Das Achtzehnte Jahrhundert und Österreich 32 (2017)

Titel
Das Achtzehnte Jahrhundert und Österreich 32 (2017).
Weitere Titelangaben
Maria Theresia?


Hrsg. v.
Österreichische Gesellschaft zur Erforschung des Achtzehnten Jahrhunderts
Erschienen
Umfang
222 S.
Preis
€ 38,85 (Kt.); € 56,85 (Gb.)
Herausgeber d. Zeitschrift
Österreichische Gesellschaft zur Erforschung des Achtzehnten Jahrhunderts
Erscheinungsweise
jährlich
Kontakt
Redaktion: Prof. Franz Eybl (Obmann) Universitätsring 1 A-1010 Wien <franz.eybl@univie.ac.at>; Rezensionsredaktion: Johannes Frimmel <johannes.frimmel@univie.ac.at>

Thomas Wallnig, Elisabeth Lobenwein, Franz-Stefan Seitschek (Hg.)

Maria Theresia? Neue Perspektiven der Forschung / Maria Theresa? New Research Perspectives / Marie Thérèse ? Nouvelles approches de recherche

Mit Beiträgen von Vanda Anastácio, Thomas Assinger, Sandra Hertel, Roman Kabelik, Mario Keller, Marianne Klemun, Julian Lahner, Elisabeth Lobenwein, Ines Peper, Friedrich Polleroß, Dennis Schmidt, Franz-Stefan Seitschek, Klaas Van Gelder, ThomasWallnig, Renate Zedinger.

Maria Theresias dreihundertster Geburtstag ist 2017 einer der prominenten Gegenstände jubiläumsfreudiger Geschichtskultur in Österreich und darüber hinaus. Das öffentliche Bild Maria Theresias ist heute vor allem durch die mütterliche Einfärbung und die imperiale Glorie Habsburgs geprägt. Das aktuelle Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts nimmt das öffentliche Interesse um das Jubiläum zum Anlass, um sicher Geglaubtes zu hinterfragen und neue Forschungsperspektiven zu eröffnen. Die Beiträge folgen der interdisziplinären und internationalen Ausrichtung der Jahrbücher und untersuchen sowohl die Person Maria Theresia, mehr aber noch die Projektionsfläche, den lieu de mémoire.

Das vorliegende Jahrbuch strebt keine Revision bestehender Bilder an, sondern hat es sich zum Ziel gesetzt, anhand neuer "unkonventioneller" Forschungsansätze und Fragestellungen einen neuen Zugang zu Maria Theresia zu schaffen. Die Beiträge im ersten Teil des Bandes Maria Theresia im Kontext verorten Maria Theresia interdisziplinär: medienanalytisch als Figur in Spiel- und Werbefilmen, körper- und geschlechtergeschichtlich über die weibliche Körperlichkeit am Wiener Hof oder die Rollenmodelle weiblicher Herrschaft, medien- und kommunikationsgeschichtlich aus der Perspektive der Kunstgeschichte, religionspolitisch anhand zeitgenössischer Gemeinschaftsvorstellungen, wissenschafts- und globalgeschichtlich über die Natur am Hof oder ideengeschichtlich in einem vergleichend- prosopographischen Beitrag zum Episkopat. In einem zweiten Teil werden aktuelle Projekte und Initiativen vorgestellt: eine Untersuchung der Beraternetzwerke Maria Theresias sowie ein interdisziplinäres Forum für Nachwuchsforscherinnen und -forscher. Der dritte Teil des Bandes widmet sich den Publikationen und Veranstaltungen zu Maria Theresia im Jubiläumsjahr. Ergänzt wird der Band durch weitere thematisch nicht an Maria Theresia gebundene Rezensionen, englischsprachige Abtracts, ein Verzeichnis der Beiträgerinnen und Beiträger sowie ein Reihenverzeichnis.

Der monumentalen Biographik Maria Theresias begegnet das Jahrbuch mit innovativen Einzelstudien und belegt so, dass keineswegs schon alles zu dem Thema gesagt worden ist. Die versammelten Beiträge skizzieren einen Überblick über die jüngere Forschung zu Maria Theresia und stoßen zugleich mögliche zukünftige Forschungsvorhaben an.

Inhalt/Content/Table des Matières

Thomas Wallnig, Elisabeth Lobenwein, Franz-Stefan Seitschek
Zu diesem Band

Maria Theresia im Kontext

Mario Keller
Maria Theresia als mediale Figur in Spielfilm und Fernsehwerbung

Sandra Hertel
Der weibliche Körper als Quelle? Überlegungen zu einer höfischen Körpergeschichte zur Zeit Maria Theresias

Friedrich Polleroß
"Onze Aldergenaedigste Keyzerinne ende Koninginne". Triumphwagen und Druckgraphik als Medien habsburgischer Propaganda im Jahre 1775 in Mecheln

Ines Peper
"Wir aber in der ganzen Gemeine durften einander trauen": Vom mährischen Geheimprotestantismus zur Herrnhuter Brüdergemeine

Dennis Schmidt
Die österreichisch-böhmischen Bischöfe der theresianisch-josephinischen Zeit. Versuch einer synoptischen Visualisierung

Marianne Klemun
Palmenprunk und Pietas: die "Maria-Theresia-Palme" (1753?–1909)

Vanda Anastacio
Leonor de Almeidas Bericht über den Tod Maria Theresias: eine portugiesische Perspektive auf weibliche Herrschaftsausübung

Initiativen und Projekte

Klaas Van Gelder
Networks, Agency and Policy: A New Approach to Maria Theresa's Advisors during the War of the Austrian Succession

Thomas Assinger, Roman Kabelik
Wiener Arbeitsgespräche zur Aufklärungsforschung. Eine Initiative von Nachwuchswissenschafter_innen stellt sich vor

Publikationen und Veranstaltungen zu Maria Theresia (2017)

Thomas Wallnig
Anstelle eines Überblicks: Maria Theresia, 2017

Barbara STOLLBERG-RILINGER: Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit. Eine Biographie. München: C. H. Beck 2017. XXVIII, 1083 Seiten, 82 Abb.; ISBN 978-3-406- 697-487 [Sandra Hertel]

Élisabeth Badinter, Maria Theresia. Die Macht der Frau. Aus dem Französischen von Horst Brühmann und Petra Willim. Wien: Paul Zsolnay Verlag 2017. 300 Seiten; ISBN 978-3-552-05822-4 [Elisabeth Lobenwein]

Elfriede IBY/Martin MUTSCHLECHNER/Werner TELESKO/Karl VOCELKA (Hg.): Maria Theresia 1717–1780. Strategin, Mutter, Reformerin. Wien: Amalthea Signum Verlag 2017. 352 Seiten, zahlreiche (Farb-)Abbildungen; ISBN 978-3-99050-075-0; Gabriele MAUTHE/Michaela PFUNDNER (Hg.): Maria Theresia. Habsburgs mächtigste Frau. Wien: Metroverlag 2017. 256 Seiten, 253 (Farb-)Abbildungen; ISBN 978-3-99300-293-0; Sabine HAAG (Hg.): Zuhanden Ihrer Majestät. Medaillen Maria Theresias. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung des Kunsthistorischen Museums. Wien: KHM-Museumsverband 2017. 100 Seiten, Zahlreiche (Farb-)Abbildungen; ISBN 978-3-99020-132-9 [Franz-Stefan Seitschek]

Monika CZERNIN/Jean-Pierre LAVANDIER, Liebet mich immer. Maria Theresia. Briefe an ihre engste Freundin. Wien: Ueberreuter 2017. 197 Seiten; ISBN 978-3-8000-7664-2 [Thomas Wallnig]

Thomas LAU, Maria Theresia. Die Kaiserin. Wien – Köln – Weimar: Böhlau 2016. 440 Seiten, 23 Farbabbildungen; ISBN 978-3-205-79421-9 [Thomas Wallnig]

Rezensionen

Fabrice PREYAT (Hg.): Femmes des anti-lumières, femmes apologistes. Bruxelles: Éditions de l'université de Bruxelles 2016 (Études sur le 18è siècle 44). 198 Seiten; ISBN 978-2-8004-1609-0 [Renate Zedinger]

André COURBET (Hg.): Correspondance de Valentin Jamerey-Duval, bibliothécaire des ducs de Lorraine. Tome II, 4 janvier 1746–1er décembre 1760. Paris: Honoré Champion Éditeur 2015 (Bibliothèque des correspondances, mémoires et journaux, tome 80). 1092 Seiten; ISBN 978-2-7453-2831-1 [Renate Zedinger]

Jan HENNINGS: Russia and Courtly Europe. Ritual and the Culture of Diplomacy, 1648–1725. Cambridge: CUP 2016. 297 Seiten, 14 s/w-Abbildungen; ISBN 978-1-107- 05059-4 [Franz-Stefan Seitschek]

Albert FISCHER: Klosteraufhebungen, Pfarrei- und Diözesanregulierung. Die Auswirkungen der theresianisch-josephinischen Kirchenpolitik auf das Territorium des österreichischen Anteils des Bistums Chur 1780 bis 1806/16. Ein Beitrag zum 200-jährigen Gedenken an das Ende des Bistums Chur in seinen historischen Grenzen 1816. Konstanz – München: UVK Verlagsgesellschaft 2016. 406 Seiten; ISBN 978-3-86764-657-4 [Julian Lahner]

Abstracts
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren
Reihenverzeichnis

Zitation
Das Achtzehnte Jahrhundert und Österreich 32 (2017). in: H-Soz-Kult, 05.12.2017, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-10746>.
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