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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 114 (2011), 2

Titel der Ausgabe 
Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 114 (2011), 2
Weiterer Titel 

Herausgeber
Herausgeber: Margot Schindler unter Mitarbeit von Franz Grieshofer und Konrad Köstlin
Erschienen
Wien 2011: Selbstverlag
Erscheint 
4 Hefte
Anzahl Seiten
134 S.
Preis
9,50

 

Kontakt

Institution
Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
Land
Deutschland
c/o
Anschriften der Redaktion _Aufsätze, Mitteilungen und Chronik:_ Birgit Johler, Verein für Volkskunde, c/o Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, A-1080 Wien; _Rezensionen:_ Herbert Nikitsch, Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien, Hanuschgasse 3, A-1010 Wien Johann Verhovsek, Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie, Karl-Franzens-Universität Graz, Attemsgasse 25/I, A-8010 Graz
Von
Birgit Johler

Inhaltsverzeichnis

INHALT

ABHANDLUNGEN

Silke Meyer: Prekäre Beziehungen. Zur kulturellen Logik der Verschuldung, S. 163-185.

Máté Tamáska: Weinbauorte in Österreich, Ungarn und der Slowakei zwischen architektonischem Erbe und Freizeitgesellschaft, S. 187-223.

NEUERDINGS

Quer durch Europa bis ins Museum. Ein Rucksack und seine Bedeutungsebenen (Kathrin Pallestrang), S. 227-232.

CHRONIK DER VOLKSKUNDE

Jahresbericht des Vereins und des Österreichischen Museums für Volkskunde 2010 (Margot Schindler), S. 235-266.

People Make Places – ways of feeling the world. 10. internationaler Kongress der Societé Internationale d’Ethnologie et de Folklore (SIEF)(Ana Ionescu, Jens Wietschorke), S. 267-275.

Zum Herstellen von Verbindungen und der »spezifischen Sichtbarkeit« von Frauen: Die Tagung Transnationale Familiarität, 8.4.–9.4.2011 (Johanna Stadlbauer), S. 276-285.

LITERATUR DER VOLKSKUNDE

Sabine Zinn-Thomas: Fremde vor Ort. Selbstbild und regionale Identität in Integrationsprozessen (Johanna Rolshoven), S. 289-292.

Johanna Stadlbauer: Projekt Selbstverwirklichung? Lebensentwürfe von ÖsterreicherInnen in Neuseeland (Martina Eisner), S. 292-294.

Heidi Niederkofler, Maria Mesner, Johanna Zechner (Hg.): Frauentag! Erfindung und Karriere einer Tradition (Martina Röthl), S. 295-299.

Eingelangte Literatur
Internationale Zeitschriftenschau
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

ABSTRACTS

Silke Meyer: Prekäre Beziehungen. Zur kulturellen Logik der Verschuldung / Precarious Relationships. On the Cultural Logic of Debt

Die kulturelle Bedeutung ökonomischer Praktiken steht im Mittelpunkt wirtschaftsethnologischen Forschens. Wie sind unter dieser Prämisse der Umgang mit Schulden und das Verständnis von Kredit in der deutschen Gegenwartsgesellschaft zu deuten? Kredit zu bekommen bedeutet zunächst, Geld zur Verfügung zu haben. Aus Sicht der ökonomischen Akteure folgt die Kreditvergabe aber auch einer kulturellen Logik: Kredit bedeutet gleichzeitig Kreditwürdigkeit und damit Inklusion und Zugehörigkeit. Mit einem akteurszentrierten Zugang wird deutlich, wie stark die Interpretation von Bonität die Selbstkonstruktion der Schuldnerinnen und Schuldner sowie deren Kreditpraktiken leitet.

The cultural significance of economic practices is at the core of economic anthropological research. Under this premise how can one interpret the way people handle debts and comprehend loans in contemporary German society? First of all, receiving a loan means having money at one's disposal. But from the perspective of the economic players, being granted a loan also entails a cultural logic: a loan is tantamount to creditworthiness and thus also signifies inclusion and belonging. From a player-centric approach it becomes clear how strongly the interpretation of solvency governs the debtor's self-construction and his or her loan practices.

Máté Tamáska: Weinbauorte in Österreich, Ungarn und der Slowakei zwischen architektonischem Erbe und Freizeitgesellschaft / Viticultural Villages in Austria, Hungary, and Slovakia. Between Architectural Heritage and Leisure Society

Im Zentrum dieses Beitrages steht die Frage, wie das architektonische Erbe der Weinbauorte von den Rahmenbedingungen der postmodernen Freizeitgesellschaft beeinflusst wird. Um diese Frage beantworten zu können, muss zuerst die historische und architektonische Entwicklung der Weinbauorte anhand von ausgewählten Fallbeispielen kurz dargestellt werden. Zunächst werden die einzelnen Weinbauorte mit ihren spezifischen Merkmalen und ihren unterschiedlichen Entwicklungen skizziert. Im zweiten Schritt erfolgt ein Überblick über die sowohl regional als auch global bedingten Modernisierungsprozesse, die diese Dörfer beeinflussen. Im Mittelpunkt der nachfolgenden Ausführungen stehen die Auswirkungen der Freizeitgesellschaft auf die Architektur der Weinbauorte. Auf der Grundlage einer Typologie werden die unterschiedlichen Entwicklungen verglichen und interpretiert.

In this paper the author will first give an outline of the individual viticultural villages based on their specific features and developmental differences. This section will be followed by an overview of the regional and global modernization processes influencing these villages. The main body of the paper focuses on the repercussions that leisure society has on the architecture of the viticultural villages. Based on a typology the author compares and interprets the various developments.

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Redaktion
Veröffentlicht am
31.08.2011
Beiträger
Klassifikation
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Sprache Beitrag
Bestandsnachweise AU ISSN 0029-9668