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Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin 17.

Titel der Ausgabe 
Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin 17.
Weiterer Titel 
Medikalisierte Kindheiten. Die neue Sorge um das Kind vom ausgehenden 19. bis ins späte 20. Jahrhundert

Herausgeber
Verein für Sozialgeschichte der Medizin (unterschiedliche Herausgeberteams pro Band)
Erschienen
Erscheint 
jährlich
ISBN
978-3-96023-203-2
Anzahl Seiten
361 Seiten
Preis
32,00 €

 

Kontakt

Institution
Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin
Land
Deutschland
c/o
Kontaktadressen der Redaktion: <verein@sozialgeschichte-medizin.org>
Von
Elisabeth Lobenwein

Verschiedene Diskurskonstellationen und Interventionsfelder der auf die Kindergesundheit gerichteten Politiken standen im Mittelpunkt einer Tagung, die vom Verein für Sozialgeschichte der Medizin, dem Institut für Erziehungswissenschaften, dem Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie sowie dem Forschungszentrum Medical Humanities der Universität Innsbruck organisiert wurde und zwischen dem 29. Juni und 1. Juli 2017 in Innsbruck stattfand. Der Band enthält 11 größere Beiträge, neun kürzere Forschungsberichte und einen Forumsbeitrag. Alle Texte des Bandes wurden einem Peer-Review-Verfahren unterzogen.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Elisabeth Dietrich-Daum / Michaela Ralser / Elisabeth Lobenwein, Hg., Editorial

Beiträge – Schwerpunkt

Maria A. Wolf
Das „gesunde Arbeiterkind“ als ein Projekt der „Sozialen Medizin“. Zur wissenschaftliche Neuordnung der Kindheit durch die Medikalisierung der „Sozialen Frage“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Reinhard Sieder
Wissenschaftliche Diskurse, Kinder- und Jugendfürsorge, Heimerziehung: Wien im 20. Jahrhundert

Wolfgang Rose / Petra Fuchs / Thomas Beddies
Anlage oder Erziehung? „Psychopathische“ Kinder in der Weimarer Republik

Felicitas Söhner / Maria Griemmert
Diagnostik als Impulsgeber der Medikalisierung des Kinderschutzes

Silvia Wagner
Arzneimittelstudien an Heimkindern in der BRD – Deskription und Erklärungsansätze

Elisabeth Dietrich-Daum / Michaela Ralser
Kinder zwischen Psychiatrie und Fürsorgeerziehung. Das Beispiel der Innsbrucker Kinderbeobachtungsstation 1954 bis 1987

Ina Friedmann
„[D]a sie wieder am Tage onanierte.“ Epiphysanverabreichungen an der Innsbrucker Kinderbeobachtungsstation 1954–1987

Ulrich Leitner
Medikalisierte Kindheitsräume: Raumentwürfe im medico-pädagogischen Feld der Fürsorgeerziehung – oder: Was uns ein Bidet über die Medikalisierung von Kindheit zu sagen hat

Irmtraut Sahmland
Die Rettung der Cretinen – Kontexte der Medikalisierung von Kindern mit geistiger Differenz und der Implementierung eines neuen stationären Versorgungselements

Hemma Mayrhofer / Katja Geiger
„... und irgendwo verstauen“: Kinder mit Behinderungen „Am Steinhof“ nach 1945

Kristina Schierbaum
Janusz Korczak im Spannungsfeld von Pädiatrie und Pädagogik

Forschungsberichte – Schwerpunkt

Katharina Fürholzer
„Eine Explosion der Sprache“. Zur Filmbiografie der taubblinden Marie Heurtin (1885–1921)

Nina Balcar
Von der Erfindung einer „Krankheit“: Das „psychopathische“ Kind um 1900

Nora Bischoff
Nomadeninstinkt, Wandertrieb, pathologisches Fortlaufen. Medikalisierte Deutungsmuster im pädagogischen Kontext (ca. 1900–1970)

Mirjam Janett
Die behördliche „Sorge“ um das Kind. Psychiatrische Konzepte und fürsorgerische Maßnahmen in Basel-Stadt (1945–1972)

Dominique Karner
Kinder in der Psychiatrie: „Hörstumme“ Kinder in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Hall in Tirol (1952–1955)

Mechthild Bereswill / Patrick Müller-Behme
Brüchige Medikalisierung. Gutachterliche Diagnosen und die Verwaltung des Falles in der Heimerziehung

Ursina Klauser
Depressive Kinder? Deuten und Behandeln in einem psychiatrischen Ambulatorium um 1960

Katarina Keber
Post WWI children healthcare in Slovenia as experienced by Angela Boškin, the first Slovenian nurse

Forum – Schwerpunkt

Elisabeth Malleier
Die Sorge, meine Akte und ich

Projektvorstellungen

Karin Haas-Trummer
Die erste Filiale des Grazer Feldhofs im Schloss Lankowitz für weibliche „Irrenpfleglinge“ (1877–1940)

Rezensionen

Florian Steger, Asklepios. Medizin und Kult (Stuttgart 2016: Franz Steiner Verlag) (Manuel Förg)

Wolfgang König, Das Kondom. Zur Geschichte der Sexualität vom Kaiserreich bis zur Gegenwart (= Vierteljahrschrift für Sozial- und
Wirtschaftsgeschichte Beiheft 237, Stuttgart 2016: Franz Steiner Verlag) (Andreas Weigl)

Michèle Hofmann, Gesundheitswissen in der Schule, Schulhygiene in der deutschsprachigen Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert (Bielefeld 2016: Transcript) (Annemarie Kinzelbach)

Beate Kunst, mittendrin. Streifzüge durch die Sammlung des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité (Berlin 2016: Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité) (Alois Unterkircher)

Otmar Jung, Als Truppenarzt an der Ostfront. Feldpostbriefe von Dr. Walther Jung an seinen älteren Schwager Josef Reichardt, 1941–1944. (Würzburg 2017: Königshausen & Neumann) (Peter Steinkamp)

Herwig Czech / Paul Weindling, Hg., Österreichische Ärzte und Ärztinnen im Nationalsozialismus (= Jahrbuch 2017 des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, Wien: DÖW 2017) (Carlos Watzka)

Sonja Walch, Triebe, Reize und Signale. Eugen Steinachs Physiologie der Sexualhormone. Vom biologischen Konzept zum Pharmapräparat, 1894–1938 (= Wissenschaft, Macht und Kultur in der modernen Geschichte 8, Wien u.a. 2016: Böhlau) (Henrik Eßler)

Historia Hospitalium: Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Krankenhausgeschichte 30 (2016/17), Themenheft: Geschichte der Pfege im Krankenhaus hg. von Karen nolte / Florian Bruns / Christina Vanja / Fritz Dross (Berlin 2017: LIT Verlag) (Christoph Schwamm)

Peter Schwarz, Julius tandler zwischen Humanismus und Eugenik. (Wien 2017: Edition Steinbauer) (Gerhard Baader)

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