Titel der Ausgabe 
Expressionismus 11 (2024), 19
Zeitschriftentitel 

Erschienen
Berlin 2024: Neofelis Verlag
Erscheint 
zweimal jährlich im Mai und November
ISBN
978-3-95808-441-4
Anzahl Seiten
104 S.
Preis
Einzelheft: € 18,00, Jahresabo: € 30,00, Förderabonnement: € 50,00

 

Kontakt

Institution
Expressionismus
Land
Deutschland
c/o
Neofelis Verlag, Kuglerstr. 59, 10439 Berlin Kontakt: info@neofelis-verlag.de <mailto:info@neofelis-verlag.de> Vertrieb / Abo: vertrieb@neofelis-verlag.de <mailto:vertrieb@neofelis-verlag.de>
Von
Claudine Oppel, Neofelis Verlag

Bilder, Texte und Netzwerke

Der Expressionismus hat eine nahezu unüberschaubare Zahl an Periodika hervorgebracht, in denen sich politische und ästhetische Debatten und Manifeste ebenso finden wie bildkünstlerische und literarische Werke. Während die ‚großen‘ Zeitschriften wie Der Sturm und Die Aktion häufig im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, leisteten gerade die vielen kurzlebigeren Publikationsorgane einen bedeutenden Anteil zur Selbstverortung lokaler Künstler:innenzirkel und zur Verbreitung des Expressionismus jenseits der Zentren.

Die Zeitschriften des Expressionismus sind auch deshalb eine so zentrale Quelle, weil sich die Strömung in lokalen wie überregionalen Künstler:innengruppen organisierte, die häufig ihr eigenes Publikationsorgan hatten, das sie zur Verbreitung ihrer Programmatik und künstlerischen Produktion sowie zum Austausch über aktuelle ästhetische und gesellschaftliche Fragen nutzten. Wie stark sich die einzelnen Zeitschriftenprojekte ähneln – und insofern ein gemeinsames Bild des Expressionismus erzeugen – und in welchem Ausmaß sich kontextspezifische Variationen ergeben, die eine Differenzierung der bisherigen Diskussion über den Expressionismus notwendig machen, lässt sich nur durch eine ausführliche Sichtung des Quellenmaterials beantworten, zu der der Band einen Auftakt bilden möchte.

Der Band wirft einen Blick auf dieses bisher vernachlässigte Themenfeld und deutet die Desiderate und Zugangsmöglichkeiten an, die nicht zuletzt den Begriff der ‚kleinen Zeitschrift‘ selbst betreffen. Die Beiträge diskutieren Grenzfälle der Zuordnung zu den kleinen expressionistischen Zeitschriften und beschreiben die Publikationen im Kontext ihrer (kunst-)politischen Auseinandersetzungen, Entstehungsumstände und Diskurszusammenhänge.

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Kleine Zeitschriften zwischen Kunst und Politik

Tillmann Heise
Der Zeitgeist (1922/23). Expressionismus in Österreich zwischen Kunst- und Weltanschauung

Nora Jaeger
Die Zeitschrift Kunst der Nation (1933–1935) im Lichte der kunstpolitischen Auseinandersetzungen ihrer Zeit

Definitorische Grenzfälle

Laura Feurle
Programmatische Akte. Zu den iconotextuellen Sprach- und Körperbildern in der Erstausgabe der Zeitschrift Der Anbruch (1917)

Toni Bernhart
„Der Pan erscheint bei Lebzeiten des Herausgebers immer.“ Die Zeitschrift Pan als Seismograf des Expressionismus

Diskurszusammenhänge kleiner Zeitschriften

Friederike Kitschen
Freiraum der Bilder. Die Zeitschriften der Kunsthändler Emil Richter, Hans Goltz und Jsrael Ber Neumann, 1918–1923

Linda Göttner
Das Sonderheft Frauendichtung der Sichel (1920). Eine Singularität in der expressionistischen Publikationslandschaft

Rezensionen
Abbildungsverzeichnis
Call for Papers: Else Lasker-Schüler als Expressionistin

Weitere Hefte ⇓