Berliner Debatte Initial 29 (2018), 4

Titel
Berliner Debatte Initial 29 (2018), 4.
Weitere Titelangaben
Krisen der Realität


Hrsg. v.
Berliner Debatte INITIAL e.V.
Heft(e)
4
Erschienen
Potsdam 2018: WeltTrends
Umfang
162 S.
Preis
digital 12,00 €, print 15,00 €
Herausgeber d. Zeitschrift
Berliner Debatte Initial e.V.
Erscheinungsweise
4 Ausgaben jährlich
Kontakt
Berliner Debatte Initial, PF 580254, 10412 Berlin, Tel.: (+49-331) 977 4540, Fax: (+49-331) 977 4696, E-Mail: redaktion@berlinerdebatte.de; Redaktion: Ulrich Busch, Erhard Crome, Wolf-Dietrich Junghanns, Raj Kollmorgen, Thomas Möbius, Thomas Müller (verantwortlicher Redakteur), Gregor Ritschel, Robert Stock, Matthias Weinhold, Johanna Wischner. Redaktionelle Mitarbeit: Adrian Klein, Benjamin Sonntag.

Heft 4/2018 von Berliner Debatte Initial hat als Themenschwerpunkt "Krisen der Realität". Die derzeitigen politischen wie medialen Auseinandersetzungen um "fake news" scheinen auf einen grundlegenden gesellschaftlichen Vertrauensverlust zu verweisen. Bei aller politischen Rhetorik, die in den Debatten zu sehen ist, lassen sich das Phänomen der „postfaktischen Politik“ und die Suche nach (neuer) Eindeutigkeit als Reaktionen auf die Vertrauenskrisen verstehen, in die demokratische Politik, Massenmedien, Religion und Wissenschaft geraten sind. Die Beiträge des Themenschwerpunkts gehen auf diese Entwicklungen ein und zugleich über sie hinaus, indem sie sie in größere geistes- und kulturgeschichtliche Zusammenhänge einordnen. Aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven beleuchten die Autorinnen und Autoren Wendepunkte, an denen dominante Wirklichkeitsverständnisse hinterfragt und überwunden wurden. Sie problematisieren vereindeutigende und vereinfachende Sichtweisen auf das, was wir jeweils Realität nennen, und zeigen Al­ter­nativen hierzu auf.

Themenschwerpunkt: Krisen der Realität

Karen van den Berg, Jan Söffner
Zur Einleitung (S. 3–5)

Armin Nassehi
Wissenschaft und Kunst. Die Krise der Realität und die Realität der Krise (S. 6–14)

Eva Illouz
Wahrheit, Bullshit und Ignoranz (S. 15–22)

Jan Söffner
Wie faktisch ist das Postfaktische? (S. 23–34)

Birger P. Priddat
Fiktive Wahrscheinlichkeit. Über die Realität der Entscheidungen in Finanzmärkten (S. 35–45)

Christiane Voss
Verliehene Realitäten. Über Leerstellen des Ästhetischen (S. 46–56)

Karen van den Berg
Die Kunst realistisch zu sein. Von Jan van Eyck bis Forensic Architecture (S. 57–70)

Maren Lehmann
Wahrnehmungen in der Dunkelheit. Über Wolfgang Hilbig (S. 71–83)

Adrian Daub
Die möglichste aller schlechten Welten. The Good Place, Moralphilosophie und die Frage nach der Realität (S. 84–93)

Allgemeiner Teil

Loïc Wacquant
Vier Prinzipien für die Arbeit mit Bourdieu (S. 94–104)

Athanasios Karafillidis
Relationsmustererkennung. Relationale Soziologie und die Ontogenese von Identitäten (S. 105–125)

Besprechungen und Rezensionen

Wladislaw Hedeler
Der Gulag als Romanthema (S. 126–130)

Michael Opitz
Notiz zu Steffen Menschings Roman „Schermanns Augen“ (S. 131–132)

Ulrich Busch
Romantik und Realismus. Neue Bücher zur Theorie- und Rezeptionsgeschichte der deutschen Nationalökonomie (S. 133–138)

Marcus Böick: Die Treuhand. Idee – Praxis – Erfahrung 1990–1994
rezensiert von Jörg Roesler (S. 139–142)

Jürgen Kaube: Lob des Fußballs
rezensiert von Wolf-Dietrich Junghanns (S. 143–156)

Jahresinhaltsverzeichnis 2018 (S. 157–162)

Zitation
Berliner Debatte Initial 29 (2018), 4. in: H-Soz-Kult, 30.01.2019, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-11541>.
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Redaktion
Veröffentlicht am
30.01.2019
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