben mit
- Ihrem Lebenslauf,
- einem Nachweis Ihres Hochschulstudiums,
- einer Publikationsliste,
- ggf. einer Liste Ihres bürgerschaftlichen Engagements und Ihrer Erfahrung mit partizipativen Prozessen
- sowie einem aussagekräftiges Exposé
entweder als Datei (ausschließlich PDF) an katharina.ernst@stuttgart.de oder per Post an das Stadtarchiv Stuttgart, z. Hd. Fr. Dr. Ernst, Bellingweg 21, 70372 Stuttgart.
Für Rückfragen steht Frau Dr. Ernst unter der Telefonnummer 0711/216-91512 zur Verfügung.

Ein persönliches Gespräch ist für den 05.11.2020 vorgesehen.

Kontakt

katharina.ernst@stuttgart.de

Redaktion
Veröffentlicht am
06.09.2020
Klassifikation
Region(en)
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Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung