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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 115 (2012), 3+4

Titel der Ausgabe 
Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 115 (2012), 3+4
Weiterer Titel 

Herausgeber
Für den Verein für Volkskunde herausgegeben von Margot Schindler unter Mitwirkung von Franz Grieshofer und Konrad Köstlin
Erschienen
Wien 2012: Selbstverlag
Erscheint 
2 Doppelnummern
Preis
Jahresbezugspreis 34,90 EUR, für Mitglieder des Vereins für

 

Kontakt

Institution
Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
Land
Deutschland
c/o
Anschriften der Redaktion _Aufsätze, Mitteilungen und Chronik:_ Birgit Johler, Verein für Volkskunde, c/o Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, A-1080 Wien; _Rezensionen:_ Herbert Nikitsch, Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien, Hanuschgasse 3, A-1010 Wien Johann Verhovsek, Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie, Karl-Franzens-Universität Graz, Attemsgasse 25/I, A-8010 Graz
Von
Johler, Birgit

Inhaltsverzeichnis

INHALT

Editorial, S. 253

Geburtstag

Konrad Köstlin: Gruß an Margot Schindler, S. 257–259

Madame la vache, connaissez-vous cette tradition? (Matthias Beitl), S. 260–264

Für den Kaiser bestimmt, im Museum verwahrt (Dagmar Butterweck), S. 265–266

Pressendruck (Hermann Hummer), S. 267–269

Eine regionale Variation zum Internationalen Frauentag (Birgit Johler), S. 270–272

Eine Spurensuche (Herbert Justnik unter Mitarbeit von Birgit Johler), S. 273–276

Kostüm einer Dame bei Hof als Sinnbild eines Lebenswerks (Kathrin Pallestrang), S. 277–280

Eine Fußschale „Bianchi di Faenza“ aus der Westslowakei von 1629 (Claudia Peschel-Wacha), S. 281–283

Eine Kleinplastik von Ignác Bizmayer aus dem Jahr 2012 (Katharina Richter-Kovarik), S. 284–286

Vergessene Volkskunst auf zartem Gespinst (Nora Witzmann), S. 287–289

Abhandlungen

Magdalena Puchberger, Urbane Heimatkultur als ideologische und soziale Schnittstelle in der Ersten österreichischen Republik, S. 293–324

Jens Wietschorke, Beziehungswissenschaft. Ein Versuch zur volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Epistemologie, S. 325–359

Mitteilung

Ina Dietzsch, Theater und Wissenschaft im Dialog, S. 363–375

Chronik der Volkskunde

„Hitlerbauten“ in Linz. Wohnsiedlungen zwischen Alltag und Geschichte. 1938 bis zur Gegenwart (Birgit Johler, Magdalena Puchberger), S. 379–385

Bericht über die Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde „Äußerungen. Die Oberfläche als Gegenstand und Perspektive der Europäischen Ethnologie“ (Svenja Reinke), S. 385–390

45. Internationales Symposium für Keramikforschung (Claudia Peschel-Wacha), S. 391–394

Innovative Zugänge, weitsichtige Interdisziplinarität und neue Ziele. 10. Tagung der Kommission für Tourismusforschung der dgv(Michael J. Greger, Stephanie Tomschitz), S. 394–400

Tagung des Studienprojekts „Money Matters. Umgang mit Geld als soziale und kulturelle Praxis“ (Birgit Huber), S. 401–407

Kulturen populärer Unterhaltung und Vergnügung (Cornelia Kühn), S. 408–412

Visualisierte Minderheiten. Probleme und Möglichkeiten der musealen. Präsentation von ethnischen bzw. nationalen Minderheiten (Elisabeth Fendl), S. 413–417

„The New Public Good“. Aff ects and Techniques of Flexible Bureaucracies (Alexandra Schwell), S. 418–422

Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Katschnig-Fasch (Johanna Rolshoven, Helmut Eberhart, Burkhard Pöttler, Johann Verhovsek), S. 423–427

Literatur der Volkskunde

Heimo Cerny: Vierkanter. Wahrzeichen des Mostviertels (Olaf Bockhorn), S. 431–433

Bianca Wildfeuer: Romantisches. Zur Bedeutung einer Gefühlswertigkeit am Beispiel heutiger Wohnkultur (Timo Heimerdinger), S. 434–437

Ingrid Tomkowiak (Hg.): Perspektiven der Kinder- und Jugendmedienforschung (Teresa Liska), S. 437–441

Claudia Schlager: Kult und Krieg. Herz Jesu – Sacrè Coeur – Christus Rex im deutsch-französischen Vergleich 1914–1925 (Herbert Nikitsch), S. 442–445

Christian Thiel: Das „bessere Geld“. Eine ethnographische Studie über Regionalwährungen (Daniela Pfennig), S. 445–448

Brigitte Schmidt-Lauber, Gudrun Schwibbe (Hg.): Alterität. Erzählen vom Anderssein (Raffaela Sulzner), S. 449–454

Sigrid Schade, Silke Wenk: Studien zur visuellen Kultur. Einführung in ein transdisziplinäres Forschungsfeld (Karoline Walter), S. 454–457

Buchanzeige: Niederösterreich im 20. Jahrhundert. Bd. 1, Bd. 2, Bd. 3 (Herbert Nikitsch), S. 458–459

Eingelangte Literatur (Hermann Hummer), S. 460–467

Internationale Zeitschriftenschau (Hermann Hummer), S. 467–469

Verzeichnis der Autorinnen und Autoren, S. 471

ABSTRACTS

Magdalena Puchberger, Urbane Heimat-Kultur als ideologische und soziale Schnittstelle in der Ersten österreichischen Republik / Urban Heimat culture as an ideological and social interface during Austria’s “First Republic”

In der Ersten österreichischen Republik formierte sich in Wien eine spezifisch urbane Heimat-Kultur, die vor allem von den kleinbürgerlichen und proletarischen Trachtenerhaltungsvereinen getragen wurde. Der Beitrag setzt diese Vereine in Verbindung zu anderen Gruppierungen der Heimat-Kultur, etwa der Österreichischen Heimatgesellschaft oder dem Museum für Volkskunde. Über ideologische wie praxeologische Beispiele werden Unterschiede aber auch Überschneidungen ebenso sichtbar wie die alltagskulturelle Ausgestaltung der Heimat-Kultur.

During the interwar years (1919–1938) in Austria (“First Republic”) a specific urban Heimat culture developed and was maintained and propagated mainly by the petit bourgeois and proletarian societies for the preservation of traditional costumes. This paper compares these societies with other groups or organizations concerned with Heimat culture, such as the Österreichische Heimatgesellschaft or the Museum of Folk Life and Folk Art. Through ideological and practical examples it shows differences and similarities as well as everyday manifestations of Heimat culture.

Jens Wietschorke, Beziehungswissenschaft. Ein Versuch zur volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Epistemologie / Relational studies. An attempt at an epistemology of ethnological-cultural studies

Der Beitrag diskutiert einige epistemologische Grundfragen der Volkskunde/Europäischen Ethnologie: Wie werden im Fach die kleinen Wirklichkeitsausschnitte mit den sozialen Strukturen zusammengedacht? Was bedeutet es, ein kulturelles Phänomen zu „kontextualisieren“? Und welche Möglichkeiten gibt es, die Kategorien Kultur und Gesellschaft heuristisch sinnvoll aufeinander zu beziehen? Abschließend wird für eine volkskundliche Kulturanalyse als „Beziehungswissenschaft“ plädiert, die Differenzen und Relationen in den Blick nimmt und sich gleichzeitig als transdisziplinäre Schnittstelle begreift.

Several basic epistemological questions in Folk Life and Folk Art/European ethnology are discussed. How do the small individual mosaic stones of reality fit together within the larger social structures? What is meant by “contextualizing” a cultural phenomenon? Which options exist for heuristically interrelating the categories of culture and society in a meaningful way? In conclusion, the paper calls for “relational studies” in the form of an ethnological-cultural analysis that would take into consideration the differences and relationships while at the same time seeing itself as a transdisciplinary interface.

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Veröffentlicht am
24.01.2013
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Sprache Beitrag
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