Historical Social Research (HSR), Supplement 30 (2018)

Titel
Historical Social Research (HSR), Supplement 30 (2018).
Weitere Titelangaben
Historische Migrationsforschung


Hrsg. v.
GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Erschienen
Umfang
366 pages
Preis
jährlich € 30 (Personen); € 54 (Institutionen)
Herausgeber d. Zeitschrift
GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Erscheinungsweise
4 Hefte / Jahr; 280-400 Seiten / Heft
Kontakt
GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Journal Historical Social Research Unter Sachsenhausen 6-8 50667 Köln

Historical Social Research Supplement 30 (2018)

Klaus J. Bade: Historische Migrationsforschung. Eine autobiografische Perspektive

Klaus J. Bade ist ein Pionier der modernen Historischen Migrationsforschung, die sich in Deutschland seit den 1970er Jahren entfaltete. Er hat als Forscher, Publizist, Forschungsorganisator und als Praktiker der ‚Angewandten Migrationsforschung‘ (‚Applied Migration Research’) entscheidend dazu beigetragen, die neue Forschungsrichtung zu konzipieren, zu stärken und bekannt zu machen:

Als Forscher hat er viele Monographien, Sammelbände und Einzelstudien publiziert, die national und international Beachtung fanden. Als Forschungsorganisator hat er Strukturen begründet, die für die Intensivierung einer interdisziplinären Orientierung und Kooperation von Bedeutung sind. Als Publizist hat er in den Medien dafür gesorgt, Ergebnisse der Historischen Migrationsforschung, auch in ihrer aktuellen Bedeutung, bekannt zu machen. Als Praktiker der Angewandten Migrationsforschung hat sich auf mehrfache Weise engagiert: Am Anfang stand der ‚doppelte Dialog‘, einerseits zwischen interdisziplinär kooperierenden Experten der Wissenschaft und andererseits zwischen ihnen und Experten der verschiedensten Praxisbereiche, zu denen für Bade auch die Migrations- und Integrationspolitik gehört. Auf seine Erfahrung der ‚defensiven Erkenntnisverweigerung’ von Politik gegenüber Migration und Integration als Zentralbereichen der Gesellschaftspolitik antwortete Bade mit seinem Konzept der ‚Kritischen Politikbegleitung‘ über die Medien. Zuletzt hat sich Bade besonders für Flucht, Asyl und die Rettung von Flüchtlingen auf dem Weg nach Europa engagiert. Der Erfolg des Wirkens von Klaus J. Bade hat seinen Grund nicht nur in seiner Forschungsintensität und seinem publizistischen und praktischen Engagement, sondern auch in seiner Form der Präsentation von Ergebnissen: wissenschaftlich fundiert, aber in menschenfreundlicher Prosa.

Im ersten Teil dieses HSR Supplementes blickt Bade unter autobiografischer Perspektive zurück auf seinen Weg zur Migrationsforschung und expliziert zentrale Elemente seines Konzepts der ‚Sozialhistorischen Migrationsforschung’. Der zweite Teil des Bandes bietet eine Auswahl seiner Beiträge zur Historischen Migrationsforschung. Sie erörtern Konzept- und Methodenfragen, bieten epochenübergreifende Perspektiven und diskutieren zeithistorische sowie aktuelle Fragen von Migration, Flucht und Integration.

INHALT

Klaus J. Bade
Warum es kam, wie es kam: Autobiografische Anmerkungen.
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.9-92

Klaus J. Bade
Der Traum vom ‚Export der sozialen Frage‘ durch imperiale Expansion und koloniale Auswanderung: der Fall Friedrich Fabri [1975/2005].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.95-114

Klaus J. Bade
Zur interdisziplinären Ortsbestimmung sozialhistorischer Migrationsforschung: Begriffe und Modelle, Methodenfragen und Theorieprobleme [1979/2005].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.115-144

Klaus J. Bade
Bewegungsformen und Bestimmungsfaktoren transnationaler und interner Migration in den deutschen Nordostgebieten vor dem Ersten Weltkrieg: Entwurf eines heuristischen Modells [1979/2005].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.145-164

Klaus J. Bade
Vom Export der Sozialen Frage zur importierten Sozialen Frage: Deutschland im transnationalen Wanderungsgeschehen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts [1984/1985].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.165-205

Klaus J. Bade
Historische Migrationsforschung [2002].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.206-226

Klaus J. Bade
Migration in der europäischen Geschichte seit dem späten Mittelalter [2002].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.227-234

Klaus J. Bade
Wanderungstraditionen und Wanderungssysteme am Ende der Frühen Neuzeit [2002].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.235-265

Klaus J. Bade
Wanderungen im Europa des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Arbeitswanderungen und Unternehmerreisen [2000].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.266-292

Klaus J. Bade
Enzyklopädie Migration in Europa vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart [2007/2011].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.293-305

Klaus J. Bade
Kritik und Gewalt. Sarrazin-Debatte, ,Islamkritik‘ und Terror in der Einwanderungsgesellschaft [2013/2014].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.306-317

Klaus J. Bade
Blockade und Befreiung: Identitätskrise, Ersatzdebatten und neue Selbstbilder in der Einwanderungsgesellschaft [2013].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.318-337

Klaus J. Bade
Von Unworten zu Untaten: Kulturängste, Populismus und politische Feindbilder in der deutschen Migrations- und Asyldiskussion zwischen ‚Gastarbeiterfrage’ und ‚Flüchtlingskrise’ [2016].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.338-350

Klaus J. Bade
Einwanderungsgesellschaft in der ‚Flüchtlingskrise’ [2017].
doi: 10.12759/hsr.suppl.30.2018.351-363

Zitation
Historical Social Research (HSR), Supplement 30 (2018). in: H-Soz-Kult, 17.05.2018, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-11069>.
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