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L'HOMME. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft 22 (2011), 1

Titel der Ausgabe 
L'HOMME. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft 22 (2011), 1
Weiterer Titel 
Mitgift

Herausgeber
Caroline Arni (Zürich), Gunda Barth-Scalmani (Innsbruck), Ingrid Bauer (Salzburg), Mineke Bosch (Maastricht), Sybille Brändli (Basel), Susanna Burghartz (Basel), Bozena Choluj (Warschau), Krassimira Daskalova (Sofia), Ute Gerhard (Frankfurt a. M.), Hanna Hacker (Wien), Christa Ehrmann-Hämmerle (Wien), Karin Hausen (Berlin), Hana Havelková (Prag), Ulrike Krampl (Tours), Margareth Lanzinger (Wien), Sandra Maß (Bielefeld), Edith Saurer (Wien), Regina Schulte (Bochum), Gabriela Signori (Konstanz), Claudia Ulbrich (Berlin)
Erschienen
Köln-Weimar 2011: Böhlau Verlag
Erscheint 
Erscheinungsweise: 2x jährlich
ISBN
978-3-412-20685-7
Anzahl Seiten
192 S.
Preis
19,90 €

 

Kontakt

Institution
L'Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft
Land
Austria
c/o
Redaktion: Veronika Siegmund, MA L’HOMME-Redaktion, c/o Institut für Geschichte, Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien Österreich Telefon: +43-(0)1-4277-408 13 Fax: +43-(0)1-4277-9408 Verantwortliche Herausgeberin: Christa Hämmerle
Von
Hafner, Michaela

Hg. von Karin Gottschalk und Margareth Lanzinger

Aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive stellt die Mitgift eine ambivalente Institution dar. Sie beruhte auf Vorstellungen der Schutzbedürftigkeit von Frauen und auf deren eingeschränkter Geschäftsfähigkeit. Rechtstexte definierten die Mitgift (dos) von der Antike bis ins 19. Jahrhundert als Beitrag der Frauen zu den „Lasten der Ehe“ – und sahen Ehefrauen damit primär als Konsumentinnen. Doch konnte die Mitgift zugleich den Charakter eines Kredits gegenüber dem Ehemann und dessen Familie haben und die Position von Frauen damit stärken. Aufgrund der frühneuzeitlichen Rechtspluralität variierten Praxis und Formen der Mitgift beträchtlich. Strukturmerkmale sind ihre ökonomische Bedeutung, ihre Auswirkungen auf die Geschlechterverhältnisse und sozialen Beziehungen.

Inhaltsverzeichnis

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INHALT
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Editorial, 7–14

In memoriam Edith Saurer (1942–2011)
Regina Schulte
Fantasie und Arbeit – auf den Spuren einer historischen Spurensucherin

Beiträge

Anna Bellavitis
Die Mitgift in Venedig zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit, 23–37

Birgit E. Klein
Jüdisches Ehegüter- und Erbrecht in der Vormoderne. Der Funktionswandel der ketubba und seine Folgen, 39–54

Angiolina Arru
Die nicht bezahlte Mitgift. Ambivalenzen und Vorteile des Dotalsystems im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, 55–69

Extra

Isabel Hernández
From Spain to the Americas, from the Convent to the Front: Catalina de Erauso’s Shifting Identities, 71–84

Forum

Gabriele Jancke und Daniel Schläppi
Ökonomie sozialer Beziehungen. Wie Gruppen in frühneuzeitlichen Gesellschaften Ressourcen bewirtschafteten, 85–97

Claudia Kreuzsaler
„Du hast veranlasst, dass mein Herz zufrieden ist“. Heiratsverträge auf Papyrus aus dem ptolemäischen Ägypten, 99–107

Michaela Hohkamp
Schwestern, Schwäger, Schwiegersöhne und Töchter oder ein gemeinsam „bewohntes Bett“: Heiratsabreden im Ancien Régime, 109–117

Sonja Niederacher
Zum Geschlechterverhältnis der HauseigentümerInnen im Wien der Zwischenkriegszeit, 119-127

Kirsten Rüther
Lobola, bohali, roora. Brautgabe in afrikanischen Gesellschaften, 129–138

Aktuelles und Kommentare

Ute Gerhard
Paradoxe Folgen der Emanzipation? Das neue Unterhaltsrecht des bundesdeutschen Familienrechts, 139–145

Karin Hausen
Aus Gesprächen über Proika (Mitgift/Aussteuer), Bindungen zwischen Müttern und Töchtern, Warenmarkt und Moden, 147–150

Rezensionen zum Themenschwerpunkt

Aglaia Kasdagli
Jutta Gisela Sperling and Shona Kelly Wray eds., Across the Religious Divide. Women, Property, and Law in the Wider Mediterranean (ca. 1300–1800), 151–153

Martha C. Howell
Anna Bellavitis, Famille, genre, transmission à Venice au XVIe siècle, 153–156

Ellinor Forster
Maria Ågren, Domestic Secrets. Women and Property in Sweden, 1600–1857, 156–159

Susanne Lepsius
Nicole Grochowina, Das Eigentum der Frauen. Konflikte vor dem Jenaer Schöppenstuhl im ausgehenden 18. Jahrhundert, 159–164

Ellinor Forster
Jens Lehmann, Die Ehefrau und ihr Vermögen. Reformforderungen der bürgerlichen Frauenbewegung zum Ehegüterrecht um 1900, 164–166

Anke Hufschmidt
Margareth Lanzinger, Gunda Barth-Scalmani, Ellinor Forster u. Gertrude Langer-Ostrawsky, Aushandeln von Ehe. Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich, 166–169

Ida Fazio
Margarida Durães, Antoinette Fauve-Chamoux, Llorenç Ferrer u. Jan Kok Hg., The Transmission of Well-Being. Gendered Marriage Strategies and Inheritance Systems in Europe (17th– 20th Centuries), 169–173

Margareth Lanzinger
Daniel Kaiser, Die elterliche Eheeinwilligung. Rechtsgeschichte der familialen Heiratskontrolle in Mitteleuropa, 173–175

Weitere Rezensionen

Sylvelyn Hähner-Rombach
Sibylle Brändli, Barbara Lüthi u. Gregor Spuhler Hg., Zum Fall machen, zum Fall werden. Wissensproduktion und Patientenerfahrung in Medizin und Psychiatrie des 19. und 20. Jahrhunderts, 177–180

Susanne Michl
Michael Roper, The Secret Battle. Emotional Survival in the Great War 2009, 181–184

Simone Marti
Helene Mühlestein, Hausfrau, Mutter, Gattin. Geschlechterkonstituierung in Schweizer Ratgeberliteratur 1945–1970, 184–187

Abstracts, 189–190

Anschriften der AutorInnen, 191–192

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Redaktion
Veröffentlicht am
15.07.2011